12
Jan 18

Linkrot, rechtliche Unsicherheiten, Selbstzensur …

Drei der Dinge, die mich überlegen lassen, diesen Blog nach fast 15 Jahren einzustampfen oder zumindest inhaltlich stark zu reduzieren.

Lange war der Blog für mich ein Ort, an dem ich einst entdeckte, gelernte, produzierte Dinge wieder auffinden konnte. Als positiven Nebeneffekt konnte ich sie interessierten Dritten zur Verfügung stellte. Diese Rolle übernahmen nach und nach der RSS-Reader, Microblogging und Bookmarking-Varianten (von Pinboard.in über diverse Read-it-Later-Lösungen). Die Links alter Beiträge verfielen immer schneller und mit dem Alter und dem Wissen stieg mein Bewusstsein für die Gefahren, die das Veröffentlichen von Inhalten mit sich bringen können.

Für etwas, dass ich aus Spaß an der Freude und altruistischen Motiven selbst finanziert produziere, möchte ich weder in einen Shitstorm geraten noch vermeintlich wettbewerbsrechtliche Schäden verursachen und dafür haftbar gemacht werden. Und da die Prüfung auf potentielle Fallstricke einen großen Zeitaufwand darstellen kann, verflogen die immer weniger werdenden Momente der Blog-Motivation.

Ein vierter Punkt, der nicht minder wichtig ist: Die Frage, ob ich überhaupt etwas Neues, etwas Nützliches oder wenigstens halbwegs Interessantes zu sagen habe.

Auf so vielen Ebenen kämpfen Personen, Institutionen, Organisationen mit dem Gleichen und Selben und immer Extremeren um die Aufmerksamkeit des Konsumenten oder um die Anerkennung und die Bestätigung. Egal ob im Marketing des Konsumbereichs oder der Wissenschaft („Publish or Perish“). Ebenso wollte ich dem so verlockende (in Bezug auf das Belohnungssystem) doch auch problematischen Sog der Micro-Anerkennung und Zähler-Vergleiche entfliehen, die auf Dauer eher toxischen Wirkung auf mein generelles Wohlbefinden hatten.

Wo stehe ich nun?

Ich vermisse die positiven Effekte: die Schreibübung, das allmähliche Verfertigen der Gedanken beim Reden Schreiben, den Austausch mit Interessierten, die Möglichkeit auf kommentierte Links zurückzugreifen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Zeit investieren möchte, die Inhalte (über 1000 veröffentlichte Beiträge) durchzuschauen und auf ihre Relevanz zu überprüfen. Vielleicht ist mein Blog auch einfach ein Relikt der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts, welcher den Weg so vieler seiner Zeitgenossen gehen muss. Das heutige Internet ist ein anderes als jenes, das ich erleben durfte. Ich bin mir noch nicht sicher, wie ich es jenseits von der Unterstützung mir wichtiger Projekte1 mit“prägen“ kann und will.


  1. unvollständige Liste []

30
Nov 14

Umgang mit toten Links

Seit Jahren zählt das WordPress-Plugin Broken Link Checker lustig hoch wie sich die von mir verlinkte Internetsphäre verändert. In 11 ½ Jahren sammelten sich bereits einige Links an, von denen viele sowohl nicht mehr vorhanden als auch thematisch obsolet sind.

Ob es der kleine Sammler in mir ist, oder das in meinem Studium inzwischen häufiger mit Zwinkern vorgetragene Leid der ULB Bonn, die Groschenromane von Bastei-Lübbe Verlags archivieren zu müssen: „Zur heutigen Zeit mag es vielleicht wissenschaftlich uninteressant erscheinen, für den ein oder anderen als wertlose Schundliteratur gelten – doch für zukünftige Wissenschaftler mag dies eine enorme Fundgrube sein…“, ganz entfernen möchte ich die Links oder gar die kompletten Einträge dann doch nicht.

2014-11-30
Blogvergangenheit über die Wayback Machine

Ein wundervolles Feature des Brocken Link Checkers, dass die Existenz einer archivierten Version im Internet Archive angezeigt wird, wenn man den Link bearbeitet. Die Ersetzung benötigt zwar weiterhin Denk- und Klickarbeit – nicht wenige URLs werden im Laufe der Zeit von dubiosen Linkfarmen übernommen – ermögtlich jedoch den Erhalt von Kontext.

Und nach all der Zeit in den Fundstücken von damals zu wühlen, kann durchaus alte Schmuckstücke erneut in den Fokus rücken oder einfach ein Schmunzeln auf die Wangen zaubern. So wie bei mir heute Betty Chus Angorahäschen, wenn das mal keine Real-Live Tribbles sind ;).

Unschöne tote Links sind jene, die es nichts in die Wayback-Maschine des Internet Archivs geschafft haben, z.B. die depublizierten Artikel deutscher öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten. Seiten zusätzlich mit Onlinedienste wie WebCite oder Archive.today zu verlinken, auf dass sie archiviert werden oder dieses beim Internet Archive anstoßen, ist nach deutschem Recht schätzungsweise ein riesiges No-Go. Schade…

Update 2014-12-01: Ganz spannend in diesem Kontext das kürzlich (25.11.2014) bei iRights.info erschienene Interview mit Rick Prelinger über das sein Filmarchiv und in diesem Kontext auftretende Probleme mit Urheberrecht und Lizenzen.


07
Apr 14

Feed-induzierte Verknüpfungen

Eigentlich schlafen wollen – und dann ist da dieses Buch auf dem Nachtisch – und es schreit „Lies weiter!“. Ganz vernünftig habe ich es liegen lassend und doch, die Gedanken verselbstständigten sich und woben Verbindungen. Hier eine Verknüpfung, dort eine Erinnerung an eine Diskussion, die nicht passender hätte sein können.

Der vergangene Grund des Weiterlesen-Wollens war M.T. Andersons „Feed„. Eine Satire, eine Dystopie, eine Liebesgeschichte, Coming-of-Age Story in einer Welt, in der es scheinbar nichts anderes gibt als Konsum… Sehr gut getroffen hat es auch ein Freund: Hat was von Idiocracy und so könnte man sich ein von dummschwätzenden Surferkids – „Dude!“ – genervter William Gibson unter Pseudonym veröffentlichtes Werk vorstellen.

2014-04-07

Andersons Zukunftssprache ist für mich gefühlt einfacher zu lesen als jene in David Mitchells „Cloud Atlas„. Die Lektüre letzteren Buches kann ich all jenen, die Freude an Facetten der englischen Sprache haben übrigens sehr ans Herz legen ;).

Zu „Feed“ und der Sprache, dem Gesellschaftsbild, der Kritik, die das Buch in sich trägt. Der Querverweis zu H.G.Wells großartigem Werk „The Time Machine„, für mich ist es ein weiteres wundervolles Werk, um darüber zu diskutieren, es in Beziehung zu setzen zu anderen Dystopien (Entdeckt habe ich es übringes bei der Semesterliteratur der Bonner Anglisten bei Witsch + Behrendt Bonn / @unibuchwitsch, scheinen also auch andere für die Diskussion zu nutzen ;) ).

Authentischerweise fließt im Text immer wieder mehr oder weniger verständlicher Konsumterror ein. Da zu lange Aufmerksamkeitsspannen ja heutzutage nicht mehr en vogue sind, bringen diese doch eine gewisse Erleichterung in den Lesefluss. ;) Hatten wir gerade noch am Sonntag beim leckeren Brunch: die Aufbereitung von Information à la LeFloid oder „Schrödinger lernt …“ – um noch anspruchsvollere Beispiele zu nennen – „Serien“ oder „Wissensformate“, deren Sinn nichts anderes ist, als die Konsumlust der Eingefangenen in die richtigen Bahnen zu leiten.

Die heutigen Ansätze großer Firmen, uns ausgewählt nur die Dinge zu zeigen, die „uns interessieren“. Passend dazu heute auf dem Medienpädagogik Blog erschienen: „Wie Facebook Informationen filtert„. Ich werde ebenso nicht müde auf Eli Parisers TED-Talk the „Filter Bubble“ hinzuweisen. Sehen, darüber reden und ab und zu nicht die einfache Methode wählen.

