03
Okt 19

In die Kaninchenhöhle gefallen: alte Webserversicherungen zum Leben erwecken – Teil 1

Wenn nach langem Wunsch endlich ein Server zu Hause steht und die Idee aufkeimt, die Historie der eigenen Webseiten aus den Backups und portablen Webserver-Sicherungen an einer Stelle zusammenzuführen … und wieder zum Laufen zu bringen. Schließlich gibt es nichts schöneres, als sich über die Sünden der Vergangenheit zu amüsieren ^-^ – Augenkrebs und so (Hier am Beispiel der Crazylounge anno 2001).

Problem: Portable Webserver laufen nicht mehr. Genauer gesagt, die MySQL-Datenbank funktioniert unter Windows 10 nicht.

Versuch 1: Glücklicherweise funktioniert die Windows XP VM, welche ich bis vor gar nicht all zu langer Zeit noch zur Nutzung des Scanners einsetzte, nach wie vor einwandfrei. Der Webserver startet dort, inklusive Zugriff auf die MySQL-Datenbanken & phpMyAdmin. Dumm nur, dass in dem funktionerenden Webserver die betroffenen Datenbanken doch nicht drin waren.

Versuch 2: Internet-Suche bringt mich zur Anleitung „Recovering MySQL Files and Database Tables“ von Hetman Software. Mit Hilfe von MySQL Workbench können auch Datenbanken exportiert werden, deren Ordner aus dem ursprünglichen mysql-Verzeichnis in den mysql-Ordner einer bestehenden Datenbank hineinkopiert werden.

Nächster Schritt: Eine bestehende Datenbank muss her, also Docker-Container aufsetzen. Dieses Mal nicht in der Konsole sondern aus Bequemlichkeit direkt im Synology-Docker-Interface. Nicht vergessen die Variable MYSQL_ROOT_PASSWORD zu setzen.

Einrichten einer neuen Verbindung in MySQL Workbench: Hostname entspricht dem hostnamen des Servers, Port kann über docker ps herausgefunden werden. Klappt. Jetzt müsste ich die Ordner in den data-Ordner der Datenbank hineinkopieren …

Problem: Upload von Dateien in den MySQL-Docker-Container ist gerade etwas umständlich für mich.

Alternative: Eine MySQL-DB, die in Windows läuft und auf deren Verzeichnisse ich aus Windows heraus zugreifen kann, wäre doch etwas angenehmer. Glücklicherweise habe ich den Bitnami-WAMP-Stack noch nicht ins Nirvana geschickt, nachdem die darauf laufenden Services auf den Webserver umgezogen sind. Zugriff darauf klappt genauso wie das Hinzufügen der Ordner aus alten mysql-Ordnern.

Wie in der oben erwähnten Anleitung den Data Export für einen der alten Ordner anstoßen. Ich exportiere zu einer Self-Contained File inklusive Dump- und Schema-Instruktionen. Die Warnung, dass die MySQL-Version nicht übereinstimmt ignoriere ich. Mehr als schiefgehen kann es nicht, immerhin liegt mehr als ein Jahrzehnt zwischen den Versionen.

Anschließend nutze ich die Exportdatei um die Datenbank in der Docker-Datenbank zu importieren. Es werden Tabellen angelegt, in den Tabellen ist Inhalt der so aussieht, als sei er komplett. Zugegebenermaßen – inbesondere die frühen Datenbanken sind so basic, dass ich weniger Probleme erwarte.

Als nächster Schritt bleibt nun die große Aufgabe, den PHP-Teil der Webseiten wieder mit dem Datenbankteil zu verbinden. Denn natürlich möchte ich nicht mit einer PHP-anno-tubac-Version auf dem Server arbeiten. Dies ist ein größeres Projekt – oder ich finde eine Bibliothek, die mysql_* in mysqli_* transformiert. Aber nicht mehr heute.


