16
Mrz 08

Speed Reading – Schneller Lesen

Eine Sache, welche auf meiner To-Learn-Liste steht ist es, meine Lese-Geschwindigkeit zu erhöhen. Um dies zu erreichen, ist es für mich wichtig unter anderem folgende Dinge zu üben:

  • Subvocalizing reduzieren, d.h. den Text nicht im Kopf mitsprechen
  • Sprünge und doppeltes Lesen während des Lesens vermeiden
  • Schnell lesen üben, wobei es primär auf die Geschwindigkeit und nicht auf das Verstehen ankommt
  • Die Augen flüssig über den Text gleiten lassen und mehrere Wörter, vielleicht sogar Textpassagen auf einmal erfassen

Eine wichtige Voraussetzung, um wirklich schnell zu lesen ist bei mir definitiv Konzentration bzw. Fokussierung. Stille um mich herum und keine Ablenkungen wie z.B. Musik, oder noch schlimmer Fernseher oder Gespräche. Ich bin empfindlich, selbst das Rauschen meines Computers könnte mich schon ablenken.

Zusätzlich ist es für mich persönlich auch wichtig, eine gute Leseumgebung zu haben. Zum einen um Störungen vorzubeugen, zum anderen um mich wohl zufühlen. Und letztendlich hilft mir auch die Gewohnheit, schneller in einen Text zu finden.

Bei digitalen Texten, Weblog-Artikeln oder längeren Texten auf Webseiten, versuche ich es ähnlich zu halten: Ablenkungen so weit wie möglich eindämmen. Dies bedeutet:

  • Instant Messanger, E-Mail-Benachrichtigungen und andere Benachrichtigungstools aus
  • Browser oder Text im Vollbildschirm-Modus ansehen
  • Aufrecht und somit auch aufmerksam vor den Monitor setzen und mich nicht irgendwie davor hängen

Speed Reading Tools

Glücklicherweise gibt es auch Hilfen, digitale Texte schneller und unabgelenkter zu Lesen.

Screenshot Spreeder
Mit Spreeder schneller lesen

Eines der Online-Tools zum schnelleren Lesen von digitalen Texten ist Spreeder? Der betreffende Text muss in die Textbox hinein kopiert und anschließend nur noch der Startknopf betätigt werden. Schon geht es los. Textformat, -größe und natürlich auch die Geschwindigkeit sind einstellbar.

Andere Programme stehen zum Download bereit, wie z.B. der WordFlashReader [via Lifehacker].

Mehr Lektüre zum Thema

Wer mehr zum Thema Speed-Reading lesen möchte, kann für einen kurzen Überblick den Wikipedia-Artikel über das Schnelllesen besuchen. Und natürlich gibt es genügend Lifehack-Seiten, welche das Thema mehr oder weniger ausführlicher und persönlicher Note behandelt haben.

Ohne großes Auswahlverfahren bin ich damals, als ich mich anfing dafür zu interessieren, auf TurboRead Speed Reading als Leitfaden gelandet.

Schlussbermerkung

Am Ende sollte man jedoch nicht vergessen, dass es nicht nur auf das schnelle Lesen ankommt. Auf PickTheBrain gibt es dazu einen sehr interessanten Artikel über die Verbesserung des Leseverständnisses. Oder aber Scott H. Young mit „Beyond Speed – How to Read Smart

Und wenn ich zum x-ten Mal feststelle, dass ich an dem gleichen Absatz hänge, dann akzeptiere ich einfach, dass der Moment nicht der richtige Moment zum Lesen ist. Dann heißt es aufstehen, spazieren gehen, mein Zimmer aufräumen, Zeichnen, Japanisch lernen, einen Briefschreiben, trainieren oder was auch immer anderes machen – und es einfach eine Stunde später noch einmal versuchen ^.~


28
Feb 08

Entspann‘ Dich mal!

Notiz an mein Alter Ego: Entspannung dringend nötig!!!