Diesbezüglich finde ich den Menschen als Spezies sehr faszinierend. Wie einfach wir einzufangen sind, egal ob gegen besseres Wissen, gegen den Willen…

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Gestern fiel mir auch nochmals der sehr hörenswerten Beitrag von Deutschlandradio Kultur breitbandHer mit neuen Dystopien!“ ein.

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Und als ich gerade so tippte und überlegte welche Dystopien ich schon so gelesen habe, fiel mir auf, dass jene, welche ich auf Papier gedruckt in Händen hielt, mehr in meinem Gedächntnis verankert sind als die eBook-Varianten. Dabei habe ich durchaus sehr gute rein digitale Bücher gelesen. Irgendwie scheinen sie flüchtiger zu sein. Vielleicht brauche ich auch etwas ständig Sichtbares für die besonders bewegenden Werke. Vllt. in der Art der Leserin?

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Von der einen Vernetzung werde ich mich jetzt direkt in eine andere Vernetzung stürzen. Auf meinem To-Read-Stapel liegt „Erfindet euch neu! – Eine Liebeserklärung an die vernetzte Generation“ von Michel Serres. Das Werk wurde von einer meiner Professorinnen mit sehr viel Leidenschaft empfohlen. Die Neugierde war geweckt und die Bibliothek meines Vertrauens hatte es sogar im Bestand.


08
Sep 13

Social Media, Marketing… abschweifende Gedanken

Zum Einschlafen sollte ich wohl keine interessanten Podcast-Episoden hören, sonst geht es mir wie gestern. Die Zeit schreitet voran und in meinem Hirn bilden sich neue Verknüpfungen, Ideen und Bedürfnisse. An sich ist das ja nichts Schlechtes. Im Gegenteil, sonst würde ich wohl jetzt nicht hier sitzen und eifrig in den Editor tippen.

Auslöser war der DRadio Wissen Online Talk „Die große Langeweile“, in dem Julius van de Laar, Christian Marx und Adrian Rosenthal mit Daniel Fiene (@fiene) und Herr Pähler (@herrpaehler) über den mehr oder weniger stattfindenden Bundestagswahlkampf diskutierten. Eigentlich ging es in dem Gespräch mehr um Social Media und wie die Werkzeuge Twitter, Facebook, Blog und Co. eingesetzt werden könn(t)en.

Hellhörig wurde ich bei den Gedanken von Christian Marx zum Thema Nutzung der Tools zur Kommunikation (~13:37). Er beschriebt unter anderem das Phänomen, dass für Werbezwecke ein Blog oder Twitter-/Facebook-Account angelegt wird, der nach einer bestimmten Zeit dann jedoch brach liegt. Und dazu fielen Worte, die ich sicherlich noch gut gebrauchen werden kann.

Eines der Ziele seiner Organisation politik-digital.de ist es, das Internet zur nachhaltigen Kommunikation zu nutzen. Und das heißt u.a., Twitter, Facebook, Blog und Co ist kein Marketing-Tool, sondern sollte ein Baustein in einer breiten Kommunikationskampagne sein.

Von da aus flogen dann die Gedanken. Tief im Hinterkopf erinnerte ich mich (leider nur sehr vage) an einen Artikel/ einen Podcast/ ein Gespräch (?)1 in dem es darum ging, das Social Media (angewandt in einer Firma) eine bestimmte Kultur voraussetzt und auf der anderen Seite die Kultur auch verändert, wenn man es tatsächlich als erfolgreich funktionierendes Kommunikationsmittel einsetzen möchte. Oder eher: das volle Potential des Werkzeuges nutzen möchte.

Klar, man kann es auch als einfachen Multiplikationskanal sehen – „Noch mehr Audience für das, was ich senden möchte. *händereib*“ Wo ich wieder bei der Langeweile wäre (Der politische Betrieb eignet sich diesbezüglich wunderbar als Anschauungsobjekt, z.B. in der Diskussionsrunde „Überzeugt uns! – Der Politiker-Check„) und von dort ganz schnell zu einer Diskussion zum Thema Kultur, Erwartungen, Kommunikation abdriften könnte.

Ist das ein Teil des digitalen Grabens? Ist das ein Ding der Generationen – der Sozialisierung? Wenn ich diese Werkzeuge benutze, möchte ich meinem Gegenüber auf Augenhöhe begegnen und ihn nicht für dumm verkaufen. Es ist eine tolle Möglichkeit Wissen, Ideen oder Gedanken auszutauschen.

Die Neuronen flimmern weiter und passend zum Thema las ich @AnsgarSkodaBericht vom 4. Social Media Kongress in Köln, bei dem am 28. und 29. August bekanntere Marken jenseits der „Was mit Journalismus/Internet“-Branche ihre Gedanken und Strategien zum Thema vorstellten. Solchen Veranstaltungen stehe ich eher reserviert gegenüber, doch dort einmal Mäuschen spielen dürfen, um eine Idee zu bekommen, wie weit die Ökonomen,  Marketingleute, Wirtschaftspsychologen und anderen Spezialisten das Spiel schon für sich erschlossen haben, ist nicht uninteressant.

Und dann lande ich gedanklich in der Sackgasse Kommerzialisierung. Und fürchte mich irrationalerweise vor einer Gesellschaft, wie sie in Idiocracy beschrieben wird – wo ich doch wohl eher in einer Schönen neuen Welt lebe.

 


  1. da merke ich mal wieder wie abhänig ich doch vom Google Reader und seiner Suchfunktion war :( []

20
Mai 13

Geburtstag verpasst

Jetzt habe ich ihn doch glatt verpasst, den 10. Geburtstag meines kleinen Blogs. Zehn lange Jahre liegt er schon im Netz, die letzten davon sträflich vernachlässigt.

Eine Menge Links habe ich gesammelt in den aktiven Phasen (643 davon sind inzwischen in irgendeiner Form fehlerhaft)… die ein oder andere Anleitung zu LaTeX oder WordPress geschrieben, Webentwicklungszeug notiert, Programme oder Erweiterungen vorgestellt und Spiele. Die Lifehack-Phase mitgemacht, meinen Desktop verschönert und ganz viel anderes, nicht wirklich erwähnenswerte Zeug.

Der weblog.netzgeschaedigt, wie er früher einmal hieß, lief damals noch auf Greymatter – bis das ebenfalls 2003 entstandenen WordPress – erstes Release laut Wikipedia am 27. Mai ;) – mich lockte und ich wechselte. Schon bemerkenswert, wie die Nutzbarkeit und all das drum herum sich seit damals verändert hat.

Dankeschön für 10 Jahre. Mit dir habe ich viel gelernt! Viel Spaß gehabt und dir viel anvertrauen dürfen. Das Wissen schlummert nun zwischen gestorbenen Links und entfernten Bildern. Denn das Netz ist bunter geworden, größer, bewohnter – aber auch kontrollierter, reglementierter, einseitiger, unsicherer. Nicht wegen Rechtlosigkeit – sondern einer Rechteindustrie, die mir „Angst macht“.

„Die Freiheit besteht darin, daß man alles das tun kann, was einem andern nicht schadet.“
Matthias Claudius, aus Artikel 4 der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte 1789

Wie lange mag es wohl dauern bis unsere Gesellschaft bezüglich der noch so jungen digitalen Welt gemeinsame Werte entwickelt, Konsense findet? Kann die Angst vor der unstrukturierter Masse von Informationen und Fehlinformation jemals überwunden werden? Werden wir es schaffen, den Weg der Spaltung in noch privilegiertere Schichten und den abgespeisten Rest zu verhindern? Reglementiertes Brot, Säue durchs Dorf und Spiele für die unmündig gehaltene Masse oder tatsächliche Chancengleichheit und eine Weiterentwicklung der Gesellschaft durch Bildung?

Glücklicherweise ist in dieser Welt nichts nur schwarz-weiß. Und noch habe ich die Freiheit, meine Gedanken, meine Entdeckungen und Frage in meinem kleinen Blog zu verewigen.