24
Mrz 18

Ein ordentliches Zertifikat

Das war schon länger überfällig. Nun habe ich also endlich die passenden Zertifikate für meine aktiven Domains erstellt mit Hilfe von Let’s Encrypt.

Dafür musste für mich als oller Windows-Nutzer erst mal eine funktionierende Linux-Maschine in der Virtuellen Box her. Und dann der Certbot. Zusammenbasteln des benötigten Befehls, sudo certbot --manual certonly, und nach einigen kleinen Hürden – Berechtigungen1 und angestaubtes Terminal-Wissen2 – landeten die benötigten Dateien dann tatsächlich in der Zertifikats-Administration von Hosteurope3. Juchuh.

Beim Verifizieren der Weblog-Domains scheiterte ich jedoch mit dem zu schnellen Griff nach Strg+C – sehr fatal im Terminal – und erinnerte mich an ein Script, dass ich wenige Minuten zuvor auf einer als „nicht meine Frage beantwortende“-Seite gesehen habe: hosteurope-letsencrypt von Sebastian Stein zu meiner Rettung.

Also schnell git installiert, das Repository geklont, die 3 Einstellungsdateien erzeugt, das Erzeugungspython-Script ausgeführt und die relevanten Dateien anschließend hochgeladen, Fertig.

Update: Okay, das war doch noch nicht alles. Mit Hilfe von Search & Replace mussten noch sämtliche URLs auf Bilder und andere Resourcen im Blog von http auf https geändert werden. Ich hoffe, ich habe jetzt alle erwischt.

 

  1. Wie kommt ein Nutzer noch mal in eine Gruppe? sudo usermod -a -G groupName userName []
  2. Wie kopiere ich nicht den symbolischen Link sondern die Datei dahinter? -L []
  3. Zertifikat : fullchain.pem, Key: privkey.pem []

21
Feb 15

Papierlos und mit Notizblock

Während meines Erststudiums kam mir häufig der Gedanke „so viel unnötig ausdgedrucktes Papier„, wenn mal wieder ein Paper hier und ein Paper dort zu lesen war (nicht wegen des Inhalts!). So fiel die Entscheidung bei der Auswahl der unterstützenden Hardware für mein Weiterbildungsstudium auf ein ThinkPad Yoga, welches neben normalen Notebook-Fähigkeiten einen Tablet-Modus besitzt und Digitizer unterstützt.

Die Idee und die Mittel, das Studium ohne Papiermüll durchzuziehen war vorhanden. Die Realität sieht jetzt nach drei Semester etwas anders aus. Spätestens beim Lernen für Klausuren, beim Erstellen von Konzepten oder zum Denken greife ich auf Papier zurück. Gewohnheit? (Im Hinterkopf meine ich, da mal was über eine Studie gelesen zu haben… )

Irgendwie habe ich das Gefühl, die mit der Hand auf Papier geschriebenen Inhalte gehen besser in mein Gehirn. Digitale Papiere vor mir auszubreiten um ein Bild des großen Ganzen zu erhaschen ist für den Hausgebrauch eher teuer. Auch wenn Multitouch-Tische bestimmt schicke Anwendungen erlauben. Microsofts HoloLens und ähnliche Projekte könnten in Zukunft bei solchen Bedürfnissen helfen.

Bei der jetzigen Praxis hilft mir das jedoch wenig. Durch einen Blogbeitrag von Manfred Kaul wurde ich dann auf Mirole aufmerksam. Das im Beitrag verlinkte Video „Surface Pro und OneNote für Studenten„, welches als Kommentar auf die relative Unzufriedenheit der Windows-verwendenden Teilnehmer des Projekts Papierloses Studium an der ZHAW Zürich entstand, machte mich neugierig.

Im Zuge meines Weiterbildungsstudiums versuchte ich, OneNote 2013 als Mitschreibewerkzeug einzusetzen. Die Stärke, verschiedenste Medien in einem Notizbuch zu Kombinieren und handschriftlich zu annotieren, fiel auf. Jedoch stolperte ich über den ein oder anderen Haken. Das Drucken von großen PDFs nach OneNote kann schon mal eine Weile dauern und sehr gestört hat mich, dass der Ausdruck zu viele Seiten erzeugte.

