03
Okt 04

rhythm is it

Nein, nicht nur Rhytmus. Auch Anspannung, Konzentration. Die Fähigkeit, seinen Körper zu spüren in Stille und Musik. Stille zu spüren und den Rest sprechen zu lassen. Für sich selbst, sich selbst verstehen. Ja, manchmal schaffen es, kleine Kinofilme wie Rhythm is it, meine Hoffnung aufkeimen zu lassen oder einfach wieder an andere Dinge denken zu können oder sie zu sehen.

Ein bemerkenswerter Film. Ein Projekt, 250 Kinder und Jugendlichen unterschiedlicher Herstammung, unterschiedlichster Elternhäuser und sozialer Schichten zusammenzubringen. Jugendliche, die schon immer tanzten und Jugendliche, die nie etwas mit Tanz oder Kunst zu tun hatten. Gerade letzter werden portraitiert. Eine Anzahl an Schülern einer Berliner Hauptschule. Es wird gezeigt, wie schwer es ihnen fällt, sich zu konzentrieren, still zu sein, mitzuarbeiten, ihren Körper zu beherschen, wie es nach zwei, drei Wochen härter wird, weil sie es nicht gewohnt sind zu kämpfen, gefordert zu werden, ohne dass man sie aufgibt – zumindest scheint es so. Und wie sie am Schluss durch die Sache selbst belohnt werden und dann sehen, dass sie etwas geschafft haben, das so anders ist, als alles, was sie bis jetzt getan haben.

Wenn ich mich zurück erinnere, an meine sportliche Zeit, an die Zeit, in der ich tanzte und turnte, volleyball spielte und nebenbei noch mit Kindern arbeitete, im Chor sang, auf der Bühne stand mit vielen. Es ist ein überwältigendes Gefühl, dort oben zu stehen. Oder die Macht über den Körper zu haben, etwas auszudrücken. Traurigerweise ist mir dies alles verloren gegangen. Wirklich alles. Auf der Bühne stand ich zwar vor ein paar Wochen, Monaten, aber das war nicht das gleiche. Es war nicht das Gefühl ein Teil eines Ganzen zu sein, bei dem man etwas schaffte, nein, es war ganz anders, ich wollte es nicht, ich fühlte mich nicht wohl.

Aber wie kann man wieder zurück zu dem, nein besser, wie kann man neu beginnen? Ja, es ist die Angst, die mich davor zurückhält, wieder etwas neu zu beginnen, mich in Gruppen zu wagen, die schon lange bestehen, in der ich fremd bin. Dabei war es jeder mal, fremd …

Auf jeden Fall, wenn ihr Lust habt auf einen etwas anderen dokumentarischen Kunstfilm, Programmkino, deutsches Programmkino, wenn ihr dem entstehen etwas besonderes zusehen wollt, mit besonderen Menschen, wie wir alle besondere Menschen sind und ihr bereit seid, euch darauf einzulassen. Es zuzulassen und euch nicht, weil ihr denkt, dass irgendjemand euch deswegen auslachen könntet, darüber lustig zu machen, dann schaut euch diesen Film an. Es kommen ein paar wirklich wichtige Säzte vor. Von Freundschaft und von dem, was man im Leben erreichen kann, dass man Selbstvertrauen haben muss und wie man es bekommen kann – ein bißchen.