PS.: Wer sich wirklich den Anfang antun möchte, 2003/05


15
Nov 12

Gedanken zur gestrigen Podiumsdiskussion „Shitstorms, Likes und die Macht der Suchmaschinen – wie digital leben wir?“

… gesammelt auf Totholz während der Bahnfahrt nach Hause ^-^.

Die Podiumsdiskussion zwischen Markus Beckedahl und Falk Lüke, Dirk Kurbjuweit, Dr. Mandy Rohs und Prof. Dr. Hartmut Ihne fand gestern, moderiert von Dr. Isabell Lisberg-Haag im Zuge der Reihe „Auf dem Sofa…“ in der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg statt.

Eine spannende Diskussion. Immer wieder auftauchende Schlagwörter: AnonymitätPseudonymitätIdentität. Lustigerweise, sind mir diese gestern schon in verschiedensten Kontexten über den Weg gelaufen.

Schön fand ich, dass der Umgangston selten gereizt klang (zumindest vordergründig). Und sehr schade, dass die Veranstaltung nicht aufgezeichnet wurde.

Während der Veranstaltung fragte ich mich in manchen Moment, ob Kurbjuweit vielleicht einmal zu oft in solchen Runden Gast war (und einfach genug von solchen Diskussionen hatte) – oder eingeschnappt, dass Beckedahl mehr mit Aufmerksamkeit beschenkt wurde, wurde doch nebenbei auch das Buch „Die digitale Gesellschaft“ vorgestellt, welches er zusammen mit Lüke publizierte.

Ein Gedanke, der mir während einer von Ihnes philosophischen Einwürfen in den Kopf kam: Die Diskussion geht zwar um Gesellschaft und Zivilisation, streifte jedoch nur ganz kurz den Begriff „Raum„.

Ich erinnere mich leider nicht mehr genau daran, ob es Lüke oder Beckedahl war, welcher die Aufweichung von (politischen) Grenzen durch das Internet ansprach. Ein Halbsatz der fiel während der Diskussion um Facebook, dem „demokratischen“ Prozess bei Änderungen der AGB der Problematik der Umsetzbarkeit, der allgemeinen Problematik der demokratischen Möglichkeiten mittels des Internets und Zivilcourage.

Während Ihne und Kurbjuweit sich für Identifizierbarkeit aussprechen, da es den demokratischen Grundregeln nicht entgegen stände, scheinen sie aus einer anderen Perspektive als Beckedahl und Lüke zu blicken. Die Forderung nach Identität als Grundlage für den Aufbau von Ziviliation. Ich frage mich, ob der Mensch, der dafür benötigt würde, überhaupt existiert – bzw. wie viel Prozent der Menschen diesem Bild entsprechen. Wäre es nich notwendig, dass der Mensch sich dafür von Angst & Scham befreite?

Lustigerweise habe ich in den letzten Tagen in einem ganz anderen – und doch verknüpften – Kontext das Thema Anonymität vor Augen gehalten bekommen. Im Zuge der Vorbereitung für meine Präsentation für die Weiterbilungsbeauftragten der Bibliotheken machte mich Edlef Stabenau mehrfach auf die Erfahrungen von Michael Stephens aufmerksam, welcher vor kurzen einem spannenden und mitreißenden Vortrag „Learning Everywhere“ im Rahmen der Zukunftswerkstatt hielt: Dieser betonte mehrfach, wie wichtig die Möglichkeit von Anonymität im Kontext von Online-Lernprogrammen ist, da es denn Nutzern die Freiheit gibt, zu kommen und zu gehen ohne unangenehme Folgen zu befürchten.1

Dazu purzelt der Gedanke: Im Sandkasten – also dem realen, da draußen in der Welt – sind wir auch anonym, zumindest die Kinder werden es zu Anfang sein, es spielt erst einmal keine Rolle, wer das andere Kind ist. Spielen und dabei passiert auch immer Lernen: Soziale Interaktion, motorische/physische Fähigkeiten werden eingeübt. Okay, da lande ich wohl schnell beim Confirmation-Bias ^-^“. Ich will, dass es passt, also wird der Gedanke passend gemacht.

Dennoch: Braucht das Netz nicht genauso beides? Einen anonymen Sandkasten, in dem wir ausprobieren und lernen können, in dem wir uns nicht schämen müssen, wenn etwas mal nicht klappt? Und gleichsam das „erwachsene Forum“, in dem diskutiert wird, von angesicht zu angesicht (so wie von Ihne zitierten in der Antike? Oder führt das nur wieder zu Spaltungen, wie wir sie heute – wie auch führer schon – sehen können (mir kommt hier z.B. das Schulsystem, Gehälter, der digital Gap in den Kopf) und die so schon eine Herausforderung darstellen?

Wo ich meine, eine Konsens gehört zu haben, war letztendlich im Punkt der Aufklärung, der Bildung. Dass es notwendig ist zu diskutieren um die Gesellschaft voranzubringen und die Werte (dieser Begriff fiel, wenn ich mich recht erinnere gar nicht – ich füge ihn hier jetzt einfach mal frei ein) für eine andere Welt zu entwickeln, eine Welt die sich so schnell geändert hat und die uns vor so viele Herausforderungen stellt. „Aufklärung 2.0“ betitelte dies Ihne.

Und an diesem Punkt finde ich es schade, dass Frau Dr. Rohs so selten zu Wort gekommen ist. So wie ihre wenigen, sehr differenzierten Sätze klangen, hätte sie die doch sehr männlich dominierte Runde bestimmt um einige Dimensionen erweitern können.
Problematisch wäre dann natürlich gewesen, dass die Komplexität noch um einiges gewachsen wäre. Schon so wurden viele unterschiedliche Bereiche angesprochen, angeschnitten (Verantwortung und Identität, Transparenz, natürlich auch das Urheberrecht, und auch die digitale Kluft). Auf der anderen Seite ist es eben das: komplex. Alles ist verknüpft. Wie Rohs es andeutete (leider nur noch grob in meiner Erinnerung): Das Internet ist immer da, es sind wir. Mit einer Geste auf das vor ihr liegende Mobiltelefon ;).

Jetzt bin ich ganz von dem abgekommen, was mir eigentlich noch durch den Kopf ging, den Räumen.

Anonymität wird dort gefordert, wo der Nutzer das Gefühl hat, dass in seinen privaten Raum eingedrungen wird, so scheint es mir. Natürlich fiel das Beispiel von unpassenden Photos auf Facebook. Dazu ein Einwurf von Rohs, dass Studenten, die unter Klarnamen in einem ihrer Seminare oder Kurse offen ihre Photos auf Facebook veröffentlicht hatten, eher desinteressiert wirkten („Na und“), als sie sie darauf ansprach. Und da ist sie, die Frage nach dem Raum. Was ist das für ein Raum, wo sind die Grenzen und wo liegt die Verantwortung?

Ein Gedanke Ihnes, … leider fehlt mir genau hier das, was es genau war, das bei mir folgenden Gedanken entstehen lies: einige der von Ihne gemachten Annahmen scheinen zu vergessen, dass Menschen nun einmal neugierig sind. Dass es ganz natürlich ist und uns letztendlich zu dem gemacht hat, was wir sind, bzw. die Dinge hat erschaffen lassen. Was dann wiederum zu einer Frage des Menschenbildes wird und am Ende bleiben wiederum mehr Fragen als Antworten.

Einhergehend mit der Vielfältigkeit des Menschens existieren unterschiedliche Interessen, die gegeneinander abgewogen werden müssen. Im Falle einer Firma, die sich z.B. über ihre Bewerber im Netz informiert, könnte man ja auch sagen: „Netzaktivitäten sind primär privater Natur und wir überlassen dem Menschen diesen Raum, so wie wir ja auch nicht abends durch die Gaststätten ziehen und schauen, wer da besoffen in der Ecke hängt.“ Nicht dass dies so einfach ginge, denn im Internet existiert keine Trennung des Raumes. Oder nur bedingt – es ist ja durchaus möglich, private Informationen privat zu halten und gezielt Informationen zu streuen, die eher ein professionelleres Bild zeichnen wollen.

