20
Mai 13

Geburtstag verpasst

Jetzt habe ich ihn doch glatt verpasst, den 10. Geburtstag meines kleinen Blogs. Zehn lange Jahre liegt er schon im Netz, die letzten davon sträflich vernachlässigt.

Eine Menge Links habe ich gesammelt in den aktiven Phasen (643 davon sind inzwischen in irgendeiner Form fehlerhaft)… die ein oder andere Anleitung zu LaTeX oder WordPress geschrieben, Webentwicklungszeug notiert, Programme oder Erweiterungen vorgestellt und Spiele. Die Lifehack-Phase mitgemacht, meinen Desktop verschönert und ganz viel anderes, nicht wirklich erwähnenswerte Zeug.

Der weblog.netzgeschaedigt, wie er früher einmal hieß, lief damals noch auf Greymatter – bis das ebenfalls 2003 entstandenen WordPress – erstes Release laut Wikipedia am 27. Mai ;) – mich lockte und ich wechselte. Schon bemerkenswert, wie die Nutzbarkeit und all das drum herum sich seit damals verändert hat.

Dankeschön für 10 Jahre. Mit dir habe ich viel gelernt! Viel Spaß gehabt und dir viel anvertrauen dürfen. Das Wissen schlummert nun zwischen gestorbenen Links und entfernten Bildern. Denn das Netz ist bunter geworden, größer, bewohnter – aber auch kontrollierter, reglementierter, einseitiger, unsicherer. Nicht wegen Rechtlosigkeit – sondern einer Rechteindustrie, die mir „Angst macht“.

„Die Freiheit besteht darin, daß man alles das tun kann, was einem andern nicht schadet.“
Matthias Claudius, aus Artikel 4 der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte 1789

Wie lange mag es wohl dauern bis unsere Gesellschaft bezüglich der noch so jungen digitalen Welt gemeinsame Werte entwickelt, Konsense findet? Kann die Angst vor der unstrukturierter Masse von Informationen und Fehlinformation jemals überwunden werden? Werden wir es schaffen, den Weg der Spaltung in noch privilegiertere Schichten und den abgespeisten Rest zu verhindern? Reglementiertes Brot, Säue durchs Dorf und Spiele für die unmündig gehaltene Masse oder tatsächliche Chancengleichheit und eine Weiterentwicklung der Gesellschaft durch Bildung?

Glücklicherweise ist in dieser Welt nichts nur schwarz-weiß. Und noch habe ich die Freiheit, meine Gedanken, meine Entdeckungen und Frage in meinem kleinen Blog zu verewigen.

PS.: Wer sich wirklich den Anfang antun möchte, 2003/05


16
Okt 12

Und bei der Gelegenheit …

… könnte ich eigentlich umräumen. Für eine richtig große Aktion fehlt mir leider die Zeit, also fange ich lieber langsam an. Nur ein kleiner Wechsel des Themes. Bei WordPress hat sich einiges unter der Haube getan in den letzten Jahren. Und wie sehr danke ich den ganzen fleißigen Majas und Willis da draußen, die all die Techniken weiterentwickeln, auf dass sehr viel nutzerfreundliches dabei heraus kam und kommt.

Gedankensprung

Wie ja bereits im letzten Beitrag erwäht – muss ich mich dringend mit der Verwaltung meiner Schnipseln und Gedanken, Zitaten und Quellen beschäftigen. Denn die Art und Weise, wie ich bisher vorgehe ist verbesserungswürdig. Hier ein bisschen Evernote, Dropbox, dort analoge Schnipsel in Notizbüchern und unsynchronisierte Markierungen auf dem Kindle.

Gerade letzteres stellt eine gewisse Herausforderung dar. Nicht selten kommt mir im Gespräch ein „Hey, dazu hast du doch die Woche was interessantes gelesen!“ Nur das Wiederfinden stellt sich als nicht ganz so einfach heraus. Readability, jenen Service, mit dem ich meine tägliche Privatzeitschrift erstelle und diese direkt auf den Kindle geliefert bekomme, hat zwar eine wundervolle Archiv-Funktion, unterstützt jedoch keine Volltext-Suche.