Im Video habe ich gelernt: Es 2015-02-21 OneNotegibt eine Möglichkeit ein PDF auf einer Seite eines OneNote-Notizbuches auszudrucken. Und nachdem ich unter Optionen » Erweitert » Ausdrucke das Häkchen bei „Lange Ausdrucke auf mehrere Seiten einfügen“ entfernt habe, hat es sogar funktioniert ;).

Persönlich kann ich das Bevorzugen von iPad zum Lesen von PDFs jedoch nachvollziehen. Manchmal benötige ich nicht die eierlegende Wollmilchsau, sondern ein schlankes Werkzeug mit gut durchdachtem UI. So etwas wie PDF Cabinet. Die Menüführung ist einfach, unaufdringlich und enthält alles, was mir beim Lesen und Annotieren von PDFs wichtig ist. Wechseln der Highlighter oder Stift-Farbe ein intuitiver Fingerstreich. Ach gäbe es das Tool doch nur für Windows…

Nach einem Jahr mit Windows 8.x wirkt es auf mich immer noch so, als seien Windows-Anwendungen, die für Tablettmodus und Stift- oder Fingereingabe optimiert sind, rar. Wenn ihr Empfehlungen habt, ich würde mich über jeden Hinweis freuen :).

Und das Gewicht ist ein nicht zu unterschätzender Faktor. Heute würde ich wahrscheinlich nicht mehr zu einem Convertible mit fixer Tastatur greifen, sondern zu einem Gerät, bei dem die Tastatur abmontiert werden kann. Jedes Gramm weniger hilft ;).

Dann gibt es noch die andere Seite.

Just vor ein paar Tagen floss ein Hinweis auf einen sehr sehenswerten Vortrag von dem CCC Concress 2014, 31C3: a new dawn, durch meinen virtuellen Strom: „David Kriesel: Traue keinem Scan, den du nicht selbst gefälscht hast„. David Kriesel beschreibt dort unterhaltsam und informativ, wie Profigeräte von Xerox über mehrere Jahre durch Pattern Matching eingescannte Texte abänderten [via Netzpolitik]. Mit verherrenden Implikationen, denke man an Firmen, die ihre Post nur noch in gescannter Form verarbeiten. Ich weiß, dass dies z.B. bei meiner Krankenkasse der Fall ist. Im falschen Dokument die falsche Zahl könnte zur Ablehnung von benötigter Behandlung führen… daran könnte sogar ein Menschenleben hängen.

Und am Ende der Hinweis auf die Tim Waterstone Artikel „Paper vs. digital reading is an exhausted debate“ im Guardian. Mich selbst an die Nase packend darauf hinweisend, dass es wichtigere Probleme gibt, die in den Fokus gerückt werden sollten…


08
Jul 14

Prokrastination in Form von Problemlösungen

<überspitzt> Weil: So kann ich einfach nicht arbeiten. </überspitzt> ;)

Feedly in Firefox-Feed-Vorschau hinzufügen

So habe ich nun herausgefunden, wie ich Feedly zu den Firefox-RSS-Handlern hinzufügen kann:

  1. about:config in die Adressleiste eingeben und Enter drücken.
  2. Hinzufügen oder Abändern dreier browser.contentHandlers.types. über das Rechtsklickmenü (Neu > String).
  3. Wobei browser.contentHandlers.types.<Zahl>.title beliebig befüllt1 werden kann. Sinnvoll wäre jedoch durchaus „Feedly“ ;).
  4. browser.contentHandlers.types.<Zahl>.type enthällt den gleichen Wert wie die anderen Einträgen: application/vnd.mozilla.maybe.feed .
  5. browser.contentHandlers.types.<Zahl>.uri muss aktuell2 gefüllt werden mit https://feedly.com/#subscription/feed/%s .
  6. Damit diese Änderungen in Kraft treten muss der Browser einmal neu gestartet werden.