Und da bin ich dann wieder bei der Bildung. Die bösen Wörtchen Medien- und Informationskompetenz… ein langer, spannender Weg :)

Neugierigen mag ich den Blogbeitrag zur Podiumsdiskussion von Herrn Prof. Kaul ans Herz legen, in welchem noch viele bei mir nicht erwähnte Punkte der Veranstaltungen aufgeführt werden.


  1. STEPHENS, M., CHEETHAM, W.. The Impact and Effect of Learning 2.0 Programs in Australian Public Libraries. Evidence Based Library and Information Practice, North America, 7, mar. 2012. Available at: <http://ejournals.library.ualberta.ca/index.php/EBLIP/article/view/11728>. Date accessed: 15 Nov. 2012. []

12
Mrz 05

Fan-Sein & Ansprüche von Außen

*traurig schaut* Ich hasse es, wenn ich mir durch was auch immer mir wichtige Artikel, die ich gerade geschrieben habe zerstöre. Jener, den es gerade betrifft, wäre wichtig gewesen. Wichtig für mich. Es war ausnahsweise mal wieder etwas ernstes, zum nachdenken. Jetzt bin ich traurig und wütend und muss zusehen, dass diese hilflosigkeit nicht in Hass umschlägt. Hass auf meine Unfähigkeit.

Leider bin ich nicht in der Lage, das, was ich geschrieben habe, zu reproduzieren. So ist das mit meinen emotionalen Texten. *traurig schaut*

Es ging um Fan-Sein. Um fanatisch sein und um Ansprüche von Menschen im Netz bezüglich privater Projekte. Ich habe dies mit der crazylounge erlebt und nun das erste mal mit der Reiterhof Dreililien Fanseite. Ich nehme mir Kritik zu Herzen, selbst wenn sie destruktiv ist und von Menschen ausgeht, die offensichtlich ein anderes Weltbild als ich haben. Das meine ich jetzt nicht in jenem Sinne, dass ich Leuten, die ein anderes Weltbild als ich haben, schon vom Prinzip her nichts glaube – aber es gibt jene, die einfach ganz andere Dinge erwarten, als ich bereit bin zu geben und da sollte ich mir das ganze nicht zu Herzen nehmen, ganz einfach, weil derjenige nicht meine Maßstäbe anlegt und mich seine sowieso nur vernichten können. Ich kann es nicht besser erklären. Ich mag nicht oberflächlich klingen und auch nicht arrogant – eher bin ich sehr egozentrisch und beziehe alles auf mich und mache mir viel zu viele Gedanken darüber, was andere denken und wie das, was ich mache, auf sie wirkt … Zwar habe ich ingeheim den Anspruch, dass meine Seiten perfekt sind, auf der anderen Seite gehe ich auch davon aus, dass sie es nicht sind. Daher verspreche ich auch nichts – hoffe ich zumindest. Dennoch wird einem Enttäuschung entgegengebracht, wenn mein (privates) Internetangebot – welches ich auf meine Kosten und mit meiner Zeit aus Spaß an der Freude erstellt habe – nicht den Erwartungen anderer Entspricht.

Warum lasse ich mich in die Rolle des Dienstleisters schieben? Oder bin ich dies automatisch, sobald ich ein Wort ins Netz stelle? Jemand, der meine Seiten besucht, für die er weder etwas bezahlt, noch dass ich ihn aufgefordert hätte, sie zu besuchen, kann doch eigentlich kein Recht haben, etwas geboten zu bekommen? Es ist doch nur eine freiwillige Gabe meinerseits, die ich nach meinem Gutdünken und mit meinen Mitteln anbiete – solange ich das will. Hmm..

Ein weiterer Punkt, den ich ansprach. Wieso zählt eine schlechte, eine destruktive Kritik, zwar mit Grund, aber nicht wirklich mit Rückhalt – denn ich habe darauf hingewiesen, dass nichts komplett ist – so viel mehr, wieso lässt sie mich aufschrecken, als die zehn guten?

Ich bin traurig.


23
Jan 05

‚die Falschen kriegen die Kinder‘

„In Deutschland kriegen die Falschen die Kinder“. Ein Artikel der Tagesschau.

Ich muss promt an „Der Report der Magd“ von Magaret Atwood denken. Ein lesenswertes Buch über eine etwas düstere Zukunftsvision. Es wird eine sehr zweigeteilte Gesellschaft geschildert, in der Mägde u.A. die Gebährmaschinen für die reichen Herrschaften sind, denen sie unterstellt sind. Ein geselschaftskritischer Roman, der mich auch sprachlich überzeugt hat, wenn ich mich recht erinnere Ist schon ein Weilchen her, dass ich ihn gelesen habe. Wer sich für die Geschichte interessiert, sollte auf jeden Fall das Buch lesen. Die Verfilmung ist grottenschlecht und legt wesentlich mehr Wert auf irgendwelche Geschlechtsakte, als auf die eigentlichen Aussagen der Autorin.

Siehe auch Das Königreich Atlantis, Noch ein letztes Mal


21
Jan 05

Geschützt: Universager – Versager?

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20
Jan 05

In-den-Arm-nehm-Tag

Einfach so, in den Arm nehmen … Menschen, die einem wichtig sind. Hinschauen und hinhören, … und vielleicht, einen Moment lang, nicht an sich selbst denken. Mein „In-den-Arm-nehm-Tag“, jeden Tag auf’s neue … *traurig schaut* damit alle, die mir wichtig sind, das auch spüren. Denn es ist ein gutes Gefühl, dies zu wissen.


15
Jan 05

Eine Ära geht vorbei … oder so

Ich habe meine beiden jetzt.de-Accounts gelöscht. Ist zwar schade um die Krizelbilder, wobei ich sie natürlich alle auf meinem Rechner habe, aber irgendwie steht es mir hier mit der Seite und ich boykottiere sie entgültig. Nicht nur, dass sie Frames einsetzt, dauernd aktualisiert und ohne JavaScript fast nicht zu besuchen ist, jetzt stört sie sich daran, dass ich keine Referrer mitschicke. Es nervt mich. Außerdem, was bringen mir diese Online-Communities, in die ich nur Zeit reinstecken muss, damit mich überhaupt jemand beachtet.

Aber darum geht es ja. Wir alle wollen schließlich beachtet werden. In Communities, in Webringen, in lockeren Linkfreundschaften hat es sich irgendwie eingependelt: Ich besuche dich, du besuchst mich, wir verbringen gegenseitig ein bißchen Zeit auf der jeweils anderen Seite, dann fühlen wir uns beide nicht einsam. Erstaunlich, wie gut es funktioniert. Ich erinnere mich an die Entstehungszeit der Crazylounge. Damals war es unter den Web-Teens das Gästebuch-Hopping, neben den Webringen, die eine „Ich besuche dich und du besuchst mich“-Verpflichtung aufgebaut haben. Aber was rede ich da, von wegen Verpflichtung. Manchmal, hatte man Glück, und die Seiten, die man besuchte, waren wirklich ganz nett. Vielleicht nicht wirklich interessant, denn seinen wir mal ehrlich, wenn interessiert schon, über was ich hier und heute wieder meinen Senf ablasse, oder wie toll doch meine 25. poetische Anwandlung über denn Sinn des Lebens ist. Ganz realisitisch betrachtet. ;) Natürlich gibt es (manchmal) auf Seiten interessante oder nützliche Dinge. Und wenn jemand entdeckt hat, dass dem so ist, freut er sich tierisch, weil das, was er geschaffen hat, vielleicht doch nicht ganz so unnütz ist. Aber vielleicht schließe ich hier fälschlicher Weise von mir auf andere.

Ich bin mir dieser Tatsache durchaus bewusst und versuche gerade deswegen nur für mich zu schreiben, aber ich wäre kaum Mensch, würde mir diese gelingen. A propos Mensch sein, erinnert mich irgendwie an den wunderschönen Blog-Eintrag über die sieben Totsünden des bloggens, oder so ähnlich. Ich muss sagen, ich bin froh, dass es sie gibt, ansonsten wären alles, was es da so zu lesen gibt, stinklangweilig. Ich muss zwar zugeben, dass es auch hier ein Maß der guten Dinge gibt, aber nur objektive und sachliche, wunderschön geschriebene und informative „Artikel“ zu lesen, wäre – nein ist mir auf Dauer zu langweilig. Abgesehen davon, wiederholt sich in der Blogwelt alles und ständig – schöne neue Welt.

