03
Okt 08

Maus und Tastatur teilen mit (q)Synergy

Vielleicht kennst Du das Problem: Du must gleichzeitig mit Desktop-Rechner und Laptop arbeiten und kommst Dir ständig mit den beiden Mäusen in die Quere, außerdem steht mindestens eine Tastatur so, dass sie nicht wirklich gut bedienbar ist. Wäre es da nicht schön, eine Maus und Tastatur einfach über den Jordan zu schicken und beide Rechner mit einem Paar zu bedienen?

Die Antwort lautet: Definitiv ja, ist es! Und wie kann ich dies nun anstellen? Mein Freund hat mich vor einigen Wochen auf ein kleines aber feines Tool aufmerksam gemacht, welches genau diese Problematik löst. Es heißt Synergy und erlaubt es, nicht nur zwei, sondern sogar mehrere Rechner über die Eingabegeräte eines festgelegten Rechners zu bedienen.

Das Schicke daran ist, synergy arbeitet nicht nur auf und mit einem Betriebssystem, sondern auf allen gängigen: Windows (XP, Vista), OS X und Linuxsystemen, wobei für Ubuntu bereits kompilierte Programme zur Verfügung stehen. Und so kann man auch zwischen unterschiedlichen Systemen Tastatur und Maus teilen. In wie fern dies problemlos funktioniert kann ich allerdings nicht sagen – dies habe ich noch nicht getestet.

Screenshot qSynergy
Bild 1: Einfacher Verwaltung der Rechner mit qSynergy

Da es Bedarf gab, ein einfacher zu bedienendes Userinterface für Synergy zu haben, hat ein freundlicher Mensch namens Volker Lanz,  sich etwas einfallen lassen und den Aufsatz qSynergy programmiert. Damit ist das Verwalten der Computer fast schon idiotensicher. Gerade die Position der Rechner, die letztendlich bestimmt, aus welcher Fensterecke des einen man in welche Fensterecke eines anderen Rechners gelangt, lässt sich mit qSynergy bequem verändern. Im Einstellungsmenu des Serverrechners auf Configure Server… klicken und die Klientenrechner (Bild1: Chii) beliebig um den Serverrechner (Bild1: Kotoko) positionieren.

Wenn es nicht auf Anhieb klappt, mit der Verständigung zwischen beiden Rechnern, könnte dies u.U. an der Portfreigabe liegen. In meinem Fall habe ich z.B. noch nicht herausgefunden, wie ich meiner momentante Firewall ZoneAlarm beibringen kann, den von Synergy benötigten Port freizugeben. Damit ich das Program nutzen kann, muss  ich also die Firewall abstellen. Da ich dies eigentlich nicht möchte, kommt Synergy bei mir momentan noch nicht so häufig zum Einsatz, sobald ich eine besser einzustellende Firewall gefunden habe (Hast Du vielleicht einen Tipp?? ^-~) wird sich dies jedoch sicherlich ändern!

Ein Schmankerl hätte Synergy noch zu bieten. Synergy erlaubt das Kopieren und Einfügen von einem zum anderen Rechner. Leider sorgt dieses Feature bei meinen Windowsrechnern dazu, dass das Teilen von Maus und Tastatur nicht mehr funktioniert. Mein Freund hat mit seinen beiden Mac OS X Rechnern jedoch keine Probleme. Einwandfrei konnte er Text, und ich meine auch kleinere Dateien, hin und her kopieren.


02
Sep 08

Vorschaugrafiken im Windows Explorer mit Xentient Thumbnails

Screenshot
Bild 1: Vorschaubilder mit Xentient Thumbnails

Mit Xentient Thumbnails kann man dem Windows Explorer Vorschaugrafiken beibringen, wo er sie normalerweise nicht anzeigen würde. Wählt man die Kachel oder Symbol-Ansicht, wird anstelle des jeweiligen Grafiktyp-Icons eine kleine Vorschaugrafik angezeigt. Und das für die meisten gängigen Grafikformate:

Once installed the software will automatically generate thumbnails for the following image types: JPG, JPE, JPEG, JP2, J2K, GIF, PNG, BMP, WBMP, EMF, WMF, PCX, PBM, PGM, PNM, PPM, RAS, TIF, TIFF, TGA.

Auf die Einstellungen des Programmes kann über die Systemsteuerung zugegriffen werden. Momentan beinhaltet diese zwei Punkte: Zum Einen kann die Erstellung von Vorschaugrafiken abgestellt werden, zum Anderen lässt sich die Zahl der erstellten und gespeicherten Bilder festlegen.

