31
Jan 05

Motivation

Ich bin müde, aber wenigstens auch begründet. Unser Plan, alles anders zu machen, läuft – ein wenig. Und wenn in dem einen Moment nicht, dann im nächsten, denn es ist nie zu spät und es ist nie der falsche Zeitpunkt. ^-^“ Am nächsten Mittwoch haben wir unseren ersten FP II Versuch. Ich freue mich darauf, auch wenn es bedeutet, dass nun wieder eine Phase des absoluten Stresses eingeläutet wird.

Ein kleines Resume auf den ersten Monat. Ich habe es versucht, schien zu scheitern und habe dieses Mal nicht aufgegeben. Zwar bei der Klausur, aber nicht in meinem Leben. Es ist Zeit, das Leben wieder in die eigene Hand zu nehmen und mich nicht nur von Zufall zu Zufall und Faulheit zu Faulheit fallen zu lassen. Für mich versuche ich etwas zu ändern, denn so wie es jetzt ist, habe ich keine Zukunftschancen.

Ich habe auf meinen Wegen im Web eins, zwei Seiten gefunden, die vielleicht helfen könnten. Vielleicht beinhalten sie auch nur das, was ich bereits weiß, nichts desto trotz ist es eine kleine Unterstützung und ein wenig puschen: So bekommen sie ihre „Aufschieberitis“ in den Griff bei Zeit zu Leben, Hilfe bei Prüfungsangst und ein Artikel Yoga gegen den Unistress. Letzeres ist wohl weniger mein Ding. Ich würde gerne Sport treiben, traue mich aber nicht, da ich mich aus Frust und Verzweiflung auf fast 100kg hochgefressen habe. Da stellt sich mir die Frage, wie kann ich wieder anfangen, ohne mich direkt zu überlasten. Hierzu ein kleiner Artikel des SWR. Gerade gefunden: Sportunterricht.de – interessante Informationen.

Nachtrag Gerade gelesen Weblog-Impuls #3: Die Methode der Micro-Schritte im Weblogeinfach-persoenlich – einfach mal lesen ;).


31
Jan 05

Sofort

Früher habe ich immer alles sofort gemacht und danach hatte ich viel Zeit. Inzwischen habe ich mich an den Alltagstrott gewöhnt und gehöre zu jenen Leuten, die unangenehme Dinge aufschieben. Vor allem was das Lernen vor Klausuren angeht.

Jetzt heißt es, die Gewohnheiten zu brechen, Dinge sofort zu erledigen:

Das Geschirr sofort abwaschen, die Vorlesungen direkt nacharbeiten und alle anderen Dinge, die ich gerne aufschiebe. Außerdem ist es nicht sinnvoll, auf den letzten Drücker zu lernen – für mich nicht – vielleicht bestehe ich damit die Klausur, aber kontinuierlich lernen bringt 1. weniger Stress und 2. sorgt es dafür, dass ich die Dinger länger behalte und sie mir auch im weiteren helfen.

Denn verankertes Wissen ist schneller wieder da und ich muss nicht beim nächsten Mal den alten Stoff komplett mitlernen.


31
Jan 05

Neutraler Raum

Um mich von Ablenkungen fern zu halten, lerne ich ab dieser Woche jeweils 4 Stunden pro Tag in der Bibliothek. Das verhindert, dass ich den Fernseher anmache, ins Internet gehe, ein Buch lese oder putze, denn selbst das ist manchmal atraktiver als lernen.

Wenn man keine Möglichkeit hat, in eine Bibliothek zu gehen, eignet sich vielleicht auch ein anderer „neutraler Ort“, wie z.B. die Küche oder bei einer Freundin oder so. Natürlich kommt das dann auch immer auf alle „Umgebungsvariablen“ an. Als ich klein war, habe ich die Hausaufgaben immer direkt in der Küche gemacht, wenn ich aus der Schule kam. Dies hat mir viel gebracht, und ich hatte auch keine Probleme mit Ablenkung, weil unsere Küche wirklich nur Küche ist und auch immer aufgeräumt war.


30
Jan 05

Anerkennung ‚Ich bin stolz‘

Ok, Punkt Nummer Eins. Es geht darum, nicht immer um Annerkennung betteln zu müssen. Wenn ich Kleinigkeiten gut finde, und ein wenig Stolz bin, dann schmälert diese Tatsache nicht, dass niemand es bemerkt. Es geht nicht darum, anderen zu gefallen, es geht darum, dass ich selbst damit zufrieden bin.

