10
Jun 18

HSTS und nur noch HTTPS / Privacy Checker

Durch einen Beitrag im Netbib Weblog bin ich jüngst auf den Webseiten-Privacy-Checker von dataskydd.net  aufmerksam geworden. Beflügelt durch die erfolgreiche Verlängerung der Letsencrypt-Zertifikate, welche ich seit drei Monaten nutze, war ich motiviert auch andere suboptimale Zustände zu beheben.

So war der Blog bisher auch ohne Verschlüsselung erreichbar. Und auch die HTTP Strict-Transport-Security-Angabe (HSTS) war bisher nicht gesetzt. Ich zweifelte zuerst, ob ich diese Einstellung in meinem Hosteurope-Webpack tätigen kann. Glücklichweise zu unrecht. Dank eines Blogeintrages von Janiczek habe ich die Verbesserung dieses Aspektes mit einem simplen Copy&Paste in die .htaccess-Datei erreicht.

RewriteEngine on
RewriteCond %{HTTPS} !on
RewriteRule (.*) https://%{HTTP_HOST}%{REQUEST_URI}

<IfModule mod_headers.c>
Header always set Strict-Transport-Security "max-age=31536000; includeSubDomains"
</IfModule>

Jetzt wurmen mich nur noch ein wenig die Grafiken, die WordPress von seiner eigenen Domain aufruft (s.w.org). Diese sind z.Zt. zwar nur in drei Dateien verlinkt (wp-admin/about.php, wp-includes/formatting.php und wp-includes/general-tempate.php1) – dennoch ist eine manuelle Anpassung nicht meine favorisierte Lösungsmöglichkeit. Einfache Wartung und so… Da ich zur Zeit keine Emojis einsetze und der Admin-Bereich meine Privatsache ist, werde ich es wohl auch erst mal dabei belassen.

 


  1. Analyse mit Hilfe von Notepad++ und der „rekursiven Suche in einem Verzeichnis“-Funktion – sollte mir wohl mal den find-Befehl unter Windows näher anschauen []

01
Jan 17

Eigenes Tweet-Archive mit Hilfe von OZHs Plugins [Update: 2018-01-12]

UPDATE: Diese Anleitung funktioniert nicht mehr.

Man nehme: eine neue WordPress-Instanz, das Plugin Ozh‘ Tweet Archiver, das passende Theme Ozh‘ Tweet Archive und bei mehr als 3600 Tweets das eigene Twitter-Archiv (Im Twitter-Account unter „Dein Twitter Archiv„) und ein Import-Script et voilà: ein Backup der eigenen Tweets unter eigenen Kontrolle.

Btw.: Merci beaucoup Ozh Richard (Blog) for sharing your awesome work!

Das Theme kann und sollte man anpassen – sinnvoll ist es, zumindestens die Kontaktdetails und den Twitternamen in der Datei header.php austauschen ;). Auch bietet es sich an das im Theme-Ordner „img“ gelegene Avatar-Bild „new-profile.jpg“ mit dem eigenen Avatar-Bild zu ersetzen. Die Header-Grafik ist in der Datei 1500×500.png abgelegt.

Ein eigenes Kopfbild kann man schnell z.B. mit den Onlinetools ZenBG- Background Generator, dem Unique Gradient Generator oder dem Trianglify Generator erstellen.

Wer keine Angst vor CSS hat1, der wird ziemlich einfach Anpassungen bzgl. der Farben oder anderen Formatierungen in der Datei style.css vornehmen können. So wollte ich z.B. eine einheitliche Schriftgröße für alle Tweets und nicht, wie voreingestellt, unterschiedliche Größen abhängig von der Länge.

.tweet.short.is_no_reply > p,
.tweet.medium.is_no_reply > p,
.tweet.long.is_no_reply > p, 
body.single #tweets .tweet {
  font-size:16px;
  line-height:20px;
 }

Einfacher wäre es natürlich, die Formatierung komplett zu löschen ;). Aber wer weiß, ob ich es nicht vielleicht doch einmal anders haben mag und auf diese Art und Weise weiß ich noch, wie die Klassen heißen.

