21
Feb 15

Papierlos und mit Notizblock

Während meines Erststudiums kam mir häufig der Gedanke „so viel unnötig ausdgedrucktes Papier„, wenn mal wieder ein Paper hier und ein Paper dort zu lesen war (nicht wegen des Inhalts!). So fiel die Entscheidung bei der Auswahl der unterstützenden Hardware für mein Weiterbildungsstudium auf ein ThinkPad Yoga, welches neben normalen Notebook-Fähigkeiten einen Tablet-Modus besitzt und Digitizer unterstützt.

Die Idee und die Mittel, das Studium ohne Papiermüll durchzuziehen war vorhanden. Die Realität sieht jetzt nach drei Semester etwas anders aus. Spätestens beim Lernen für Klausuren, beim Erstellen von Konzepten oder zum Denken greife ich auf Papier zurück. Gewohnheit? (Im Hinterkopf meine ich, da mal was über eine Studie gelesen zu haben… )

Irgendwie habe ich das Gefühl, die mit der Hand auf Papier geschriebenen Inhalte gehen besser in mein Gehirn. Digitale Papiere vor mir auszubreiten um ein Bild des großen Ganzen zu erhaschen ist für den Hausgebrauch eher teuer. Auch wenn Multitouch-Tische bestimmt schicke Anwendungen erlauben. Microsofts HoloLens und ähnliche Projekte könnten in Zukunft bei solchen Bedürfnissen helfen.

Bei der jetzigen Praxis hilft mir das jedoch wenig. Durch einen Blogbeitrag von Manfred Kaul wurde ich dann auf Mirole aufmerksam. Das im Beitrag verlinkte Video „Surface Pro und OneNote für Studenten„, welches als Kommentar auf die relative Unzufriedenheit der Windows-verwendenden Teilnehmer des Projekts Papierloses Studium an der ZHAW Zürich entstand, machte mich neugierig.

Im Zuge meines Weiterbildungsstudiums versuchte ich, OneNote 2013 als Mitschreibewerkzeug einzusetzen. Die Stärke, verschiedenste Medien in einem Notizbuch zu Kombinieren und handschriftlich zu annotieren, fiel auf. Jedoch stolperte ich über den ein oder anderen Haken. Das Drucken von großen PDFs nach OneNote kann schon mal eine Weile dauern und sehr gestört hat mich, dass der Ausdruck zu viele Seiten erzeugte.

Im Video habe ich gelernt: Es 2015-02-21 OneNotegibt eine Möglichkeit ein PDF auf einer Seite eines OneNote-Notizbuches auszudrucken. Und nachdem ich unter Optionen » Erweitert » Ausdrucke das Häkchen bei „Lange Ausdrucke auf mehrere Seiten einfügen“ entfernt habe, hat es sogar funktioniert ;).

Persönlich kann ich das Bevorzugen von iPad zum Lesen von PDFs jedoch nachvollziehen. Manchmal benötige ich nicht die eierlegende Wollmilchsau, sondern ein schlankes Werkzeug mit gut durchdachtem UI. So etwas wie PDF Cabinet. Die Menüführung ist einfach, unaufdringlich und enthält alles, was mir beim Lesen und Annotieren von PDFs wichtig ist. Wechseln der Highlighter oder Stift-Farbe ein intuitiver Fingerstreich. Ach gäbe es das Tool doch nur für Windows…

Nach einem Jahr mit Windows 8.x wirkt es auf mich immer noch so, als seien Windows-Anwendungen, die für Tablettmodus und Stift- oder Fingereingabe optimiert sind, rar. Wenn ihr Empfehlungen habt, ich würde mich über jeden Hinweis freuen :).

Und das Gewicht ist ein nicht zu unterschätzender Faktor. Heute würde ich wahrscheinlich nicht mehr zu einem Convertible mit fixer Tastatur greifen, sondern zu einem Gerät, bei dem die Tastatur abmontiert werden kann. Jedes Gramm weniger hilft ;).

Dann gibt es noch die andere Seite.