Aber innovativ sein, ist nicht einfach. Neues zu entdecken, wo schon so viel entdeckt wurde ist schwierig. Also kann man es so wie die Wissenschaft halten, man geht immer mehr ins Detail. Nicht mehr die großen Dinge sind interessant, … Vermerk an mich selbst: „Der Gott der kleinen Dinge“ lesen … ach was schreibe ich da.

Nichts desto trotz stelle ich mehr und mehr fest, wie wenige Seiten ich finde, die wirklich mehr bieten, als eins zwei Bereiche. Die mich rundum zufrieden stellen, die abwechslungsreiche Themen anbieten. So etwas findet man dann doch wieder nur in Communities, dort wo viele unterschiedliche Menschen sind, die unterschiedliche Dinge haben, die ihnen wichtig sind. Und dort schließt sich mein Kreis …

Wo war der Faden, was wollte ich sagen? Ich weiß es gar nicht. Ist das so schlimm? Vielleicht, wenn ich dies noch einmal lese, morgen oder übermorgen, entdecke ich eine neue Wahrheit – für mich!


10
Jan 05

Neues Aussehen – endlich auch für den IE

Ich gebe zu, ich habe mich von den momentanen „Trend-Vorhersagen“ von Forty Media inspirieren lassen und bin ein wenig in den Wicked Worn Look gerutscht. Wobei – das hier ist schon eine graphische Meisterleistung für mich Hungerkünstler. Vor allem war es ein Akt, bis das ganze im Internet Explorer so ausgesehen hat, wie mit meinem Lieblingsfüchschen. Lag nicht zu letzt an Fehlern von mir und der Falschdarstellung des Microdoof Hausbrowsers was PNG’s angeht.

Wenn ich darüber nachdenke, muss ich irgendwie an alte Zeiten denken, in denen der IE mit all seinen CSS-Möglichkeiten der fortschrittlichste Browser war für meine kleine Wenigkeit und ich und meine Leidensgenossen über den Netscape Communicator 4.x gestöhnt haben. Nur zu gut erinnere ich mich daran. Tja, die Zeiten haben sich irgendwie geändert. Der IE schippert mehr und mehr ins Abseits mit seinem etwas überalterten Auftreten, seiner Unflexibilität Ich frage mich, wie ich einmal ohne Tabbed Browsing auskommen konnte ^-^.

Und wenn ich dann sowas lese *sz*, vielleicht wiegen sie sich in Sicherheit, denn die Welt der nicht ganz so bewanderten Computeruser liegt ihnen zu Füßen, meinen sie. Aber gerade was neuere CSS-Standarts angeht, sieht der IE doch bald uralt aus und man muss extra für ihn eine eigene Stylesheet-Version erstellen, damit er sie auch lesen kann. Die CSS-Brille für den IE *g* – ok, meine bescheidene Meinung und wenn man es genau liegt, sind das ja auch alles nur Entwürfe.

Wie damals bei Netscape werde ich wohl weiterhin in den sauren Apfel beißen und meine Seiten so gestallten, dass man sie auch mit dem IE lesen kann, jedoch mehr und mehr damit leben, wenn es dann mit dem IE nicht ganz so toll aussieht Wie z.B. jetzt schon mit den abgerundeten Ecken.

Nachtrag Wo ich gerade dabei bin … kleine Fehler der CSS-Darstellung des Internet Explorers [via csshilfe].


12
Dez 04

Raus aus dem Internet

Dinge, die ihr tun solltet/ könntet, anstatt eure Zeit im Internet zu verbringen – euch ins Internet zu flüchten:

  • Plätzchen backen (Vor allem, wenn ihr Kinder habt! Mit euren Kindern backen!)
  • Schlittschuhlaufen gehen (Vor allem, wenn ihr Kinder habt!)
  • Fensterbilder basteln (Überhaupt, wenn ihr Kinder habt, basteln ist angesagt!)
  • Weihnachtspost schreiben, und zwar per Hand und auf Papier. Dafür vielleichts selbst Karten malen oder abzeichnen oder basteln (Jeder kann Sterne ausschneiden, als Schablone kann man Plätzchenformen verwenden!
  • Mit Freunden über den Weihnachtsmark gehen
  • Weihnachtslieder einüben für den Weihnachtsabend (Vor allem, wenn man Kinder hat, gemeinsam singen, vielleicht noch mit Instrument)
  • Lest mal wieder ein Buch!! Z.B. die Weihnachtsgeschichte von Dickens.
  • Kauft eure Geschenke nicht online!! Bastelt vielleicht mal was. Auch wenn es nervig ist, stürzt euch in den Weihnachttrubel und beobachtet die Menschen. Geht gelassen an die Sache, ohne Stress und Hektik und wenn euch Leute stressen wollen, dann steht drüber und lasst sie vor!
  • Geht im Wald spazieren, Frische Luft tanken. Und wenn Schnee liegt, fahrt Schlitten!
  • Kocht eurer Frau/ eurem Mann ein richtig schönes Candle-Light-Dinner. (Kinder vorher bei Oma/Opa/Tante… abliefern) und dann ein Abend für zwei
  • Wenn ihr noch etwas für Job/Schule/Studium zu erledigen habt, was ihr gerade aufschiebt und ihr nicht daran denken wollt und euch deswegen mit dem Internet ablenkt. Macht es!!! Sofort und danach könnt ihr die Zeit genießen, habt nicht immer ein schlechtes Gewissen und bekommt auch keinen Ärger, weil es nicht fertig wird!
  • Organisiert eine Weihnachts (oder auch Antiweihnachtsfeier, falls ihr Weihnachtsmuffel seid) für Freunde, jeder bringt was mit, dann wird es auch nicht so teuer!
  • Geht ins Kino! Z.B. in Die Unglaublichen oder Die fetten Jahre sind vorbei
  • Macht Sport!!

Und hört auf zu jammern, dass ihr keine Zeit habt und alles so anstrengend ist. Ihr habt die Zeit, wenn ihr sie euch nehmt. Denn in 80% der Fälle ist alles nur aufgeschoben und verplempert. Also werdet effektiv und verschwendet eure Zeit nicht damit, im Internet herumzuhängen. Habt ihr euch mal überlegt, was ihr hier eigentlich macht? Vielleicht ist es interessant in anderer Leute Leben herumzuschnüffeln, aber seid mal ehrlich, wie sehr erfüllt euch das, was ihr hier tut? Was bringt es euch wirklich, dreizig Meinungen zum Thema Pisafragen oder den neuen Wörtern des Jahres gelesen zu haben?? Und wenn ihr schon so süchtig seid, dass ihr nicht mehr ohne Internet könnt, dann beschränkt es. Und dann verringert die Zeit und fangt wieder an zu leben. Die einzige Ausrede, die wirklich eine ist, wäre, dass euer Job davon abhängt, weil ihr Internet-Journalist/Webdesigner oder was auch immer seid. Dann müsst ihr euch mit dem Medium auseinandersetzten… aber ansonsten, kümmert euch um eure Kinder, euren Partner, eure Freunde! Geht raus! Und wenn ihr nur Online-Freunde habt, dann solltet ihr jetzt darüber nachdenken, ob ihr euch nicht lieber mal offline trefft! Euch Briefe schreibt oder telefoniert! Fangt an, euch ein reales Leben aufzubauen! Das ist nämlich wesentlich erfüllender weil ihr die Zeit sinnvoll nutzt. Ihr könnt neue Dinge dazu lernen, ihr könnt neue Kontakte knüpfen und ihr seid Abends ausgelastet und euch ist nicht schummerig, weil ich euch schnell durch die Welten des Internets geklickt habt. Ihr seid müde, weil ihr etwas geschafft habt und schlaft viel besser! Und vielleicht habt ihr dabei noch einen Menschen glücklich gemacht, weil er Post bekommen hat – Briefpost!
Und hört auf zu sagen, ihr habt keine Lust! Ihr wisst doch gar nicht mehr, wie das ist, etwas richtiges zu machen. Mit Händen oder sich zu bewegen! Ihr hängt den ganzen Tag vor dem Computer oder der Klotze, alles andere würde in ‚Arbeit‘ ausarten, weil es nicht so bequem ist. *kopfschüttel* Also tut euch und eurem Umfeld ein Gefallen und brecht aus diesen Gewohnheiten aus.
P.S.: Wenn ihr euch in irgendeinem Punkt zu unrecht beschuldigt fühlt, dann fühlt euch einfach nicht angesprochen. Wenn doch, dann macht was! Ändert etwas! Mehr als in den Arsch treten kann man euch nicht, ihr müsst es selbst durchführen und ihr habt auch die Kraft dafür, müsst nur mal den Hintern hoch kriegen. Mal aufhören immer nur die bequemste Möglichkeit vorzuziehen. Und ihr werdet sehen, ihr werdet Dinge finden, die euch Spaß machen! Viel mehr Spaß als alleine vorm Computer rumzudümpeln!!!