Tief durchatmen, Workrave einschalten und die Mikropausen ernst nehmen – alle Glieder von mir strecken. Zwischendurch den Computer in den Ruhezustand schicken und mir selbst eine Runde „Sitzen“ (manche nennen es Meditation ^.~) gönnen. Lauschen auf die Geräusche des Alltags, den Körper spüren, die Atmung erfahren, einfach für einen Moment aussteigen.

Himmel über Bonn
Wintermorgen

Genieße das Essen! Schmeckst Du die vielen Geschmacksrichtungen, spürst Du die Konsistenz, wie sie sich in Deinem Mund ändert? Riechst Du die Zutaten? Kleine Oasen der Ruhe erkennen und auskosten.

Am Morgen, am Abend; Wasser, das meine Haut berührt, Gerüche der Seife, die Pferde auf der Wiese beim Blick aus dem Fenster. Für einen Moment innehalten und mich anlächeln. Ein Lächeln, das mir Mut zuspricht, dass mir sagt „Alles wird gut, Du schaffst das schon!“

Wie entspannst Du Dich?


25
Feb 08

Selbst-Sabotage gelistet

Über drei Ecken gefunden bei Ubiki: „How to be miserable as an artist„.

Wenn ich frei übersetzen darf, „Dinge, die man als Künstler machen muss, um sich miserabel zu fühlen„:

  1. Vergleiche Dich ständig mit anderen Künstlern
  2. Spreche mit Deiner Familie über Deine Arbeit und erwarte, dass sie dich anspornen
  3. Den Erfolg Deiner Karriere misst Du nur an Hand eines einzigen Projektes
  4. Du bleibst bei dem, was Du weist
  5. Verkaufe Deine Expertise unter Wert
  6. Lass Dir vom Geld diktieren, was Du zu machen hast
  7. Beuge Dich dem gesellschaftlichen Druck
  8. Beschäftige Dich nur mit der Arbeit, die Deine Familie liebt
  9. Mache immer das, was der Galerist/ Geldgeber/Kunde/Benutzer/Gläubiger verlangt
  10. Stelle Dir unerreichbare/ Dich überfordernde Ziele, die Du bis morgen erreicht haben musst

Als ich dies las, musste ich es auf andere Alltagsdinge übertragen. Ob Beziehungen zu Freunden oder der Job, wie häufig rutscht man in die ein oder andere Gedanken- und Verhaltensfalle. Und natürlich führt es dazu, dass man sich wirklich miserabel fühlt.

Vor einer Weile habe ich einen Artikel mit ähnlichem Tenor im Positivity Blog gelesen, „7 Habits of Highly Ineffective People„. Frei übersetzt wurde empfohlen:

  1. Nicht auftauchen
  2. Den halben Tag durch Aufschieben verschwenden
  3. Sich mit Dingen beschäftigen, die im Moment nicht das wichtigste sind
  4. Zu viel Denken
  5. Überall das Negative und die Nachteile sehen
  6. An den eigenen Gedanken festhalten und äußere Einflüsse abwehren
  7. Ständiger Informationsüberfluss

Den Artikel zu lesen, lohnt sich auf jeden Fall, den jeder einzelne Punkt ist an Hand von Beispielen erläutert.

Ich finde es sehr gut, immer mal wieder über Artikel dieser Art zu stolpern. Nur so werden ich auf diese Verhaltensweisen aufmerksam und habe die Möglichkeit, der Selbst-Sabotage ein Ende zu setzen.

Sicherlich ist es auch interessant, eine eigene, persönliche Liste des Selbst-Sabotage-Aktes zu erstellen und sie sich groß an eine Wand zu pinnen. „Wann stelle ich mir mal wieder selbst ein Bein? In welchen Momenten verhalte ich mich selbstschädigend?“

Es ist gar nicht so einfach, jedoch sehr aufschlussreich. Wichtig ist, dass man dabei ungestört ist und sich wirklich die Zeit dafür nimmt. Und natürlich ehrlich zu sich selbst ist.