Just vor ein paar Tagen floss ein Hinweis auf einen sehr sehenswerten Vortrag von dem CCC Concress 2014, 31C3: a new dawn, durch meinen virtuellen Strom: „David Kriesel: Traue keinem Scan, den du nicht selbst gefälscht hast„. David Kriesel beschreibt dort unterhaltsam und informativ, wie Profigeräte von Xerox über mehrere Jahre durch Pattern Matching eingescannte Texte abänderten [via Netzpolitik]. Mit verherrenden Implikationen, denke man an Firmen, die ihre Post nur noch in gescannter Form verarbeiten. Ich weiß, dass dies z.B. bei meiner Krankenkasse der Fall ist. Im falschen Dokument die falsche Zahl könnte zur Ablehnung von benötigter Behandlung führen… daran könnte sogar ein Menschenleben hängen.

Und am Ende der Hinweis auf die Tim Waterstone Artikel „Paper vs. digital reading is an exhausted debate“ im Guardian. Mich selbst an die Nase packend darauf hinweisend, dass es wichtigere Probleme gibt, die in den Fokus gerückt werden sollten…


28
Nov 14

Rätsel um die Alt-Codes

… oder sollte ich besser schreiben: Achtung, Windows 8.1 als laufender Synergy-Server kann zum Nichtfunktionieren der Alt-Codes führen? Was habe ich nach Lösungen gesucht, als ich feststellte, dass ich meine häufiger eingesetzten Zeichen nicht mehr tippen konnte.

Zeichen Alt-Code HTML-Code
 → alt + 26 →
» alt + 0187 »
« alt + 0171 «
alt + 3 ♥
alt + 0133 …

Alle anderen Funktionen der Alt-Taste erzeugten die erwarteten Verhaltensweisen. Forenfunde zur Recherche im Netz beschränkten sich auch eher auf Lösugnen, die ich eher nicht einsetzen wollte: Neustart ohne Anwendungen Dritter und anschließendem Durchtesten oder Anpassen der Registry.

Europatastatur und Windowsupdates standen unter Verdacht. Bis ich mich an die Umschalttastenproblematik bei Win 8.1 Synergy Servern erinnerte, welche bei mir kürzlich auftauchte. Für diesen erleuchteten Moment bin ich sehr dankbar, denn die Alt-Codes nutze ich so häufig, dass ich für diese sogar eine Neuinstallation in betracht gezogen hätte.

Fürs nächste Mal also: Alt-Taste funktioniert, nur die Alt+Nummernpad-Kombi nicht – welche neuen Hintergrundprozesse, welche Tastaturbefehle abgreifen, laufen?

Und ab jetzt läuft der Synergy-Server nur noch, wenn ich ihn wirklich benötige. ☺

PS.: Welche Codes mit der Alt+Nummer-Kombination erzeugt werden können, erfährt man über die Windows Zeichentabelle oder z.B. auf alt-codes.net. Sehr schön nach Typen gegliedert ist die Darstellung der Alt Key Codes der Penn State University.


23
Mrz 14

Symbolische Links in Windows 8.1 erstellen

Screenshot Windowsmenü DesktopSymbolische Links – was ich mit Windows XP noch über das seperat downzuloadende Windows Tool Junction lösen musste, geht inzwischen mit Bordmitteln in der Administrator-Konsole. Diese öffnet man z.B. über das Rechtsklickmenü (alternativ Win+X) des Windows-Buttons („Eingabeaufforderung (Administrator)“)1.

Anschließend bewegt man sich2 in den Ordner, in dem der symbolische Link erstellt werden soll. Das Programm heißt in neueren Windows-Versionen mklink. Wie immer erhält man eine Kurzanleitung, gibt man nur dieses Wörtchen in die Konsole ein und bestätigt mit Enter.

Screenshot Eingabeaufforderung

Ist ganz praktisch, da man die richtige Reihenfolge dann direkt in der Eingabeaufforderung vor der Nase hat und abtippen kann. Für den Fall eines symbolischen Links auf einen Ordner, wäre dies dann z.B.:

mklink /D NameDesLinks C:\Pfad\zum\Originalordner

Kleiner Tipp nebenbei: Bei der Eingabe des Pfads zur Originaldatei bzw. dem Originalordner kann man die Autovervollständigung durch Drücken von Tab nutzen. ;) Dann macht Windows auch automatisch die notwendigen Anführungszeichen um den Pfad, sollte dieser Leerzeichen enthalten.