Retweets hervorheben

Was ich mir nach der Einrichtung wünschte, war eine Hervorhebung von Retweets. Da dies bisher nicht vorhanden war, habe ich ein wenig an der Datei functions.php herumgedoktort und die Funktion otat_get_tweet_style() um eine simple Abfrage nach dem String „RT“ in Tweets erweitert.

function otat_get_tweet_style() {
    $tweet       = get_the_title();    
    $firstrt  = strpos( $tweet, "RT" );
    if ( $firstrt === 0  ) {
        $is_rt = "is_rt";
    } elseif ($firstrt > 0) {
        $is_rt = "is_inline_rt";
    }     else $is_rt = "no_rt";

    $title    = strlen( $tweet );
    $is_reply = ozh_ta_is_reply_or_not( false );
    if( $title > 100 ) {
        $style = 'long';
    } elseif ( $title > 50 ) {
        $style = 'medium';
    } else {
        $style = 'short';
    }
    return "$style $is_reply $is_rt";

Das klappt super für die Startseite. Die Retweets formatiere ich über die Klasse .tweet.is_rt. Für das Archiv muss ich dies nochmal überprüfen bzw. wahrscheinlich wo anders anpassen.

Sobald ich das Gefühl habe, dass es funktioniert, werde ich auch zusehen, das ganze vernünftig auf GitHub zu Verfügung zu stellen.

Noch ein kleiner Hinweis: Natürlich dauert der Import von vielen Tweets eine ganze Weile. Es werden immer 15 Tweets am Stück importiert und die Seite läd sich etwa alle 5 Sekunden neu für die nächsten 15 – you can do the math ;).

Wer sich nun auf die Suche nach meinem Archiv begibt, den muss ich leider enttäuschen. Mit Hilfe eines Bitnami-WordPress-Stacks habe ich das Archiv lokal angelegt. Dazu vielleicht in einem späteren Post mehr.


  1. oder z.B. DuckDuckGos Cheat-Sheet-Funktion nutzt, die über den Suchergebnissen angezeigt wird, z.B. für „text-decoration css„ []

30
Nov 14

Umgang mit toten Links

Seit Jahren zählt das WordPress-Plugin Broken Link Checker lustig hoch wie sich die von mir verlinkte Internetsphäre verändert. In 11 ½ Jahren sammelten sich bereits einige Links an, von denen viele sowohl nicht mehr vorhanden als auch thematisch obsolet sind.

Ob es der kleine Sammler in mir ist, oder das in meinem Studium inzwischen häufiger mit Zwinkern vorgetragene Leid der ULB Bonn, die Groschenromane von Bastei-Lübbe Verlags archivieren zu müssen: „Zur heutigen Zeit mag es vielleicht wissenschaftlich uninteressant erscheinen, für den ein oder anderen als wertlose Schundliteratur gelten – doch für zukünftige Wissenschaftler mag dies eine enorme Fundgrube sein…“, ganz entfernen möchte ich die Links oder gar die kompletten Einträge dann doch nicht.

2014-11-30
Blogvergangenheit über die Wayback Machine

Ein wundervolles Feature des Brocken Link Checkers, dass die Existenz einer archivierten Version im Internet Archive angezeigt wird, wenn man den Link bearbeitet. Die Ersetzung benötigt zwar weiterhin Denk- und Klickarbeit – nicht wenige URLs werden im Laufe der Zeit von dubiosen Linkfarmen übernommen – ermögtlich jedoch den Erhalt von Kontext.

Und nach all der Zeit in den Fundstücken von damals zu wühlen, kann durchaus alte Schmuckstücke erneut in den Fokus rücken oder einfach ein Schmunzeln auf die Wangen zaubern. So wie bei mir heute Betty Chus Angorahäschen, wenn das mal keine Real-Live Tribbles sind ;).

