25
Apr 09

Desktopfotographie mit PrtScr

Es gibt sie wie Sand am Meer: Screenshot-Tools und doch habe ich das Programm, welches mir all das, was ich gerne hätte, erfüllt noch nicht gefunden. Nun ja, einen Kandidaten gäbe es da schon, wenn ja wenn es nicht einen kleinen – für mich leider ausschlaggebenden –  Haken gäbe: ImageWell (Review) wäre wohl das Programm meiner Wahl – und das obwohl es 19.95€ kostet – wenn es nicht nur den Besitzern von fruchtigen Computern vorenthalten wäre, d.h. es handelt sich um OS X only.

Testscreenshot: PrtScr Logos
Bild 1: Freie Auswahl des Screenshot-Bereichs und Notizen mit PrtScr

Da kann ich also nichts machen außer schöne Alternative zu finden. Und heute habe ich einmal ein kleines Tool getestet, welches neben interessanten Schnittfeatures auch einen hohen “kawaii”-Faktor mitbringt. Die Rede ist von PrtScr. Es greift die Idee des Microsoft-eigenen Snipping Tools auf und macht es einem breiteren Anwendungskreis (z.B. Leuten wie mir, die noch mit Windows XP unterwegs sind) verfügbar.

Nach Betätigen der Drucktaste (oder der von dir in den Einstellungen gewählten Tastenkombination) legt sich ein “blauer Schleier” über deinen Bildschirm. Dort findest du zu Erinnerung eine Hinweisgraphik, wie PrtScr zu verwenden ist:

  • Mit der rechten Maustaste kannst du zuerst mit dem “Rotstift” Anmerkungen auf dem festgehaltenen Desktop vornehmen.
  • Mit der linken Maustaste kannst du dann einen Frei-Hand-Bereich des Bildschirms auswählen, der als Screenshot gespeichert werden soll. Alternativ, kannst du beim Betätigen der linken Maustaste die Steuerungstaste (Strg/Ctrl) gepresst halten um eine rechteckige Auswahl zu erhalten.
Screenshot: PrtScr Menu
Bild 2: Auswahl von Speicherformat und ~name

Je nach Einstellung öffnet sich anschließend ein Dialogfenster, in dem du das Speicherformat, den Dateinamen und das weitere Vorgehen des Programmes wählen kannst. Der Screenshot kann z.B. auf dem Desktop abgelegt oder als Email versendet werden (siehe Bild 2). Möchtest du dir diesen Dialog sparen, kannst du im Reiter Settings unter dem Punkt “after capture” bestimmen, ob das Desktopfoto automatisch auf dem Desktop gespeichert oder an ein Bearbeitungsprogramm oder die Zwischenablage geschickt werden soll.

Falls du es dir übrigens einmal anders überlegt haben solltest und den Screenshot-Vorgang abbrechen möchtest: ESC ist dann, wie so häufig, die Taste der Wahl ^-^.

Gefällt mir gut, was ich da sehe. Ohne viel Aufwand kann ich damit die normale Windows-Druck-Funktion um einen Rotstift und die Freihandfunktion erweitern. Und da ich den von PrtScr zum Aktivieren verwendeten Tastenbefehl selbst zuordnen kann – kann ich dieses Tool sogar parallel zu einem anderen, vielleicht umfangreicheren Screenshot-Programm – verwenden.

[via Lifehacker, gHacks]

PS: Fall du zufällig ein ImageWell-ähnliches Programm für Windows kennst ^-~ würde ich mich über einen kleine Hinweis freuen ^-^


24
Okt 08

Popup-Kalender für die Taskleiste

Etwas, was ich unter Linux liebgewonnen habe, ist der ausklappbare Kalender bei einem Klick auf die Systemuhr. Fast schon selbstverständlich, dass ich daher versuchte, etwas ähnliches für mein Windows XP zu finden.  Meine Wahl fiel schließlich auf das Program LClock.