Wofür braucht man eigentlich symbolische Links?

Hier wofür ich symbolische Links nutze: Anders als bei der klassischen Verknüpfung springt der Explorer beim Anklicken visuell nicht zum Ort des Originalordners. Es wirkt so, als würde sich der Ordner am Ort des symbolischen Links befinden. Dies führt u.a. dazu, dass sich der symbolische Ordnerlink wie ein richtiger Ordner im Navigationsbaum verhält.

2014-03-23 3

Anders als ein nur verknüpfter Ordner wird er angezeigt und ist aufklappbar.


  1. Leider gibt es keine Administrator-Variante zu Win+R, die man nicht selbst zusammen basteln müsste. []
  2. Keine Ahnung wie? Ein Grundlagen-Tutorial hat z.B. Mobile (Duncan) erstellt: „Command Prompt Basics 1 – Introduction (Files & Directories)“ []

19
Mrz 14

Die Theorie in die Praxis umgesetzt

Ach ja, die Sache mit der Sicherheit. Theoretisch hatte ich schon während der Schulzeit (Long time ago, so um die Jahrtausendwende) mal Phasen, in denen ich kurz davor war meine Mails etwas sicherer zu machen. Doch genauso wie während des Studiums scheiterte es dann an der Umsetzung. Die Bequemlichkeit und so… Spätestens letztes Jahr wäre dann eigentlich mal Zeit gewesen…

Erst die Ausführungen eines Bekannten haben mich endlich dazu inspiriert, die notwendigen Vorkehrungen auf meinem Rechner einzurichten. Heutzutage ist es schließlich kein großer Akt mehr. Ein Programm und ein Thunderbird-Addon installieren und den dazugehörigen Assistenten ausführen. Und gute Anleitungen, wie’s geht, gibt es zu Genüge. Ich selbst habe mich mal an Caschy gehalten.

Da die Tools auf dem Rechner zu installieren nur die halbe Miete ist, musste auch eine Lösung für den Androiden her. Hier war Geekyschmidts Artikel „GPG on your Android Phone“ eine grobe Orientierungshilfe, nach der ich APG und K-9 Mail installierte. Das Schlüsselpaar, das ich schon zuvor auf dem Rechner erzeugt hatte, lud ich via USB-Kabel auf das Smartphone. Beim Importieren (in APG Menütaste: „Private Schlüssel verwalten“ → Menütaste: „Schlüssel importieren„) in APG musste ich leider feststellen, dass ich keine Ahnung von der Dateistruktur hatte und auch kein installiertes hilfreiches App.

Spontan entschied ich mich für Total Commander, mit dem ich die Datei ausfindig machen konnte. Auf Anhieb funktionierte dies nicht. Zumindest bei meiner Konstellation (Android 4.1.2) produziert der Total Commander einen anderen Pfad als AGP erwartet. Um dies zu korrigieren, musste ich alles was vor „/storage/…“ stand entfernen (! Im Screenshot fehlt der entsprechende Dateiname !). Anschließend akzeptierte AGP den Pfad reibungslos und importierte meine Schlüssel.

Screenshot_2014-03-19-20-46-22  Screenshot_2014-03-19-20-48-54

And die Einrichtung von K-9 Mail kann ich mich schon gar nicht mehr erinnern oder es anhand von Anleitungen nachvollziehen. Ging das vielleicht sogar ad hoc? Je ne sais pas ^-^“

Übrigens, wer weg von Postkartenkommunikation im Netz möchte und lieber menschliche Hilfe bevorzugt, der kann z.B. auf eine CryptoParty gehen. Diese finden rund um den Globus und eben auch in diversen deutschen Städten statt. Natürlich auch in der Region Köln-Bonn :).