07
Aug 04

Arbeitslose Männer, Kinderlose Frauen

Ein Artikel der Tageschau berichtet dar über: Mädchen haben die besseren Noten (arachiviert @ WGvdL.de) und daraus folgt, dass sie die größere Chance haben, später einen Job zu bekommen. Und weitere Studien sagen, dass Frauen, die eine höhere Schulbildung haben erst später oder gar keine Kinder bekommen. Wohin soll das denn führen. Ein Staat, in dem die Frauen das Geld einbringen, gehasst und missbilligt von den Männern, die es nicht ertragen können, dass sie nicht mehr so wichtig sind, die auf der Straße rumhängen und saufen, sich prügeln und da nicht mehr rauskommen?? Na, glücklicherweise wird es so nicht kommen.
Bei der Gelegenheit war ich mal auf der Seite des Bundesamts für politische Bildung (bpb) und war positiv überrascht. Dieser Internetauftritt kann sich sehen lassen, klar strukturiert, übersichtlich, gut navigierbar und auch noch farblich angenehm gestaltet, finde ich. Und nicht zu vergessen, dort gibt es eine Menge Information, gut Artikel und die Broschüren zu vielen Themen. Und nein, politische Bildung muss nicht langweilig sein, dass zeigen diese Artikel und Broschüren, die man – soweit ich das gesehen habe – alle downloaden kann.
Nicht ganz so schön aufgemacht und vielleicht auch nicht ganz so übersichtlich, da die Information eher in Verlinkungen liegt: RUNIC, das Regionalen Informationszentrum der UNO, noch internationaler und mehr der internationalen Problembetrachtung gewidmet, dennoch eine gute Quelle für weitere Artikel im politisch-wirtschaftlich-gesellschaftlichen Bereich.


03
Aug 04

Feminismus, Vatikan und Bild-Berichterstattung

Ich lese gerade „Woran glaubt, wer nicht glaubt?“, ein Dialog zwischen Umberto Eco und dem Kardinal Carlo Maria Martini. Im letzten Briefwechsel stellte Eco die Frage, worin die Gründe liegen, dass die Pristerweihe nicht von Frauen empfangen werden darf. Auch „The DaVinci Code“, den ich erst vor kurzem gelesen habe, greift das Thema Frauen in der katholischen Kirche auf.
Deswegen fiel mir der Bericht ‚Kritik am modernen Feminismus‘ der Tagesschau ins Auge. Und die nachfolgenden Berichterstattungen ^-^ oder eben vorgezogen, wie ich im BildBlog gelesen habe:

» Diesmal war es wirklich eine Exklusiv-Meldung, eine weltweite sogar. Es lag aber nicht an den göttlichen Beziehungen der „Bild“-Reporter. „Bild“ hatte nach Angaben der Katholischen Nachrichtenagentur KNA einfach als „einzige ausländische Zeitung in Rom“ entgegen der journalistischen Gepflogenheiten „die Sperrfrist für die Berichterstattung über den Text gebrochen“.«

Und hier der Arikel: ‚Papst geißelt Feminismus!‘
Auch Telepolis greift das Thema auf, ‚“Was er euch sagt, das tut!“‚ und viel mehr kann man natürlich auch ergooglen.
Na gut, ich muss den Computer mal wieder frei machen. Eine eigene Meinung zu dem Vatikan-Brief habe ich noch nicht, da ich den Text, der wohl am nächsten am Orginial dran (pdf) ist, noch nicht gelesen habe. An sich finde ich es jedoch sehr interessant bis amüsant mir die Meinung der katholischen Kirche anzusehen.


24
Jul 04

Trauer und Tod

Zum Leben gehören Geburt und Tod. Letzterer macht uns ziemlich nachdenklich. Häufig sicherlich, weil wir bemerken, dass es für manche Worte und Dinge, die man machen wollte, einfach zu spät ist.
Habe einfach mal ein paar Seiten gesammelt mit Sprüchen und Zitaten, da ich auf der Suche bin, nach den passenden Worten für die Hinterbliebenen. So etwas findet sich z.B. auf kondolenz.info, festpark, trauer.org, vielleicht hilft auch Trauernetz.de
Mal wieder möchte ich darauf hinweisen, dass man, wenn man Seiten über eine Suchmaschiene sucht, extrem aufpassen sollte, nicht auf Dialer zu stoßen. Gerade Seiten, die bei jedem Link auf das gleiche verlinken, sollten gemieden werden – ich würde mal behaupten, dabei handelt es sich zu 99% um einen Dialer.
Ein recht hilfreicher Artikel vom Umgang mit dem Tod spricht wohl eher logisch das Thema Tod an. Kann aber nicht schaden, sich auch darüber mal Gedanken zu machen.


08
Jun 04

Geschützt: schlaflos

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