28
Nov 04

Unsicherheit

So viel ist unsicher schreibt Markus Huber. Ein bemerkenswerter Artikel über die Unsicherheit der unter 40-Jährigen, in einer Zeit, in der es nicht genügt, einen guten Abschluss zu haben, in einer Zeit, in der jeder alles und jeder nichts werden kann.
Ein Bedrückendes Szenario, aus dem er, und seinesgleichen, so scheint es, trotz aller Unsicherheiten etwas geschöpft haben: Kreativität und Gemeinschaftsgefühl.

Schwierige Zeiten das, schwieriges Leben für eine unsichere Generation. Aber es fördert auch die Kreativität.[..] Und ich mag es, mit ihnen gemeinsam ein Magazin zu machen. Übrigens eine unsichere Sache, so ein Magazin.

Sie genießen das, was sie haben und bilden ohne Grenzen ihren eigenen Stil aus Ikea und Design.

Sie tragen sauteure Jeans zu Adidas-Schuhen vom Flohmarkt, die Mädchen haben Kelly-Bags um ein Heidengeld, die farblich gut zu ihren H&M-Mänteln passen. Ein modisches Crossover aus billig und teuer, aus Flohmarkt und Tom Ford, aus Ich-habe-im-Moment-Kohle und Ich-habe-im-Moment-keine-Kohle.

Widerstrebend der Gedanke, dass morgen schon alles vorbei sein könnte, denn man weiß nicht was kommt. Das was Markus Huber schreibt, trägt neben der Unsicherheit auch ein wenig melancholische Schönheit ins sich. Etwas besonderes und auch anstrebenswertes in dem Lebensstil der Unsicheren, neue Werte. Vielleicht ist es schwierig, sich neu zu orientieren, wo nichts sicher ist. Doch sie haben die Möglichkeiten, denn sie haben gesehen, dass es funktioniert.
Vielleicht ist das einer der gewaltigen Unterschiede zu jenen, die jetzt um die 20 sind. Ich habe nicht gesehen, dass es funktioniert. Markus Huber schreibt, für die 20er sei das ‚du kannst etwas werden obwohl du nichts bist‘ normal. Für uns macht es das nicht einfacher. Ich fühle mich unsicher, wie ihr euch unsicher fühlt. Doch kommt dazu, dass ich einer Generation angehöre, die sehen konnte, wie ihre Eltern und Verwandten scheiterten, wie alles, wofür sie ihr Leben gearbeitet haben, zusammenbrach, wie sie zusammenbrachen, obwohl sie etwas geleistet haben. In solchen Momenten noch für das zu kämpfen, was man werden möchte, sich fortzubilden, kreativ zu sein – mir fällt es schwer. Wir haben nicht nur den Druck der Gesellschaft auf unseren Schultern lassten. Wir wissen, dass wir es selbst schaffen müssen, dass wir selbst unseren Weg finden müssen, wenn wir etwas erreichen wollen, wir müssen dasSystem eventuell ausnutzen können und bereit sein, auf den Schultern Anderer, rücksichtslos und nur uns selbst in den Mittelpunkt stellend, vorran zu streben. Und bei all dem sind wir allein, denn niemand kann uns wirklich helfen. Ich wünsche dennoch jedem die Kraft, das zu schaffen, was er sich wünscht und nie aufzugeben. Kreativ zu sein und das Beste aus allem zu machen!


05
Nov 04

Blogosphäre und private Seiten

Hmm, nachdem ich ein wenig bei Blogg.de wahllos auf Blog geklickt habe, bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass es doch eine Menge Müll gibt – ok, es war nicht anders zu erwarten, aber ich habe mich noch nie so wirklich selbst überzeugt. Bestimmt 70% der Seiten, die ich besuchte beinhalteten zwischen 2 und 4 Einträgen in einer – wie soll ich es sagen – sehr ausgefeilten und könnte ich in diesem Zusammenhang eloquent verwenden? Ich glaube nicht eleganten Sprache (‚Ick haam dan ssooooo ssüüßßßßßßßßß unnnndd glaubste dat…‘).
Erfreut hat mich, dass ich tatsächlich zwei Seiten gefunden habe, die ich für mich interessant fand. Bin eben etwas plem-plem.
Perlen im Schrott, ich weiß nicht, hat irgendetwas, finde ich. Mir gefällt es und außerdem hatte ich ja seit jeher ein Faible für Farben mit einem hohen Grauanteil *hüstel*
Und das Netzteil fand ich auch irgendwie sympathisch. Mal sehen, wie diese Blogs bei häufigerem Genuss schmecken.
Naja, und nachdem ich mal wieder in anderen ‚privaten Welten‘ herumstöberte, kam wieder das Gefühl hoch, etwas wie die crazylounge im privaten Rahmen neu zu beleben. Aufgebaut auf Greymatter. Aber ich bin mir da noch nicht so schlüssig. Ich habe die Zeit nicht, auch wenn es mir in den Fingern juckt. Und die Zeit, in der meine Generation die ‚Jugend, die das Netz entdeckte‘ ist leider vorbei. Das Internet ist (leider) für (fast) jeden zugänglich und interessant. *sz* C’est la vie.


03
Okt 04

rhythm is it

Nein, nicht nur Rhytmus. Auch Anspannung, Konzentration. Die Fähigkeit, seinen Körper zu spüren in Stille und Musik. Stille zu spüren und den Rest sprechen zu lassen. Für sich selbst, sich selbst verstehen. Ja, manchmal schaffen es, kleine Kinofilme wie Rhythm is it, meine Hoffnung aufkeimen zu lassen oder einfach wieder an andere Dinge denken zu können oder sie zu sehen.

Ein bemerkenswerter Film. Ein Projekt, 250 Kinder und Jugendlichen unterschiedlicher Herstammung, unterschiedlichster Elternhäuser und sozialer Schichten zusammenzubringen. Jugendliche, die schon immer tanzten und Jugendliche, die nie etwas mit Tanz oder Kunst zu tun hatten. Gerade letzter werden portraitiert. Eine Anzahl an Schülern einer Berliner Hauptschule. Es wird gezeigt, wie schwer es ihnen fällt, sich zu konzentrieren, still zu sein, mitzuarbeiten, ihren Körper zu beherschen, wie es nach zwei, drei Wochen härter wird, weil sie es nicht gewohnt sind zu kämpfen, gefordert zu werden, ohne dass man sie aufgibt – zumindest scheint es so. Und wie sie am Schluss durch die Sache selbst belohnt werden und dann sehen, dass sie etwas geschafft haben, das so anders ist, als alles, was sie bis jetzt getan haben.

Wenn ich mich zurück erinnere, an meine sportliche Zeit, an die Zeit, in der ich tanzte und turnte, volleyball spielte und nebenbei noch mit Kindern arbeitete, im Chor sang, auf der Bühne stand mit vielen. Es ist ein überwältigendes Gefühl, dort oben zu stehen. Oder die Macht über den Körper zu haben, etwas auszudrücken. Traurigerweise ist mir dies alles verloren gegangen. Wirklich alles. Auf der Bühne stand ich zwar vor ein paar Wochen, Monaten, aber das war nicht das gleiche. Es war nicht das Gefühl ein Teil eines Ganzen zu sein, bei dem man etwas schaffte, nein, es war ganz anders, ich wollte es nicht, ich fühlte mich nicht wohl.