Leider geht das nicht so einfach, wie ich es mir immer wieder sage. „Mach‘ doch einfach!“ Nicht lange darüber nachdenken. Also, jetzt wird sich aktiv darüber Gedanken gemacht, worauf ich stolz bin, was ich gut finde. Ohne mich klein zu machen. *schwer*

Ich bin stolz darauf, dass ich manche Dinge schnell begreife.
Ich bin stolz darauf, dass ich ein unkompliziertes Verhältnis zu Computern habe.
Ich bin stolz darauf, dass ich alleine wohne und mein Leben wenigstens in Alltagsdingen wie Putzen oder Waschen auf die Reihe bekomme.
Ich bin stolz darauf, dass ich das FP geschafft habe.
Ich bin stolz darauf, dass ich mehrere Internetseiten besitze.
Ich bin stolz darauf, dass … hmm …

Ok, das war es auch schon, was ich mir eingestehen kann. Aber für den Anfang. Als ich die Sätze geschrieben habe, merkte ich immer wieder den Impuls, alles zu relativieren, es zu schmälern und nieder zu machen: Ich begreife ja nicht alles so schnell, ich kann nicht wirklich programmieren, nur stümpern, ich kann auch nicht richtig mit Linux umgehen… usw.

*tiefdurchatme* Aber es sind dennoch Dinge, auf die ich insgeheim stolz bin und ich immer hoffe, dass es irgendjemand bemerkt. Damit ich Anerkennung bekomme und dann vielleicht nicht mehr so klein sein muss. Ich selbst habe (von mir) keine Erlaubnis, mich gut zu fühlen. Will ja nicht eingebildet sein. Dabei ist ein gesundes Selbstvertrauen absolut notwendig!

Es würde mich interessieren, auf welche Dinge ihr bei euch stolz seid. Und zwar auch solche Dinge, die ihr mehr oder weniger heimlich bei euch denkt. Gerade, wenn ihr auch eher zum Typ „Ich mache mich klein“ gehört.


30
Jan 05

Aus Angst zu versagen

Aus Angst zu versagen, probiere ich es erst gar nicht. Denn wenn ich nicht gelernt habe und dann mitschreibe und nicht bestehe, kann ich mir immer sagen, wenn ich gelernt hätte, hätte ich eine Chance.
Mein Freund hat mich darauf aufmerksam gemacht, weil er dieses „sich selbst beschummeln“ auch macht.

Bei dieser Klausur war es genauso. Das mit dem Lernen hat sich verzögert, weil ich krank war. Danach habe ich mir jegliche Chancen abgesprochen, weil es einfach zu viel Stoff für zu wenig Zeit war. Also habe ich mich abgelenkt und nicht gelernt. Habe mir eingeredet, dass ich meinen Kopf frei bekommen muss, bevor ich ordentlich anfangen kann zu lernen.

Zwei Tage vor der Klausur habe ich überlegt, ob ich mir nicht noch schnell irgendetwas einprügele, habe aber auch das nur halbherzig gemacht.

Gestern war die Klausur. Beim drübersehen kamen mir viele Dinge bekannt vor und ich bin sicher, eine Chance hätte gehabt zu haben, falls ich nur ein paar Dinge gelernt hätte. Da ich dies aber nicht getan habe, brauche ich mich während der Klausur nicht anstrengen.

Merkt ihr was? Hier ist die Ausrede wieder.

Dabei hätte ich kämpfen können und mit dem, was ich von letztem Jahr kann es einfach versuchen, einfach kämpfen und nachdenken. Aber ich gebe vorher auf. Damit es nicht peinlich wird, bearbeite ich ein paar Aufgaben und gebe nur die ab, bei der ich mir sicher bin, dass sie ein paar Punkte gibt.

Dann kann ich mir sagen: „Hey, ich habe nicht gelernt, und trotzdem was geschafft, wenn ich gelernt hätte, hätte ich die Klausur bestanden! Ich bin gar nicht so schlecht!“

Aber so funktioniert es leider nicht. Man kann nichts gewinnen, wenn man nicht kämpft und ich werde die Klausuren nie schaffen, wenn ich es gar nicht versuche. Und mir selbst vorzumachen, dass ich schlau genug bin, es zu schaffen, hilft nichts. Nur aus Angst, zu versagen, vorher aufgeben ist falsch.

Aber dieser Verhalten loszuwerden ist schwer. Ich pendele hin und her. Habe das Gefühl, je mehr ich kontinuierlich mache, desto besser geht es. Denn dann habe ich nicht so viel nachzuholen. Dann kann ich nicht sagen, „Ich habe keine Zeit, das alles so zu schaffen, dass es mir hilft“, und ich weiß, dass ich genug gemacht habe.

Wenn ihr die Chance habt, kontinuierlich zu arbeiten, dann macht es!! Denn dann reicht die Zeit, ihr benötigt nicht übermäßig viel Zeit pro Tag und man kommt nicht so schnell an den Punkt, dass einen der Stoff überrollt und man in die Position kommt, in der man vorher schon aufgibt, aus Angst, es nicht zu schaffen.

Ist es euch auch mal passiert, dass ihr aufgegeben habt, bevor ihr angefangen habt, aus Angst, zu versagen??