13
Feb 08

Lass‘ es zur Gewohnheit werden

Geht es euch manchmal auch so, dass ihr nach Monaten (oder Jahren) feststellt, dass ihr vor eben jener Zeit einmal richtig gute Dinge gemacht und es anschließend total vergessen habt? Dinge, die eine sehr positive Wirkung hatten; halfen, Klarheit zu finden, über das, was man wirklich wollte.

Per Zufall bin ich heute über einen meiner Texte gestolpert, „Dinge, die ich gerne machen mag“, welchen ich vor etwa eineinhalb Jahren verfasst habe. Ich las ihn und dabei ereilten mich zwei Erkenntnisse:

  • Ab und zu sollte ich mir die Zeit nehmen, die Dinge, die ich schreibe auch zu lesen
  • Manch eine „Übung“ ist wichtig genug, um sie aktiv(!) zur Gewohnheit zu machen

Sich regelmäßig mit den eigenen Wünschen und Zielen auseinander zu setzten, und zwar bewusst, gehört definitiv zu der Kategorie der sinnvollen Übungen.

Damit habe ich natürlich keine neue Weisheit entdeckt. Schon sehr häufig habe ich im ein oder anderen „Lifehack-Blog“ darüber (quer)gelesen. Dennoch ist es wie mit vielen Dingen im Leben, sie bringen einem nichts, bis man sie nicht am eigenen Körper erfahren hat, bzw. die Erkenntnis selbst zu einem hernieder gefahren ist ^.~

Scan tägliche ToDo-Liste
Tägliche ToDo-Liste nach Seinfeld’s Chain Method

Was die Aneignung neuer Gewohnheiten angeht, hatte ich bisher den größten Erfolg mit meiner Version von Seinfeld’s Chain. Nachdem ich sehr lange nach einer digitalen ToDo-Liste suchte, welche für tägliche Tätigkeiten zu verwenden ist, allerdings nie wirklich zufrieden war, bin ich zum guten alten Stift und Papier zurück gekehrt.

Die „Ketten“-Methode stellte sich für mich als ein wirklich nützliches Tool für all die kleinen Dinge heraus, die man sich zur Gewohnheit machen möchte. Den Druck aufzubauen, eine bereits aus mehreren Kreuzchen (oder noch besser, etwas lustigerem, Sternchen, Herzchen, Krönchen) bestehende Kette, die anzeigt, dass man bereits mehrere Tage lang durchgehalten hat, ist für mich tatsächlich eine Hilfe.

Bisher habe ich sie nur für die täglichen Kleinigkeiten verwendet, z.B.

  • Ein ordentliches Frühstück zum Verhindern von Heißhunger-Attacken
  • Meditation zur Entspannung
  • Etwa eine halbe Stunde Japanisch lernen
  • Rückenübungen
  • Lesen

Ich bin zuversichtlich, dass sich das Prinzip auch gut für wöchentlich oder monatlich wiederkehrende Dinge eignet. An Stelle von Tagen werden Wochennummern oder Monatszahlen verwendet. In wie fern die „geringere Regelmäßigkeit“ ein Problem darstellt, werde ich dann wohl sehen ….


09
Feb 08

Notfallplan für „Miese Laune“-Momente erstellen

„Eigentlich könnte ich gerade k…….. mich meiner Innereien entledigen“.

Wer kennt solche Moment nicht?! Und wenn sie einmal da sind, ist es immer gut, das ein oder andere Mittel an der Hand zu haben, wie man solch einer Stimmung begegnet. Denn erst einmal darin gefangen, ist es unter Umständen gar nicht so einfach, wieder heraus zu finden.

Nun gut, was könnte ich also machen? Zuerst einmal brain-stormen, d.h. alles aufschreiben, was mir einfällt, so viel wie möglich. Was geht oder nicht geht, wird später überlegt!