11
Mrz 14

Windows Aufgabenplanung – Challenge Accepted

Vielen Jahren hat mein geleihgabter (♥) Laptop mir treue Dienste geleistet. Doch mit den aktuellen Anforderungen des Studiums, dem Wunsch nach besserer Portabilität und nicht zu letzt auslaufendem Support des darauf installierten Betriebssystems, wurde es langsam Zeit, einen Nachfolger zu suchen. Nach Monaten an Markt– und Forenbeobachtung kristallisierte sich nach und nach ein Favorit heraus und seit letztem Donnerstag habe ich wieder viele Möglichkeiten, technisch neue Dinge hinzuzulernen. Windows 8.1 auf dem Desktop ist eine Sache, das Ganze unter Benutzung eines Touch-Screens eröffnet hingegen neue Möglichkeiten.

Etwas gekämpft habe ich mit meinem Wunsch, nach dem Mounten einer TrueCrypt-Partition automatisch Programme starten zu lassen. Diverse Lösungssuchen leiteten mich immer wieder auf die PowerShell oder WMI. Aber ich erinnerte mich düster an die Aufgabenplanung, die Windows schon seit diversen Versionen an Bord mit sich führt. Das muss doch dafür zu verwenden sein. Dumm nur, wenn man keine Ahnung hat, wie die Aufgabenplanung funktioniert, und wie um Himmels willen man herausfindet, was das richtige Ereignis ist, welches eine Aktion triggern soll.

Halbherzige Suchen haben mir dabei auch nicht weitergeholfen – und für Videotutorials bin ich schlichtweg zu ungeduldig. Möge jemand eine funktionierende Überfliegen-Funktion für Videos erfinden, werde ich mir es vllt. noch einmal überlegen. Gut, wenn dann ein paar Tage vergehen und man mit neuer Energie drauf schauen kann. Denn neben der Aufgabenplanung gibt es unter Alle Systemsteuerungselemente » Verwaltung auch den Punkt Ereignisanzeige.

2014-03-11

Ein Educated Guess unter Windows Protokolle » System, Ausschau haltend nach einem Ereignis mit Quelleirgendwas mit Ntfs„, ließ mich ein passende Ereignis zum Auslösen der Programmstarts entdecken.

2014-03-11_1

Netterweise liefert der Rechtsklick auf das Ereignis direkt die Option ein Aktion damit zu verbinden.

2014-03-11-2

Von dort aus, dachte ich, wäre es ganz Easy Peasy:

Nach Eingabe eines aussagekräftigen Namens für den Aufgabenplan – damit ich ihn später auch wiedererkenne -, ein paar „Weiter“-Klicken,

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dem Hinzufügen eines zu öffnenden Programms,

2014-03-11-4

sowie dem Abschließen des Assistenen, wobei anschließend die Eigenschaften geöffnet wurden, in welchen ich aller weitere Programme unter Aktionen hinzufügen konnte, schien es so als wäre das Problem gelöst.

Es wäre einfach zu langweilig gewesen, hätte es direkt geklappt …

Beim nächsten Booten und nach erfolgreichen Mount des TrueCrypt-Laufwerks stellte sich jedoch heraus, dass immer nur das zuerst genannte Programm startete. Das darauffolgende jedoch erst dann, wenn ersteres geschlossen wurde.

Da ich keine großartige Geduld hatte jetzt nach möglichen Antworten zu suchen, griff ich auf eine noch ältere Windows-Funktion zurück: Batch-Dateien. Mit Hilfe Teilen dieses Scripts von KossBoss und folgendem Stack Overflow-Beitrag, in dem es um im Hintergrund laufende Batches geht, bastelte ich mir dann ein Batch-File (*.bat) folgender Art zusammen:

@echo OFF
start /B [Pfad zu Dropbox]\Dropbox.exe /home
start /DC:\ "[Pfad zu Evernote]" /B "[Pfad zu Evernote]\EvernoteTray.exe"
start /DC:\ "[Pfad zu Evernote]" /B "[Pfad zu Evernote]\EvernoteClipper.exe"
exit

[Pfad zu Programm] muss natürlich mit dem entsprechenden Pfad auf dem eigenen Rechner ersetzt werden.

Dieses Skript lasse ich nun nach dem Ereignis als Aktion mit dem Parameter /B ausführen. Wahrscheinlich ist dies weder die eleganteste, noch die ressourcenschondendste Lösunge. Aber hey, es funktioniert – und ich bin glücklich :).