Suche nach markierten Mails in Thunderbird

Und dann wollte ich gerne in Thunderbird nach markierten („gesternten“) E-Mails suchen – und zwar Ordner-übergreifend3. Vielleicht kann das Programm dieses schon von Haus aus? Ich habe keine Indizien dafür entdeckt. Erlösung brachte die Erweiterung Expression Search / GMailUI, die praktische Suchoperatoren mitbringt. Nach markierten Mails in einem kompletten Postfach suche ich damit mittels Eingabe von status:marked und Druck von STRG + Enter.

Keine Lösung für Drucken von Win 8.1 via OS X 10.6.8

Technisch ungelöst blieb leider das Problem mit dem Drucken von Windows 8.1 über einen via Mac OS X 10.6.8 geteilten Drucker. Wir haben uns letztendlich für die analoge Lösung entschieden und den Drucker umgezogen und an den Windows-PC angeschlossen. Sollte hier jemand eine funktionierende Anleitung kennen, wäre ich selbstverständlich an einem Stubs erfreut ;).

  1. Ändern des Wertes durch Doppelklick auf den Namen. []
  2. Dieser Wert ändert sich in sofern, wenn Feedly die Adresse zu Einzelfeeds anpasst. []
  3. An dieser Stelle muss ich mich bei Dr. Bopp bedanken, durch dessen Blog ich immer wieder Nützliches und Interessantes lerne, z.B. den Umgang mit dem verdeutlichenden Bindestrich []

23
Mrz 14

Symbolische Links in Windows 8.1 erstellen

Screenshot Windowsmenü DesktopSymbolische Links – was ich mit Windows XP noch über das seperat downzuloadende Windows Tool Junction lösen musste, geht inzwischen mit Bordmitteln in der Administrator-Konsole. Diese öffnet man z.B. über das Rechtsklickmenü (alternativ Win+X) des Windows-Buttons („Eingabeaufforderung (Administrator)“)1.

Anschließend bewegt man sich2 in den Ordner, in dem der symbolische Link erstellt werden soll. Das Programm heißt in neueren Windows-Versionen mklink. Wie immer erhält man eine Kurzanleitung, gibt man nur dieses Wörtchen in die Konsole ein und bestätigt mit Enter.

Screenshot Eingabeaufforderung

Ist ganz praktisch, da man die richtige Reihenfolge dann direkt in der Eingabeaufforderung vor der Nase hat und abtippen kann. Für den Fall eines symbolischen Links auf einen Ordner, wäre dies dann z.B.:

mklink /D NameDesLinks C:\Pfad\zum\Originalordner

Kleiner Tipp nebenbei: Bei der Eingabe des Pfads zur Originaldatei bzw. dem Originalordner kann man die Autovervollständigung durch Drücken von Tab nutzen. ;) Dann macht Windows auch automatisch die notwendigen Anführungszeichen um den Pfad, sollte dieser Leerzeichen enthalten.

Wofür braucht man eigentlich symbolische Links?

Hier wofür ich symbolische Links nutze: Anders als bei der klassischen Verknüpfung springt der Explorer beim Anklicken visuell nicht zum Ort des Originalordners. Es wirkt so, als würde sich der Ordner am Ort des symbolischen Links befinden. Dies führt u.a. dazu, dass sich der symbolische Ordnerlink wie ein richtiger Ordner im Navigationsbaum verhält.

2014-03-23 3

Anders als ein nur verknüpfter Ordner wird er angezeigt und ist aufklappbar.

  1. Leider gibt es keine Administrator-Variante zu Win+R, die man nicht selbst zusammen basteln müsste. []
  2. Keine Ahnung wie? Ein Grundlagen-Tutorial hat z.B. Mobile (Duncan) erstellt: „Command Prompt Basics 1 – Introduction (Files & Directories)“ []