Unschöne tote Links sind jene, die es nichts in die Wayback-Maschine des Internet Archivs geschafft haben, z.B. die depublizierten Artikel deutscher öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten. Seiten zusätzlich mit Onlinedienste wie WebCite oder Archive.today zu verlinken, auf dass sie archiviert werden oder dieses beim Internet Archive anstoßen, ist nach deutschem Recht schätzungsweise ein riesiges No-Go. Schade…

Update 2014-12-01: Ganz spannend in diesem Kontext das kürzlich (25.11.2014) bei iRights.info erschienene Interview mit Rick Prelinger über das sein Filmarchiv und in diesem Kontext auftretende Probleme mit Urheberrecht und Lizenzen.


17
Nov 09

Soziale WordPress-Plug-Ins

Screenshot AboutMe Widget
Bild 1 Profilicons vorher

(Nicht nur) In der letzten Zeit bin ich in vielen WordPress-Blogs (z.B. in Eisitus Blog Zuckernadel oder Caschy) auf fixierte Linkleisten mit Icons zu diversen sozialen Netzwerken gestoßen.

Da mir diese Lösung wesentlich besser gefällt als jene, die ich mit Hilfe des Plug-Ins About Me gestaltet habe (Bild 1), fackelte ich heute nicht lange und habe die Plug-Ins ausgetauscht. So findest du nun auf der linken Seite meines Blogs eine Leiste mit Icons zu verschiedenen meiner Onlineprofile.

Nach Installation des Plug-Ins ist die Einstellung von Cute Profiles sehr simpel. Im WordPress Backend unter Settings findet sich nach Aktivierung der Erweiterung ein Menu-Punkt mit Namen “Cute Profiles”. Dort kannst du in den ausklappbaren Profillisten die URL zu den jeweiligen anzuzeigenden Profilen eintragen. Das Ergebnis ist dann die oben bereits beschriebene Icon-Liste (16,24 oder 32 Pixel breit), die wahlweise in Grautönen oder in Farbe gehalten ist und auf der rechten oder linken Seite des Blogs angezeigt werden kann (Bild 2 oder Blog ^.~).

Screenshot AboutMe Widget
Bild 2: Icon-Leiste verwirklicht mit Cute Profiles

Wo ich dann schon mal in den Plug-Ins rumwühlte und mich dabei von dem einen und anderen endgültig trennte, stolperte ich wiederum auf eines, welches ich bereits vor ein paar Wochen installierte, jedoch damals nicht aktivierte. Es handelt sich um das Topsy Plugin. Mit diesem wird in jedem (bzw. wie es in der Einstellung festgelegt wird) Artikel ein kleines Countpanel bzw. ein Retweet-Link eingebaut, der es dir, dem Besucher ermöglicht einen Artikel einfach auf Twitter weiterzuverbreiten. Ich bin mir zwar nicht wirklich sicher, ob mein Blog dies wirklich braucht, aber testweise werde ich es die nächsten Wochen einfach mal aktiviert lassen.

Und da ich gerade dabei bin: Schon seit dem 13. Juli habe ich unter “Die Autorin” eine Unterseite angelegt, die meine Netzbewegungen sammelt – richtig geraten: ein sogenannter Lifestream. Verwirklich habe ich dies mit dem Plug-In WP-Lifestream. Ich gebe zu, was das Aussehen betrifft sind noch einige Verbesserungen zu erreichen. Für eine “Out of the Box”-Lösung finde ich es jedoch akzeptabel. Letztendlich findest du die komplettere und praktischere Variante meiner Vergläserung ^.~ so oder so bei FriendFeed.

