25
Jul 03

Im Netz gefangen …

Erstaunlich, welch Wortspiel. Das Netz als Netz, hat es daher seinen Namen. Auf jeden Fall komme ich nicht raus. Ich muss lernen. Anstattdessen sitze ich vor meinem Rechner und langweile mich in meinem Stammforum. Nebenbei klicke ich mich durch die Gegend und finde jedoch nicht wirklich interessantes.
Heute Morgen war ich schon so weit, dass ich überlegte eine eigene Community, ein eigenes E-Zine aufzumachen, mit Forum, angenehm gestallt, dass sich mit allem möglichen Beschäftigt. Kunst, Kultur, Kirche, Philosophie, Musik, Verschwörungstheorien, Mystik, Popart, Anime, usw. halt irgendwie meine Welt.
Mir gefällt der Gedanke immer noch. Allerdings muss ich ihn mir verkneifen.

1. interessiert so etwas niemanden.
2. habe ich dazu keine Zeit
3. wäre es nicht wirklich gut für meine „Onlinesucht“

*kopfschüttel* *heul* und jetzt? *ggggrrr* bin ich am überlegen, was ich mache. Ich müsste den Rechner ausschalten, müsste lernen und doch, sobald ich ihn ausgeschaltet habe, habe ich das Bedürfnis, ihn wieder anzuschalten. Flucht, Sucht, Ablenkung, ein bißchen eingebildete Wärme. All das.


13
Jul 03

Langeweile

Sonntag Abend. Natürlich könnte ich aufräumen, oder lernen. Aber wie soll es anders sein, ich kann mich nicht von dem Kasten losreißen. Also schreibe ich schnell noch eine Mail und klicke mich ein bißchen durch das Netz, auf dass ich vielleicht eine Seite finde, die nicht ganz so langweilig ist.
Ich habe irgendwie bemerkt, dass ich ein großes Problem mit der Aufmerksamkeit habe. Ich kann Seiten nicht komplett durchlesen, ich überfliege sie. Liegt es daran, dass die Sachen über den Bildschirm flimmern? Ich weiß nicht. Eigentlich bietet mir das Netz eine schier unendliche Wissensquelle. Die Frage hier „Was kann ich glauben?“. Prinzipiell bin ich skeptisch. Ich glaube, ich will nicht glauben. Und entgültig wissen kann man eh nicht, also bleibt meine Meinung undifferenziert. Und ich kann nicht schreiben, ich will nicht schreiben, ich will … – ich weiß es nicht.