23
Jan 08

Rousseau und die geilen Pelztierchen

Rousseau und die geilen Pelztierchen

Nein, Rousseau und die geilen Pelztierchen ist nichts für prüde Menschen, welchen es schon beim Gedanken an Pornographie rot in die Nase steigt – oder aber sie sind gerade die perfekte Zielgruppe.

Eins ist jedenfalls sicher, ein Sprachmuffel darf man nicht sein, denn ansonsten wird man sich schon sehr schnell über den geschwollenen Stil eines Großteil des Textes aufregen. Nicht umsonst wird der Autor, Andrew Crumey auf der Rückseite mit Umberto Eco und Christian Norfolk in einem Atemzug genannt. Wobei – an Eco kommt er bei mir nicht heran. Besser gefallen als Norfolks „Lemprière’s Wörterbuch“ hat mir das Buch jedoch allemal!

Zwei Teile der Geschichte spielen in der heutigen Zeit, ein weiterer im Frankreich des späten 17ten Jahrhunderts – diese drei Geschichten, welche der Autor parallel erzählt, sind natürlich miteinander verknüpft. Auf welche Art und Weise erfährt der Leser selbstverständlich erst nach und nach ^·~

Grob geht es um eine geheimnisvolle Enzyklopädie, zwei Kopisten die flüchten müssen, nachdem sie einen geheimnisvollen Auftrag erhielten, zwei etwas ältere Geisteswissenschaftler, deren Leidenschaft die Bücher sind, wie Mr.Mee, einer der Gelehrten und quasi der Protagonist, die heutige Welt entdeckt und natürlich um die Liebe. Letzeres allerdings nicht ganz so, wie man sich dies vielleicht zuerst vorstellen mag. Das hört sich jetzt etwas trocken an, ist es aber nicht – im Gegenteil! Ich habe mich köstlich amüsiert!

Und damit kann ich guten Gewissens sagen, Andrew Crumey ist definitiv ein Autor (übrigens Physiker ^.~) den ich mir merken werde!!


16
Jan 08

Freier Zugang zum Focus-Archiv

Gerade im Geizkragen-Gemeindebrief gelesen und für erwähnenswert befunden:

Pünktlich zum 15-jährigen Jubiläum stellt das Nachrichtenmagazins „Focus“ sein Archivmaterial kostenlos im Internet zur Verfügung.

Damit kann man, mit Ausnahme der aktuellsten Ausgaben, in Artikeln des Focus ab Ausgabe Nr.3 (13.01.1993) stöbern.

Focus Archiv

Natürlich gibt es auch eine Suchfunktion, in der alle oder auch nur einzelne Rubriken durchsucht werden können. In der erweiterten Suche kann man die Ergebnisse zusätzlich auf einen bestimmten Zeitraum oder Autoren beschränken. Schön ist, dass die Suche in drei verschiedenen Darstellungen (Sortierungen) angesehen werden kann.

In wie fern es sich dabei um eine zeitlich begrenzte oder unbegrenzte Aktion handelt, konnte ich leider nicht herausfinden.


15
Okt 07

Projekt Gutenberg

oder „Hat jemand einen Sack Zeit für mich?“

Seit Längerem überlege ich schon, mich in die Lektüre von „Klassikern“ der Literatur zu stürzen. Das Projekt Gutenberg bietet sich mir dabei als eine sehr nützliche Quelle an. Viele Werke, in einige Sprachen und manchmal sogar mehreren unterschiedlichen Übersetzungen, werden dort angeboten.

Dies führt dazu, dass ich inzwischen eine „kleine“ Liste an Büchern und Novellen habe, welche ich mir ansehen und am Besten auch lesen mag.

Sind die Bücher kostenlos?
Das Gutenberg Projekt schreibt hierzu: Die meisten Bücher sind frei, sowohl zum persönlichen als auch anderem Gebrauch, weil sie in den USA nicht mehr vom Copyright geschützt sind. Wirft man hingegen einen Blick auf die Informationen des deutschen Gutenberg Projektes (auf Spiegel.de), wird eine Freiheit des Urheberrechtes nicht zwingend gewährleistet. Die Verwertbarkeit der Texte liest sich auf der deutschen Seite etwas strikter als in der englischen Version.

Mehr?
Noch nicht genug Literatur? Dann habe ich da vielleicht noch einen interessanten Link. Die Macher von The Online Books Page haben sich zum Ziel gesetzt, eine möglichst umfangreiche Liste der im Internet frei erhältlichen Bücher zu erstellen. Praktisch für mich Informations-Junkie: Über neu eingetragene Texte informiert ein Newsfeed RSS.


05
Apr 07

Die Kana lernen und behalten

„Die Kana lernen und behalten“ J.W. Heisig / K. Gresbrand

Ein wahrlich geniales Buch zum Erlernen der Hiragana und Katakana: „Die Kana lernen und behalten Teil 1 + 2„.