Zum etwa gleichen Zeitpunkt habe ich mich auch entschlossen das Gezwitscher meines “Haupt-Twitter-Accounts” in der Seitenleiste des Blogs anzuzeigen. Hier wollte ich einfach nur ein ganz simples Plug-In, welches die Tweets anzeigt, sowie Links und @Replies erkennt. Hier bin ich bei Twitter for WordPress gelandet. Das Schöne an diesem Plug-In ist, dass es die angezeigten Tweets mit den CSS-Klassen versieht, welche notwendig wären, um die Einträge ein wenig neckischer darzustellen ^.~.

Und um die sozialen Features noch zu komplettieren brauchte es ein Plug-In, dass neue Blogeinträge an meinen Twitter-Account sendet. Die Anforderungen daran waren recht simpel: Link mitschicken und einen einstellbaren Text für vorne- und hintendran. Solche Plug-Ins gibt es wie Sand am Meer und recht willkürlich habe ich mich für Simple Tweet entschieden, dass nach etwas hin und her (der Fehler saß vor dem Monitor ^.^) auch einwandfrei das liefert, was ich mir wünschte.


05
Okt 08

[updated] Hindergrundgeneratoren im Fokus

Generatoren zum Erstellen von Hintergründen gibt es viele. Über drei von ihnen bin ich in den letzten Monaten gestolpert und war so begeistert, dass ich sie nicht vergessen wollte. Deswegen mag ich sie Dir heute kurz vorstellen.

Pünktchengenerator

Screenshot Background Dotter
Bild 1 Gepunktete Farbverläufe mit dem Background Dotter erstellen

Gepunktete Farbverläufe könnt ihr mit Pixelknetes Background Dotter erstellen. Grell, retro, verrückt oder sanft, wie es Dir beliebt. Was mir in der aktuellen Version (Berta 0.1) des Generators allerdings noch fehlt, ist ein Colorpicker. Farben müssen per Hand (oder Copy&Paste aus einem anderen Program) geändert werden.

Gemütlich Gemustert

Screenshot BgPatterns
Bild 2 So macht Fliesen legen Spaß!

Schicke Kacheln kannst Du mit BgPatterns erstellen. Der vollkommen dem Web2.0 entsprechende Generator erlaubt einiges an Einstellungen. Du wählst dort ein Symbol aus, bestimmst Vorder- und Hintergrundfarbe, Drehung, Leinwandkörnung und Größe und erstellst Dir so einen angenehmen Hintergrund. Wenn Du möchtest, kannst Du Dich dort auch anmelden und Deine Kreationen zur Wahl stellen.

Schottisch Karriert

Screenshot Tartan Maker
Bild 3 Bau Dir Dein eigenes Tartanmuster!

Lustig ist der Tartan Designer, mit dem Du Dein eigenes Karomuster entwerfen kannst. Picknickdecke oder Küchentuch? Lieber schick, schlicht oder bodenständig. Maximal drei Farben können zu einem geraden oder schrägen Kreuzmuster kombiniert werden. Die Einstellungsmöglichkeiten sind recht einfach gehalten. Mehr ist allerdings auch nicht zwingend notwendig.

Du willst Mehr?

Falls Dir diese drei Generatoren aktuell nicht genügen und Du einen größeren Pool an Inspiration zum Thema Hintergrundkacheln benötigst, mag ich Dir gerne den Artikel “Ultimate source for tiled background patterns” von Design Shard ans Herz legen. Dort werden sowohl Gallerien, als auch Tutorials und Generatoren vorgestellt.

Möchtest Du nicht selbst erstellen, sondern nur benutzen, kannst Du ja einfach mal einen Blick auf PixelPatterns, eine Gallerie mit etwas weniger als 1000 Hintergrundkacheln, werfen.

Nachtrag

Passend dazu hat PaintBits.com am 9. Oktober eine noch umfangreicheren Beitrag zum Thema Hintergründe und Generatoren veröffentlicht. Mindestens dort sollte man fündig werden, wenn man zuvor unschlüssig mit den Schultern gezuckt hat.