Screenshot LClock
Bild 1 LClock mit ausgeklappten Standard-Kalender

Das kleine Programm, welches mir u.A. einen Pop-Up-Kalender in die Taskleiste holt verbraucht etwa 800kB Arbeitsspeicher im normalen Modus und um die 2 MB bei ausgeklapptem Kalender (im Grundzustand). Kalender und Uhr können selbstverständlich angepasst werden. Wobei das Skinning etwas mehr Beschäftigung benötigt. Allerdings erlaubt die Art und Weise, wie es eingebaut ist dem digitalen Künstler, den Kalender wirklich komplett nach eigenem Wunsch anzupassen!

Im Allgemeinen sind Veränderungen der Uhr/ des Kalenders kein Thema. Ob es sich um die Nationalisierung der Wochentagskürzel oder diverse andere Grobeinstellungen handelt. Zusätzlich kann man mit Hilfe von LClock auch den Startmenu-Button verändern oder komplett ausblenden.

Alternativen

Natürlich gibt es nicht nur LClock, die einen Kalender zur Uhrzeit hinzufügen. Als eine Art Nebenprodukt stellt diese Funktionalität auch Analog Clock zur Verfügung.

Screenshot Analog Clock
Bild 2 Analog Clock mit ausgeklaptem Kalender

Wie der Name schon sagt, ist das Hauptziel der Software, eine analoge Uhr in der Taskleiste anzuzeigen. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit eine kleine und feine digitale Zeit- und Datumsanzeige einzubauen, womit das Programm somit ähnlich wie LClock verwendet werden kann. Der Arbeitsspeicherverbrauch ist bei Analog Clock allerdings etwas größer und betrug auf meinem System um die 7.5 MB. Leider ist ein Blättern durch den Kalender bei diesem Programm nicht möglich.

Eine richtig gute Alternative, je nach Anforderungen sogar die bessere, stellt  AlfaClock dar. Dieser Uhrersatz bietet von allen drei vorgestellten Programmen die beste Anpassung der Datums- und Zeitanzeige. Dafür benötigt es allerdings mit etwas mehr als 8MB die größte Menge an Arbeitsspeicher.

Screenshot AlfaClock
Bild 3 AlfaClock mit ausgeklaptem Kalender

AlfaClock kann dafür noch mit weiteren Features aufwarten. Zu z.B. jeder vollen Stunde kannst Du Dir einen Signalton ausgeben lassen. Eingebaut ist auch ein Wecker, der mit beliebig vielen Weckterminen gefüttert werden kann. Als Alarm dienen die üblichen Verdächtigen, von Tönen über Textmeldungen bis hin zum Ausführen eines Programmbefehls ist alles möglich.

Der Kalender selbst wird ebenfalls über das Klicken auf den Zeitstempel geöffnet, ist dabei allerdings etwas zaghaft. Wie Du in Bild 3 sehen kannst, ist ein Blättern zwischen den Monaten möglich. Im Gegensatz zu LClock und Analog Clock kannst Du den Kalender beliebig auf Deinem Desktop platzieren. Die Anpassung des Aussehens ist allerdings eher simpel gehalten. Keine Skins, nur Schrift und Farben können verändert werden.


28
Jul 08

Verbundene Medien auf dem Windows-Desktop mit Desk-Drive anzeigen

Screenshot Desk-Drive in Action
Bild 1: Verbundene Medien als Icons

Icons, die auf dem Desktop auftauchen, sobald eine CD/DVD ins Laufwerk geschoben wurde oder der USB Stick verbunden, kannte ich als gemeiner Windowsbenutzer bisher nur von Linux- oder Mac-Systemen. Eine sehr nützliche Sache, die mir bisher bei meinem WindowsXP System – nicht direkt, aber schon irgendwie – fehlte.