Bisher fehlte mir immer die Zeit, mich mit der Methodik der Bilder und Pfade zum Erlernen komplexer Sachverhalte – oder weniger komplexer Zahlenkombinationen – auseinanderzusetzten. In dem Buch von J.W. Heisig und K. Gresbrand konnte ich im eigenen Gehirne erfahren, wie gut sie funktioniert.

Das Buch ist aufgeteilt in zwei Teile. Im jeweils 6 Lektionen werden dem Leser imEersten die Hiragana, sowie Nigorierungs-, Plosiv- und Längungszeichen, im Zweiten die Katakana sowie die zugehörigen Nigorierungs- und Plosivzeichen beigebracht.

Hierbei geht es nicht linear voran. Man springt innerhalb der Lektionen von Zeichen zu Zeichen und folgt dabei häufig einem Faden, mit dessen Hilfe man sich die verschiedenen Zeichen merken kann. Das Springen ist von Nöten, da die Zeichen „alphabetisch“ angehordnet sind, was jedoch nicht der optimalen Lernreihenfolge entspricht.

Das etwas hochgestochene „Alle Hiragana und Katakana in je 3 Stunden“ hatte bei mir am Anfang schon Zweifel geweckt. Nach Bearbeitung des ersten Teiles muss ich jedoch eingestehen, das dies tatsächlich zutreffend ist. Zwar werde ich noch Wiederholungen benötigen um manche Zeichen endgültig zu festigen, ich muss zur Verteidigung des Buches jedoch sagen, dass ich nicht immer mit vollster Konzentration gelernt habe – manchmal im Bus, oder zwischen Tür -und Angel.

Besonders erwähnenswert finde ich die Motivation, die für mich von diesem Buch ausgeht ist. Es motiviert schließlich nichts mehr als ein schnell sichtbarer Erfolg!

Nun aber genug der Worte ^.~ Ein viel besseres Bild des Buches und der Aufbereitung des Lernstoffes bietet die Leseprobe PDF.


18
Mrz 07

[Updated] Wissen sammeln im Netz

Da gibt es natürlich eine Menge interessanter Seiten ^.~ Und einige Nachschlagewerke oder anders nützliche Seiten mag ich heute einmal vorstellen.

Wie wäre es z.B. mit den W-Akten – Bildung die keiner braucht. Auf Willis Besserwisserseiten gibt es alle mögliche Information, die man nicht zum überleben braucht, welche aber gut als amüsante Party-Unterhaltung dienen können. Außerdem werden auch die Fragen Neugieriger beantwortet und ich persönlich stehe ja auf die Fakten der Woche. Ich freue mich schon darauf, wenn es von dieser Seite *hoff* irgendwann einmal einen Newsfeed gibt.

Etwas ähnliches betreibt die Studipedia, die sich selbst die Enzyklopedie ohne Sinn betitelt. Als „freie Satiere- und Nonsens-Enzyklopädie“ besteht sie auch schon eine ganze Weile und besitzt gar nicht so wenige Artikel.

Eine andere tolle Seite ist der Redensarten-Index. Ich neige ja leider dazu mehrere Redensarten zu vermischen oder einfach nicht die richtigen Worte zu einer Redewendung zu finden und bringe dann Dinge wie „Mit dem kann man ja Kühe melken“ *stark übertreibt*. Besonders genial finde ich, dass es von der Seite auch ein Redensarten-Such-Plugin für Firefox gibt.

Etwas ähnliches auf Englisch ist das Urban Dictionary. Zwar irgendwie schon sehr abgehoben, zeigt es allerdings interessante Züge in der englischen Sprache. Erinnert mich irgendwie an das Ponds Wörterbuch der Jugendsprache, welches ich irgendwann mit 17 oder 18 mal kostenlos in der Schule bekommen habe (Ganz realistisch haben wie viele der Wörter, die dort aufgeführt waren, nicht verwendet).

Wo ich dann jetzt endgültig im Themenbereich Sprache bin, komme ich nicht umhin auf das Speech Accent Archive hinzuweisen. Auf dieser Seite kann man erfahren, wie Menschen aus den verschiedensten Ländern ein und den selben englisch-sprachigen Text vorlesen.

Eine andere Richtung der Bildung deckt Mythography ab. Wie der Titel der Seite schon erahnen lässt, geht es hier um Mythologie. Man kann dort Helden und Götter der grieschichen, römischen oder keltische Mythologie nachschlagen und erhält jeweils einen Artikel angenehmer länge, der gleich auf die verbundenen Personen verweist.

Nachtrag: Ganz vergeseen: Natürlich gibt es auch Listen mit Links zu diversen anderen Nachschlagewerken, z.B. bei der Wikipedia oder eLib [Link aktualisiert].