11
Mrz 14

Windows Aufgabenplanung – Challenge Accepted

Vielen Jahren hat mein geleihgabter (♥) Laptop mir treue Dienste geleistet. Doch mit den aktuellen Anforderungen des Studiums, dem Wunsch nach besserer Portabilität und nicht zu letzt auslaufendem Support des darauf installierten Betriebssystems, wurde es langsam Zeit, einen Nachfolger zu suchen. Nach Monaten an Markt– und Forenbeobachtung kristallisierte sich nach und nach ein Favorit heraus und seit letztem Donnerstag habe ich wieder viele Möglichkeiten, technisch neue Dinge hinzuzulernen. Windows 8.1 auf dem Desktop ist eine Sache, das Ganze unter Benutzung eines Touch-Screens eröffnet hingegen neue Möglichkeiten.

Etwas gekämpft habe ich mit meinem Wunsch, nach dem Mounten einer TrueCrypt-Partition automatisch Programme starten zu lassen. Diverse Lösungssuchen leiteten mich immer wieder auf die PowerShell oder WMI. Aber ich erinnerte mich düster an die Aufgabenplanung, die Windows schon seit diversen Versionen an Bord mit sich führt. Das muss doch dafür zu verwenden sein. Dumm nur, wenn man keine Ahnung hat, wie die Aufgabenplanung funktioniert, und wie um Himmels willen man herausfindet, was das richtige Ereignis ist, welches eine Aktion triggern soll.

Halbherzige Suchen haben mir dabei auch nicht weitergeholfen – und für Videotutorials bin ich schlichtweg zu ungeduldig. Möge jemand eine funktionierende Überfliegen-Funktion für Videos erfinden, werde ich mir es vllt. noch einmal überlegen. Gut, wenn dann ein paar Tage vergehen und man mit neuer Energie drauf schauen kann. Denn neben der Aufgabenplanung gibt es unter Alle Systemsteuerungselemente » Verwaltung auch den Punkt Ereignisanzeige.

2014-03-11

Ein Educated Guess unter Windows Protokolle » System, Ausschau haltend nach einem Ereignis mit Quelleirgendwas mit Ntfs„, ließ mich ein passende Ereignis zum Auslösen der Programmstarts entdecken.

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Netterweise liefert der Rechtsklick auf das Ereignis direkt die Option ein Aktion damit zu verbinden.

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Von dort aus, dachte ich, wäre es ganz Easy Peasy:

Nach Eingabe eines aussagekräftigen Namens für den Aufgabenplan – damit ich ihn später auch wiedererkenne -, ein paar „Weiter“-Klicken,

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dem Hinzufügen eines zu öffnenden Programms,

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sowie dem Abschließen des Assistenen, wobei anschließend die Eigenschaften geöffnet wurden, in welchen ich aller weitere Programme unter Aktionen hinzufügen konnte, schien es so als wäre das Problem gelöst.

Es wäre einfach zu langweilig gewesen, hätte es direkt geklappt …

Beim nächsten Booten und nach erfolgreichen Mount des TrueCrypt-Laufwerks stellte sich jedoch heraus, dass immer nur das zuerst genannte Programm startete. Das darauffolgende jedoch erst dann, wenn ersteres geschlossen wurde.

Da ich keine großartige Geduld hatte jetzt nach möglichen Antworten zu suchen, griff ich auf eine noch ältere Windows-Funktion zurück: Batch-Dateien. Mit Hilfe Teilen dieses Scripts von KossBoss und folgendem Stack Overflow-Beitrag, in dem es um im Hintergrund laufende Batches geht, bastelte ich mir dann ein Batch-File (*.bat) folgender Art zusammen:

@echo OFF
start /B [Pfad zu Dropbox]\Dropbox.exe /home
start /DC:\ "[Pfad zu Evernote]" /B "[Pfad zu Evernote]\EvernoteTray.exe"
start /DC:\ "[Pfad zu Evernote]" /B "[Pfad zu Evernote]\EvernoteClipper.exe"
exit

[Pfad zu Programm] muss natürlich mit dem entsprechenden Pfad auf dem eigenen Rechner ersetzt werden.

Dieses Skript lasse ich nun nach dem Ereignis als Aktion mit dem Parameter /B ausführen. Wahrscheinlich ist dies weder die eleganteste, noch die ressourcenschondendste Lösunge. Aber hey, es funktioniert – und ich bin glücklich :).

 


18
Okt 12

Bezahl was du willst fürs Bündel

Frei übersetzt beschreibt der Titel die Funktionsweise des Humble Bundles. Humble Bundle, ursprünglich Spielepakete anbietend, bietet dieses Mal ein Paket von eBooks an. Das Bündel enthält sechs, bzw. 13 eBooks (Bild 1). Je nachdem, ob der Käufer mehr oder weniger als den durchschnittlichen Preis, dieser liegt im Moment bei etwa 14 Dollar, löhnt.

Bild 1: The Humble eBook Bundle

Eine Besonderheit der Humble Bundles ist, dass der Käufer entscheidet, wohin sein Geld fliest. So kann einem bestimmten Autor, wohltätigen Zwecken, Humble selbst, bei Spielen den Spielemachern oder den Musikern ein größerer oder kleinerer Teil des Geldes zugewiesen werden (Bild 2).

Bild 2: Der Käufer entscheidet, wer wie viel Geld bekommt

Humble Bundle, inspiriert von Steams Bundle-Sales,

„We recently teamed up with the Natural Selection 2 guys to do a bundle promotion, which was influenced by Steam’s indie bundles, and that was a huge success. So I was kind of brainstorming about what we could do to top that, and this idea came about. Everyone in the promotion is 100 percent independent, and we are all buddies, so it only took a few emails to organize the whole thing.“1

ist ansonsten nicht allein mit dem Anbieten von Paketen digitaler Güter für einen bestimmten Zeitraum.

The Digital Reader stellt im Artikel „Content Bundles are the New Groupon“ dazu die Vermutung an, dass Paketverkäufe der neue Hype im Marketingland sein könnten. Wobei die Idee selbst durchaus schon lange existiert.

Besitzer eines Macs kennen das Prinzip eventuell länger. Schon seit 2006 bietet Mac Heist Software im Bundle an. So auch aktuell, inklusive einem kleinen Schmackerl für all jene, die schon immer mal Evernote Premium ausprobieren wollten. Im aktuellen Bundle „Software im Wert von $539 für den Preis von $29“ sind 15 Monate Evernote Premium enthalten [via Evernote für Pfiffige].

Zu beobachten wären neu aufgetauchte Bündel Anbieter wie StoryBundle und Sug Nugget. Ich bin gespannt, was da noch so kommt. ^-^


  1. Quelle: http://arstechnica.com/gaming/2010/05/the-greatest-indie-game-sale-ever-and-how-it-came-to-be/ []