Schreiben, spazieren gehen, Bad nehmen, Kissenboxen, Schattenboxen, Freund durchkitzeln, mich durchkitzeln lassen, Freunde anrufen, zeichnen, Japanisch lernen, Brief schreiben, markierte Newsfeed-Artikel lesen, CD-Sammlung sortieren, Bücherregal entstauben, Badezimmer putzen, laut singen, auf einem Bein durch die Wohnung hüpfen, einen Kopfstand machen, Rechnungen abheften, Yoga, meditieren, Socken ausmisten, Kochbücher durchwältzen und mir ein Rezept für morgen aussuchen, Pflanzen abstauben, Werbung auseinander reißen, Lesen, Gilmore Girls schauen, Fotos durchsehen, Fingernägel polieren und lackieren, Fußbad, Fußmassage, Leuchturmbild weiter malen, Schreibtischschublade ausmisten, Schreibtisch abräumen und abwaschen, Stifte auf Tauglichkeit prüfen, ein Blatt komplett in bunten Farben ausmalen (mit Buntstiften), eine Liste mit mindestens 100 Punkten erstellen, einmal die Straße hoch und runter sprinten, die Pferde beobachten, fotographieren, backen, IKEA Katalog durchgehen und nach Inspiration suchen, Civilisation spielen, neue Musik entdecken, tief durchatmen

Wie vielleicht aufgefallen sein mag, die meisten Punkte auf meiner Liste haben nichts mit dem Computer zu tun. Und dies aus triftigem Grund, denn in den meisten Fällen fühle ich mich noch schlechter, wenn ich dem stillen Gefährten mein Leid klage.

Gerade das Internet eröffnet viele Möglichkeiten der Kommunikation, in meinem Falle ist es allerdings auch so, dass ich mich dadurch gerade noch einsamer fühlen kann. Die Untätigkeit, in die ich verfalle ob meiner Depression, der Unzufriedenheit mit mir und der Welt wird unterstützt dadurch, dass ich mich langweile, ärgere über „die Dummheit der Welt“. Ich kann mich nicht mehr an der Inspiration, welche da draußen herumfliegt erfreuen.

Und so weiß ich, sobald die einzige Beschäftigung aus dem Drücken des Refresh-Buttons besteht, ist es für mich Zeit, die Kiste herunter zu fahren!

Nun also wieder zurück zu meiner Liste. Sie ist nicht kurz, sie könnte sicherlich auch länger sein, sicherlich ist es gut – immer mal wieder darüber zu gehen und sie zu ergänzen, wirklich unsinnige Dinge herauszustreichen. Denn gerade in „bad mood“ Momenten ist der „keine Lust darauf“ Teufel extrem widerwärtig! ^·~

Und dann kann man sich noch überlegen: Welche Dinge fallen mir einfacher und sorgen doch meistens dafür, dass es mir besser geht? Dann eine kleine Reihenfolge aufstellen und sich damit einen Plan zurechtlegen.

Folgender habe ich mir zusammen gestellt:

  1. Tief durchatmen
  2. Schrei mal laut oder mach Dir laute Musik an (hüpf dazu rum!)
  3. Schreib Dir von der Seele, was Dich gerade ankotzt
  4. Nimm ein Bad/Fußbad und kümmere Dich darum, dass Du Dich wohl in Deinem Körper fühlst
  5. Rufe Freunde an und sorge dafür, dass Du Gesellschaft hast
  6. Falls 5. nicht möglich ist: Suche Dir eine Beschäftigung: Du hast da doch so eine Liste mit ganze vielen Ideen!

Diesen dann als „bad mood“ Notfall Zettel irgendwo groß und bunt irgendwo an den Schrank oder die Wand heften.

Sobald man sich in der Schlechten Stimmung erwischt heißt es dann: Keine Widerrede, Augen zu und durch! Denn sobald man einmal etwas angefangen hat, merkt man schon, wie die Tätigkeit die Lebensgeister zurückholt. Am Ende des Tages noch eine „Was habe ich heute alles Gutes gemacht“-Liste und eine Massage vom Liebsten und der morgige Tag wird nur noch halb so schlimm werden.