Alles in allem ist Xentient Thumbnails ein Programm, welches sich in meine Must-Have-„Ich modde mein WinXP“-Programme-Liste geschlichen hat! Ich finde es enorm praktisch, nicht mehr sämtliche Ordner, in denen ich Bilder suche, in die Miniaturansicht verfrachten zu müssen.

Wie ich leider gerade lese, hat der Entwickler die Entwicklung dieses praktischen Tools eingestellt. Noch stellt er es jedoch auf seiner Seite zur Verfügung.


04
Aug 08

Der Vogel bekommt mehr und mehr Federn

In der Version 0.3.1 beherrscht Songbird nun auch Tabs

Wie ihr vielleicht seht, ist der Entwurf zu diesem Artikel schon etwas älter, sein Statement jedoch ist immer noch aktuell. Wer bisher noch keinen Blick auf den auf der Mozilla-Engine basierenden Audioplayer (und mehr) geworfen hat, sollte dies spätestens mit dem Release der Version 0.7 nachholen! Aber keine Bange, bis V0.7 ist noch ein wenig Zeit!

Screenshot Songbird 0.7 RC1
Bild 1 Songbird zeigt sich in neuem Gewand

Vor zwei Tagen ist die Version 0.7 RC1 zum Testen für alle Überneugierigen herausgekommen. Neben einem komplett überarbeiteten Gefieder (ja, Federn, so werden die Skins für Songbird genannt), welches wirklich schick und schnell daher kommt, gibt es neue Details wie z.B. intelligente Playlisten, die Möglichkeit einen Konzertkalender einzubinden und eine gut funktionierende last.fm Unterstützung. Schneller ist es auch geworden, das im Schlüpfen befindliche Vögelchen; dies gilt vor allem für den Scan von Mediadateie – egal ob auf Festplatten oder aus Deinem Lieblings-mp3-Blog.

Im Allgemeinen wird – nein ist – Songbird für mich, wenn er mal geschlüpft ist, ein würdiger iTunes-Konkurrent werden. Auch andere Features, wie z.B. eine „Search as you type“-Funktion lässt das Vögelchen nicht missen. Und während ich Musik höre, kann ich mit der gleichen Applikation im Internet surfen – mit Tabs ;) – und mittels diverser Addons den Player nach meinen eigenen Bedürfnissen erweitern, so z.B. automatisch Flickr-Bilder des laufenden Künstlers anzeigen lassen oder andere Spielchen.

Songbird unter Linux

Wie alle anderen Mozilla-Produkte gibt es Songbird für alle gänigen Plattformen. Sehr einfach fand ich die Installation unter Ubuntu (Gutsy). Hierfür muss nur das Paket heruntergeladen, entpackt und am besten direkt im Ordner ~/bin/: kopiert werden.

1
2
mel@kotoko:> mv Songbird_0.7.0rc1_linux-i686.tar.gz ~/bin/
mel@kotoko:> tar -xf  Songbird_0.7.0rc1_linux-i686.tar.gz

Anschließend kann die komprimierte Datei gelöscht und der Einfachheit halber ein symbolischer Link Erstellt werden. Dieser hilft, dass man den Player von überall her aufrufen kann1.

1
2
mel@kotoko:> rm Songbird_0.7.0rc1_linux-i686.tar.gz
mel@kotoko:> ln -s ~/bin/Songird/songbird ~/bin/songbird

Anschließend steht dem Musikgenuss mit Songbird nichts mehr im Weg. Geöffnet wird der Player mit einem schnellen Alt+F2 und dem Tippen von songbird – oder auf eine der anderen vielen Arten und Weisen2.

  1. Sofern der Pfad ~/bin/ in der PATH-Variable enthalten ist – teste dies z.B. mit „echo $PATH„ []
  2. Im Terminal songbird eintippen, mit Hilfe von Gnome-Do oder Launchy ^-^“, einer Verknüpfung auf dem Desktop (die allerdings selbst angelegt werden muss), … []

28
Jul 08

Verbundene Medien auf dem Windows-Desktop mit Desk-Drive anzeigen

Screenshot Desk-Drive in Action
Bild 1: Verbundene Medien als Icons

Icons, die auf dem Desktop auftauchen, sobald eine CD/DVD ins Laufwerk geschoben wurde oder der USB Stick verbunden, kannte ich als gemeiner Windowsbenutzer bisher nur von Linux- oder Mac-Systemen. Eine sehr nützliche Sache, die mir bisher bei meinem WindowsXP System – nicht direkt, aber schon irgendwie – fehlte.

Natürlich kann man sich die verbundenen Medien über den Arbeitsplatz, der sich normalerweise im Explorer öffnet, wenn man diesen z.B. schnell mit Win+E aufruft, anzeigen lassen.  Die Möglichkeit, diese direkt auf dem Desktop angezeigt zu bekommen und somit immer im Blick zu haben, was gerade eingelegt ist (Bild 1) und zusätzlich  direkt darauf zugreifen zu können ist etwas, was ich gerne haben mag.