Aber wie kann man wieder zurück zu dem, nein besser, wie kann man neu beginnen? Ja, es ist die Angst, die mich davor zurückhält, wieder etwas neu zu beginnen, mich in Gruppen zu wagen, die schon lange bestehen, in der ich fremd bin. Dabei war es jeder mal, fremd …

Auf jeden Fall, wenn ihr Lust habt auf einen etwas anderen dokumentarischen Kunstfilm, Programmkino, deutsches Programmkino, wenn ihr dem entstehen etwas besonderes zusehen wollt, mit besonderen Menschen, wie wir alle besondere Menschen sind und ihr bereit seid, euch darauf einzulassen. Es zuzulassen und euch nicht, weil ihr denkt, dass irgendjemand euch deswegen auslachen könntet, darüber lustig zu machen, dann schaut euch diesen Film an. Es kommen ein paar wirklich wichtige Säzte vor. Von Freundschaft und von dem, was man im Leben erreichen kann, dass man Selbstvertrauen haben muss und wie man es bekommen kann – ein bißchen.


07
Aug 04

Arbeitslose Männer, Kinderlose Frauen

Ein Artikel der Tageschau berichtet dar über: Mädchen haben die besseren Noten (arachiviert @ WGvdL.de) und daraus folgt, dass sie die größere Chance haben, später einen Job zu bekommen. Und weitere Studien sagen, dass Frauen, die eine höhere Schulbildung haben erst später oder gar keine Kinder bekommen. Wohin soll das denn führen. Ein Staat, in dem die Frauen das Geld einbringen, gehasst und missbilligt von den Männern, die es nicht ertragen können, dass sie nicht mehr so wichtig sind, die auf der Straße rumhängen und saufen, sich prügeln und da nicht mehr rauskommen?? Na, glücklicherweise wird es so nicht kommen.
Bei der Gelegenheit war ich mal auf der Seite des Bundesamts für politische Bildung (bpb) und war positiv überrascht. Dieser Internetauftritt kann sich sehen lassen, klar strukturiert, übersichtlich, gut navigierbar und auch noch farblich angenehm gestaltet, finde ich. Und nicht zu vergessen, dort gibt es eine Menge Information, gut Artikel und die Broschüren zu vielen Themen. Und nein, politische Bildung muss nicht langweilig sein, dass zeigen diese Artikel und Broschüren, die man – soweit ich das gesehen habe – alle downloaden kann.
Nicht ganz so schön aufgemacht und vielleicht auch nicht ganz so übersichtlich, da die Information eher in Verlinkungen liegt: RUNIC, das Regionalen Informationszentrum der UNO, noch internationaler und mehr der internationalen Problembetrachtung gewidmet, dennoch eine gute Quelle für weitere Artikel im politisch-wirtschaftlich-gesellschaftlichen Bereich.


03
Aug 04

Feminismus, Vatikan und Bild-Berichterstattung

Ich lese gerade „Woran glaubt, wer nicht glaubt?“, ein Dialog zwischen Umberto Eco und dem Kardinal Carlo Maria Martini. Im letzten Briefwechsel stellte Eco die Frage, worin die Gründe liegen, dass die Pristerweihe nicht von Frauen empfangen werden darf. Auch „The DaVinci Code“, den ich erst vor kurzem gelesen habe, greift das Thema Frauen in der katholischen Kirche auf.
Deswegen fiel mir der Bericht ‚Kritik am modernen Feminismus‘ der Tagesschau ins Auge. Und die nachfolgenden Berichterstattungen ^-^ oder eben vorgezogen, wie ich im BildBlog gelesen habe:

» Diesmal war es wirklich eine Exklusiv-Meldung, eine weltweite sogar. Es lag aber nicht an den göttlichen Beziehungen der „Bild“-Reporter. „Bild“ hatte nach Angaben der Katholischen Nachrichtenagentur KNA einfach als „einzige ausländische Zeitung in Rom“ entgegen der journalistischen Gepflogenheiten „die Sperrfrist für die Berichterstattung über den Text gebrochen“.«

Und hier der Arikel: ‚Papst geißelt Feminismus!‘
Auch Telepolis greift das Thema auf, ‚“Was er euch sagt, das tut!“‚ und viel mehr kann man natürlich auch ergooglen.
Na gut, ich muss den Computer mal wieder frei machen. Eine eigene Meinung zu dem Vatikan-Brief habe ich noch nicht, da ich den Text, der wohl am nächsten am Orginial dran (pdf) ist, noch nicht gelesen habe. An sich finde ich es jedoch sehr interessant bis amüsant mir die Meinung der katholischen Kirche anzusehen.


24
Jul 04

Trauer und Tod

Zum Leben gehören Geburt und Tod. Letzterer macht uns ziemlich nachdenklich. Häufig sicherlich, weil wir bemerken, dass es für manche Worte und Dinge, die man machen wollte, einfach zu spät ist.
Habe einfach mal ein paar Seiten gesammelt mit Sprüchen und Zitaten, da ich auf der Suche bin, nach den passenden Worten für die Hinterbliebenen. So etwas findet sich z.B. auf kondolenz.info, festpark, trauer.org, vielleicht hilft auch Trauernetz.de
Mal wieder möchte ich darauf hinweisen, dass man, wenn man Seiten über eine Suchmaschiene sucht, extrem aufpassen sollte, nicht auf Dialer zu stoßen. Gerade Seiten, die bei jedem Link auf das gleiche verlinken, sollten gemieden werden – ich würde mal behaupten, dabei handelt es sich zu 99% um einen Dialer.
Ein recht hilfreicher Artikel vom Umgang mit dem Tod spricht wohl eher logisch das Thema Tod an. Kann aber nicht schaden, sich auch darüber mal Gedanken zu machen.


08
Jun 04

Geschützt: schlaflos

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26
Mai 04

Lernhilfen und Unistress

Sind ja manchmal nicht sooo gut, und gerade bei einem stressigen Studium, wenn gar nichts klappt. Irgendwie hatte ich mir da mal eine Menge Links zusammengesammelt. So z.B. zum Thema Lerntechniken: So eine Seite der TU München über Lerntechniken oder Lerntechniken (für den Englischunterricht) oder die Leitseite Lerntechniken. Wenn man dann die ganze Zeit lernt und am Schreibtisch sitzt, hat man nicht selten Probleme mit den Schultern, dagegen soll Yoga für Schultern und Nacken helfen. Hab ich leider noch nicht ausprobiert, sollte das aber mal dringend machen. Wer allgemein Hilfe braucht, kann es eventuell mal im Beratungsnetz versuchen, ob diese Seite jedoch etwas taugt, weiß ich nicht. Etwas haariger: die Depressionssprechstunde und (Achtung, kann triggern)Tagebuch einer Depression.
Was ganz anderes, die Css-Intensivstation bietet Hilfe und Information für Webmaster. Ein bißchen Weiterbildung in Kunst und Geschichte: das Dante-Projekt und zu guter letzt noch ein bißchen was lustiges kirchlisches ^-^ Wie wäre es mit dem Tanz des Jesus oder vielleicht lieber einen Jesus.Aktion-Figur??