Natürlich kann man sich die verbundenen Medien über den Arbeitsplatz, der sich normalerweise im Explorer öffnet, wenn man diesen z.B. schnell mit Win+E aufruft, anzeigen lassen.  Die Möglichkeit, diese direkt auf dem Desktop angezeigt zu bekommen und somit immer im Blick zu haben, was gerade eingelegt ist (Bild 1) und zusätzlich  direkt darauf zugreifen zu können ist etwas, was ich gerne haben mag.

Nun also die Lösung ^.~ Mit dem kleinen Tool Desk-Drive von Blue Onion Software wird oben beschriebene Funktionalität unter WinXP und Vista erreicht. Über das Einstellungsmenu, welches mit einem Rechtsklick auf das Taskleisten-Symbol aufgerufen wird, kann ausgewählt werden, welche Medien von Desk-Drive berücksichtigt werden sollen (Bild 2).

Screenshot Einstellungsmenu Desk-Drive
Bild 2: Einstellungsmöglichkeiten von Desk-Drive

Praktisch ist auch die Möglichkeit, Laufwerke auszuschließen. Für mich sind z.B. die Festplatten und das Diskettenlaufwerk uninteressant. Das Diskettenlaufwerk auszuschließen scheint auch einen kleinen Geschwindigkeitsvorteil zu bringen. Zumindest bei mir ist dies der Fall. Mein Windows scheint nicht das Schnellste zu sein, wenn es darum geht, zu verstehen, dass keine Diskette eingelegt ist. ^-^

Fazit

Ich habe Desk-Drive getestet, für mich und meine Bedürfnisse für gut befunden und werde es definitiv in meinen Stack der Must-Have-Programme aufnehmen. Der Verbrauch von Arbeitsspeicher liegt mit etwa 20MB im Rahmen des “stört mich nicht weiter”, DVDs werden etwa 10 Sekunden später angezeigt1, außerdem können die Medienträger bequem über einen Rechtsklick ausgeworfen werden, denn die Icons zeigen das normale Rechtsklickmenu für Medienträger ^-^


  1. Ich schiebe dies allerdings auf mein System, da dies immer etwas länger braucht um CDs/DVDs zu “laden” []

02
Jun 08

Neue Kleider für Dein WinXP?

Wenn auch Dir die Standard-Windows-Themes auf die Nerven gehen oder Du etwas Schickes, Schlichtes, Neues suchst, könntest Du eventuell bei Studio7Designs fündig werden.

Screenshot Studio7Designs
Bild1: Schöne WinXP-Themes bei Studio7Designs

Die neun Visual Styles, welche im Original von StudioTwentyEight stammen, kann man sich auf Studio7Designs näher ansehen. In der originalen Galerie gibt es zwar eine größere Auswahl, dafür nur kleine Vorschaubilder, welche leider nur  grob erahnen lassen, in welche Richtung das jeweilige Theme geht.

Um die neuen Kleider verwenden zu können, benötigt man eine gepatchte UXTheme.dll. Für Winows XP SP2 kann ein Tool, welches dies erledigt, direkt bei Studio7Designs heruntergeladen werden. Für Winows XP SP3 findet sich ein entsprechendes Programm z.B. bei Chip. Die heruntergeladenen Theme-Datei(en) sollten bei einer Standardinstallation von Windows in das Verzeichnis „C:/WINDOWS/Resources/Themes“ kopiert werden (bei abweichendem Windows-Systempfad muss natürlich der eigene Pfad verwendet werden und nicht der hier genannte).

Screenshot Eigenschaften Dialog
Bild2: Et voilà, neue Themes zur Auswahl.

Vor dem patchen der Style-Bibliothek sollte unbedingt ein Wiederherstellungspunkt erstellt werden! – schließlich kann immer mal etwas schiefgehen. Sobald die gepatchte UXTheme.dll-Datei verwendet wird (eventuell Neustart erforderlich), werden die neuen Styles dann in dem Dialog Eigenschaften von Anzeige (rechter Mausklick auf dem Desktop » Eigenschaften) » Darstellung in dem Ausklappmenu Fenster und Schaltflächen angezeigt (Bild2).