Nun also die Lösung ^.~ Mit dem kleinen Tool Desk-Drive von Blue Onion Software wird oben beschriebene Funktionalität unter WinXP und Vista erreicht. Über das Einstellungsmenu, welches mit einem Rechtsklick auf das Taskleisten-Symbol aufgerufen wird, kann ausgewählt werden, welche Medien von Desk-Drive berücksichtigt werden sollen (Bild 2).

Screenshot Einstellungsmenu Desk-Drive
Bild 2: Einstellungsmöglichkeiten von Desk-Drive

Praktisch ist auch die Möglichkeit, Laufwerke auszuschließen. Für mich sind z.B. die Festplatten und das Diskettenlaufwerk uninteressant. Das Diskettenlaufwerk auszuschließen scheint auch einen kleinen Geschwindigkeitsvorteil zu bringen. Zumindest bei mir ist dies der Fall. Mein Windows scheint nicht das Schnellste zu sein, wenn es darum geht, zu verstehen, dass keine Diskette eingelegt ist. ^-^

Fazit

Ich habe Desk-Drive getestet, für mich und meine Bedürfnisse für gut befunden und werde es definitiv in meinen Stack der Must-Have-Programme aufnehmen. Der Verbrauch von Arbeitsspeicher liegt mit etwa 20MB im Rahmen des “stört mich nicht weiter”, DVDs werden etwa 10 Sekunden später angezeigt1, außerdem können die Medienträger bequem über einen Rechtsklick ausgeworfen werden, denn die Icons zeigen das normale Rechtsklickmenu für Medienträger ^-^

  1. Ich schiebe dies allerdings auf mein System, da dies immer etwas länger braucht um CDs/DVDs zu “laden” []

02
Jun 08

Neue Kleider für Dein WinXP?

Wenn auch Dir die Standard-Windows-Themes auf die Nerven gehen oder Du etwas Schickes, Schlichtes, Neues suchst, könntest Du eventuell bei Studio7Designs fündig werden.

Screenshot Studio7Designs
Bild1: Schöne WinXP-Themes bei Studio7Designs

Die neun Visual Styles, welche im Original von StudioTwentyEight stammen, kann man sich auf Studio7Designs näher ansehen. In der originalen Galerie gibt es zwar eine größere Auswahl, dafür nur kleine Vorschaubilder, welche leider nur  grob erahnen lassen, in welche Richtung das jeweilige Theme geht.

Um die neuen Kleider verwenden zu können, benötigt man eine gepatchte UXTheme.dll. Für Winows XP SP2 kann ein Tool, welches dies erledigt, direkt bei Studio7Designs heruntergeladen werden. Für Winows XP SP3 findet sich ein entsprechendes Programm z.B. bei Chip. Die heruntergeladenen Theme-Datei(en) sollten bei einer Standardinstallation von Windows in das Verzeichnis „C:/WINDOWS/Resources/Themes“ kopiert werden (bei abweichendem Windows-Systempfad muss natürlich der eigene Pfad verwendet werden und nicht der hier genannte).

Screenshot Eigenschaften Dialog
Bild2: Et voilà, neue Themes zur Auswahl.

Vor dem patchen der Style-Bibliothek sollte unbedingt ein Wiederherstellungspunkt erstellt werden! – schließlich kann immer mal etwas schiefgehen. Sobald die gepatchte UXTheme.dll-Datei verwendet wird (eventuell Neustart erforderlich), werden die neuen Styles dann in dem Dialog Eigenschaften von Anzeige (rechter Mausklick auf dem Desktop » Eigenschaften) » Darstellung in dem Ausklappmenu Fenster und Schaltflächen angezeigt (Bild2).

Bei mir kam es manchmal vor, das Themes nicht automatisch geladen wurden. In solchen Fällen kann man die Themes dennoch verwenden, in dem man einfach auf die jeweilige msstyles-Datei doppelklickt. Diese wird dadurch manuell mit dem Eingenschaften-Dialog geöffnet. Falls man sich eine weitere Datei direkt im Anschluss ansehen möchte, muss das aktuelle Dialog-Fenster geschlossen werden. Ansonsten würde der Trick für die zweite Style-Datei nicht funktionieren. ^_~

Reicht die Auswahl auf den oben genannten Seiten nicht, oder geht in die falsche Stilrichtung, möchte ich schnell noch diverse weitere Quellen nennen. Nummer eins ist natürlich DeviantArt, weitere übliche Verdächtige sind WinCustomize, ThemeXP und  WinModify.