24
Mai 04

Onlinesucht und halbinteressantes

Ich habe ein Talent dafür, Einträge zu schreiben und sie vor dem Eintragen zu löschen *grummel* Und alles geht sooo einfach, mit der dem einfachen Tastendruck von Alt+F4 – anstatt Strg+F4. Na gut. Für alle, die Slim Browser verwenden, man kann auch via Tastatur durch die Tabs navigieren, Tab vor: Strg+Tab, Tab zurück: Strg+Umschalt+Tab, Tab schließen: Strg+F4. Das sind jetzt die Befehle, dir mir spontan einfallen. Besonders praktisch sind sie, wenn man – wie ich das so häufig mache, im Vollbildschirmmodus surft und dann navigieren will, ohne jedesmal wieder F11 drücken oder die Maus in die Hand nehmen zu müssen. faulpelz ^-^“ Na gut, was hatte ich den zu erzählen? Eigentlich nichts. Habe eine Seite über onlinesucht vorgestellt und einen passenden Artikel darüber, das Essen süchtig macht, d.h. es werden die gleichen Gehirnregionen aktiv, wie auch bei Drogensüchtigen. Etwas ganz anderes: Demnächst Where is Read – der Film und da ist Read ^-^ Dann war da noch Khaan – verstehe ich nicht, aber es muss wohl lustig sein, oder könnte. Ich würde mich freuen, wenn mir das einer erklärt *liebschaut* Für Win98 SE Benutzer ist vielleicht dieses inoffizielle Service Pack interessant. Microdoof selbst hat keines herausgegeben. Die Frage ist, ob man dem Service Pack vertrauen kann. *sz* Und der Zettelkasten – sieht interessant aus, das Freewareprogramm. Und für „Schatzsucher“ eine Mapsproject – auch wenn ich nicht glaube, dass man dort einen Schatz finden kann.
Ja, das waren die Links, die ich erwähnen wollte… Nicht soo berauschend. Aber wie sollen sie denn auch berauschend sein, wenn ich keine Zeit habe, sie ausgiebig zu testen. Muss auch so gehen ;)


19
Mrz 04

Geschützt: allein sein

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15
Feb 04

Sonntags morgens

Meine Lieblingstageszeit. Alles still und ruhig, keine Menschen, keine Hektik. Und mal wieder Zeit, sich in den weiten des Webs umzusehen. Außerdem, mal wieder seine Bookmarks auszumisten. Z.b. meine Bookmarks zu Verschwörungstheorien. Nichts tolles, aber naja. Tom Bearden hat ein Perpetomobile erfunden und behauptet, dass es sowas auch schon seit längerem gibt. Bei ihm: Energie aus dem Vakuum. Naja und noch andere (Pseudo?)wissenschaftliche Berichte. Hab sie mir aber nicht genau angesehen. Bin damals über einen Artikel von Telepolis auf diese Seite gelangt. Es ging um Flutsommer, Glutsommer, Blutsommer der 3. Weltkrieg beginnt erst 2004. Und man landet auf elfterseptember.info – natürlich gibt es seit jenem Datum vermehrt Seiten über Verschwörungstheorien. Oh, Mist, ich muss duschen und dann los ^-^


07
Feb 04

hmm – Dreizehn

war gestern mit Betti im Kino. Haben uns dreizehn angesehen. Ich weiß nicht, wie ich zu diesem Film stehen soll. Auf der einen Seite war er sehr fesselnd und gut gemacht, auf der anderen Seite macht genau das mir Schwierigkeiten. Irgendwie triggerte er. :( *traurigschaut* Naja.

Eine Seite über onlinesucht – mag man ja nicht so wahrhaben. Die Seite von Konstantin Wecker – irgendwie kommt es mir überholt vor, wo es das doch gar nicht ist, irgendwie ein Griff aus der Vergangenheit, den 80er Jahren. Aber vielleicht liegt das daran, weil ich ihn mit Reiterhof Dreililien verknüpfe. Hmm.. egal. Mir gefällt meine Seite nicht. Irgendwie sieht sie doof aus :( Zu freundlich, zu lebendig.


06
Jan 04

erste WG Besichtigung

Ich hab’s hinter mir. Die erste WG, die ich besichtigt habe. Die Wohnung war cool und auch das Zimmer, der Preis war ok, die Lage auch. Das Problem, ich weiß nicht, ob ich in die WG passe. Meine Mitbewohner wären dann eine EHWlerin und ein Mediziner. Und naja, ich bin eben doch ein seltsamer Physiker. Und nachdem ich da war komme ich mir richtig komisch vor.

Oh mein Gott, war ich aufgeregt und deswegen habe ich auch totalen Scheiß gelabert :(. Kein wirklich guter Eindruck. *shrug* Nunja, erst einmal abwarten. Morgen schaue ich mir erst einmal die nächste WG an. Das Zimmer ist um einiges kleiner. Na gut, ansonsten, einfach mal schauen. Ich fühle mich irgendwie scheiße, irgendwie so. Ich mag eigentlich nicht in eine WG, in der ich mich von den Leuten her unwohl fühle. Dabei kann man das am Anfang gar nicht wirklich sagen und ich habe fürchterliche Vorurteile gegenüber Leute, die ihr Leben von ihren Eltern finanziert bekommen und Medizin oder EHW oder BWL oder Jura studieren *sfz* Scheiße bin ich bescheuert. Wenn ich Vorurteile habe, dann verhalte ich mich immer gekünstelt und das ist ja nicht wirklich zuträglich.

Auf der anderen Seite, ich bin eben auch ein bißchen komisch und so kriegen es die Leute wenigstens vom Anfang her mit. Das kann auch nicht schaden. Nur wer mag mich denn überhaupt so nehmen, halb-Psycho. *sfz* …

Ich könnte mich totärgern, dass ich so aufgeregt und überdreht war, so total anders als sonst. Bin ja eigentlich eher ein Eigenbrödler, will meine Ruhe haben und so. Ach menno, wollte mal wieder „alles richtig machen“ und das hat es schlimm gemacht. Doofer Perfektionismus.
So und jetzt geh ich schlafen, aber vorher les ich noch ein bißchen in meinem Buch und schaue, dass mein Wecker auch ja anspringt!!


05
Jan 04

Geschützt: Irgendwie fühle ich mich schlecht

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25
Dez 03

Geschützt: ein setlsames Gefühl

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09
Dez 03

Geschützt: wenn ich könnte (evtl. triggernd)

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02
Nov 03

zum nachdenken

eine Geschichte. Den Link habe ich aus einem Forum. Bitte lest sie.


25
Jul 03

Im Netz gefangen …

Erstaunlich, welch Wortspiel. Das Netz als Netz, hat es daher seinen Namen. Auf jeden Fall komme ich nicht raus. Ich muss lernen. Anstattdessen sitze ich vor meinem Rechner und langweile mich in meinem Stammforum. Nebenbei klicke ich mich durch die Gegend und finde jedoch nicht wirklich interessantes.
Heute Morgen war ich schon so weit, dass ich überlegte eine eigene Community, ein eigenes E-Zine aufzumachen, mit Forum, angenehm gestallt, dass sich mit allem möglichen Beschäftigt. Kunst, Kultur, Kirche, Philosophie, Musik, Verschwörungstheorien, Mystik, Popart, Anime, usw. halt irgendwie meine Welt.
Mir gefällt der Gedanke immer noch. Allerdings muss ich ihn mir verkneifen.

1. interessiert so etwas niemanden.
2. habe ich dazu keine Zeit
3. wäre es nicht wirklich gut für meine „Onlinesucht“

*kopfschüttel* *heul* und jetzt? *ggggrrr* bin ich am überlegen, was ich mache. Ich müsste den Rechner ausschalten, müsste lernen und doch, sobald ich ihn ausgeschaltet habe, habe ich das Bedürfnis, ihn wieder anzuschalten. Flucht, Sucht, Ablenkung, ein bißchen eingebildete Wärme. All das.


13
Jul 03

Langeweile

Sonntag Abend. Natürlich könnte ich aufräumen, oder lernen. Aber wie soll es anders sein, ich kann mich nicht von dem Kasten losreißen. Also schreibe ich schnell noch eine Mail und klicke mich ein bißchen durch das Netz, auf dass ich vielleicht eine Seite finde, die nicht ganz so langweilig ist.
Ich habe irgendwie bemerkt, dass ich ein großes Problem mit der Aufmerksamkeit habe. Ich kann Seiten nicht komplett durchlesen, ich überfliege sie. Liegt es daran, dass die Sachen über den Bildschirm flimmern? Ich weiß nicht. Eigentlich bietet mir das Netz eine schier unendliche Wissensquelle. Die Frage hier „Was kann ich glauben?“. Prinzipiell bin ich skeptisch. Ich glaube, ich will nicht glauben. Und entgültig wissen kann man eh nicht, also bleibt meine Meinung undifferenziert. Und ich kann nicht schreiben, ich will nicht schreiben, ich will … – ich weiß es nicht.