Bei mir kam es manchmal vor, das Themes nicht automatisch geladen wurden. In solchen Fällen kann man die Themes dennoch verwenden, in dem man einfach auf die jeweilige msstyles-Datei doppelklickt. Diese wird dadurch manuell mit dem Eingenschaften-Dialog geöffnet. Falls man sich eine weitere Datei direkt im Anschluss ansehen möchte, muss das aktuelle Dialog-Fenster geschlossen werden. Ansonsten würde der Trick für die zweite Style-Datei nicht funktionieren. ^_~

Reicht die Auswahl auf den oben genannten Seiten nicht, oder geht in die falsche Stilrichtung, möchte ich schnell noch diverse weitere Quellen nennen. Nummer eins ist natürlich DeviantArt, weitere übliche Verdächtige sind WinCustomize, ThemeXP und  WinModify.


10
Mai 08

Ein Stack für RocketDock

Screenshot Stacks Docklet
Das Stacks Docklet für RocketDock im Grid-Modus

Mein Dock-Clone der Wahl für Windows XP ist schon seit längerem RocketDock. Schnell, flexibel und mit guten Einstellungsmöglichkeiten. Der Hauptgrund allerdings: auf meinem System wesentlich stabiler als die Alternativen ObjectDock oder Yz’Dock. Vor kurzem bin ich, da ich noch mit einer alten Version unterwegs war und diese auf den aktuellen Stand bringen wollte, mal wieder auf der Projektseite gelandet und habe dort auch einen Ausflug in die Addons-Abteilung gemacht. Und was sahen meine Augen da? Das Stacks Docklet, ein Stack-Clone, der die unter Mac OsX 10.5 eingeführte neue Ordneraufklappansicht für das Dock simuliert. Grid und Stack, beides ist möglich! Da habe ich nicht lange überlegt und schnell heruntergeladen und ausprobiert.

Fan Modus
… und im Fächer-Modus

Die „Installation“ des Plugins ist sehr einfach: Stacks Docklet herunterladen und in das Verzeichnis Docklets im RocketDock Programmordner entpacken. Um das Docklet verwenden zu können muss RocketDock einmal neugestartet werden. Anschließend mit der rechten Maustaste auf das Dock klicken und über Element hinzufügen » Stack Docklet einen neuen auffächerbaren Ordner hinzufügen. Nachdem das neue Stack hinzugefügt wurde, erscheint im Dock ein nichtssagender Kasten, der scheinbar leblos sein dasein fristet. Keine Sorge, nur noch ein paar wenige Handgriffe müssen getätigt werden. Mit einem rechten Mausklick auf das Icon muss man sich nun die Symbol-Eigenschaften… anzeigen lassen. Dort werden nun Pfad, Icon, Sortierung der Ordner und gewünschtes Ausklapptverhalten eingestellt. Anschließend auf OK klicken und sich des neuen Stacks im Dock erfreuen ^-~

Ich bin von dieser neuen Möglichkeit, das Dock aufzuwerten, sehr begeistert, waren meine im Dock angesiedelten Ordner sowieso nur „Überordner“, welche nur weitere Unterordner enthielten. Stacks Docklet erspart mir somit einen kleinen Klick und sieht nebenbei schick aus. Wobei dafür auch ein kleines Tuning nötig war. Denn normalerweise werden die Ordner im Standard-Windows-Look angezeigt. Hier hilft mir das FileMenu-Tool, mit dem mit einem schnellen Klick im Kontextmenu Ordner-Icons verändert werden können.

Interessant für all jene, die nicht das RocketDock verwenden: Chris’n’Soft hat das Stacks Docklet genommen, und darauf aufgebaut den StandaloneStack kreiert. Dieser ermöglicht ein Stack-Verhalten für einen Ordner an beliebiger Stelle auf dem Desktops (oder der Schnellstarter-Leiste). Getestet habe ich es nicht – da es aber auf dem Stack Docklet aufbaut, nehme ich an, dass es ebenfalls keine Wünsche offen lässt.