Kommen die Artikel aus dem Newsreader, komfortable via ifttt an Readability gesendet, so ist eine Suche noch möglich. Anders sieht es aus mit den auf Twitter oder an anderen Stellen des Netzes aufgesammelten Inhalten. Teilweise landen Sie zwar auch bei delicious, doch auch dort hilft mir die Suche nicht weiter, vor allem, wenn die Kurz-URLs jegliche Rückschlüsse auf den Inhalt verbergen und weitere Informationen nicht gespeichert wurden.

Auf eine Literaturverwaltung/ein Referenz-Management-Werkzeug zurückzugreifen wäre da sicherlich sinnvoll. Auf der anderen Seite – für „nur so“ gelesene Artikel, die ich wahrscheinlich nie wieder brauchen werde … die ich jedoch schon gerne wiederfinden würde, wenn ich dann doch einmal darauf verweisen wollte, braucht es dafür zeitaufwendige Quellenverwaltung?

Vielleicht probiere ich es mal wie Felix Schwenzel in seinem „Fachblog für Irrelevantes„. Immerhin greife ich auch heute noch sehr gerne zurück auf andere Dinge, die ich früher verbloggte. Und in meinem Blog weiß ich wenigstens, dass die Inhalte oder zumindest die Referenzen so lange existieren bleiben, wie ich das will – und sei es in irgendeiner Form des Backups.

Da fällt mir doch direkt ein gerade gelesener Artikel ein: Eine Minieinführung mit Entdeckungsquellen findet sich im Beitrag „Social bookmarking, citation and reference management“ des „Learning 2.0/ 23 Things„-artigen Kures der Imperial College Bibliothek, welcher im Sommer diesen Jahres stattfand. Wie bei unsrem  Selbstlernkurs Bibliothek 2.009 (und vielen anderen Kursen dieser Art) sind die Inhalte weiterhin abrufbar und regen zum Entdecken von Neuem an ^-~.

Und im BMJ Web Development Blog las ich über „ReadCube, just another reference manger?“ (drüber). Auf das Literaturverwaltungsprogramm muss ich definitiv noch einen genaueren Blick werfen. Wer Interesse hat, sich bezüglich des generellen Themas auf dem Laufenden zu halten, dem darf ich Literaturverwaltung & Bibliotheken ans Herz legen. Über deren aktuellen Newsletter Veröffentlichung1 Literaturverwaltung kompakt 7/2012 gelangte ich an oben genannten Artikel.

Zum Ende

fällt mir auf, dass der Titel dieses Artikels fürchterlich nichtssagend ist. Wie vielleicht auch der Inhalt. Da würfle ich wohl noch ein wenig mit Worten und Ideen in weiteren Beiträgen, bis sich ein Bild ergibt. Bis dahin erfreue mich daran, etwas Altes neu auszuprobieren.

  1. Newsletter kann man das eigentlich nicht nennen, oder doch? []

20
Jun 10

Stille der Konzentration

Hatte ich nicht schon vor mehren Monaten beschlossen, wieder einmal mehr zu bloggen? Wie ihr lesen – bzw. nicht lesen konntet, wurde daraus eher weniger. Die Gründe sind einfach.

Das, was mein Blog früher war, eine Art Linkdump, Erinnerungs-Schatzkiste für meine Fundstücke im Web, ist heute überholt. Links landen bei Twitter, Delicious, Google Buzz oder Facebook, je nachdem mit wem ich die Informationsfetzen und Inspirationsquellen teilen möchte.

Zwar könnte ich, wie es der ein oder andere Blogger macht, den Verlust des originären Inhaltes mit Tages- oder Wochenzusammenfassungen meines Netztreibens (z.B. auf Twitter) ausgleichen. Für mich würde dies jedoch eine unnötige Redundanz bedeuten. Damit ist nach all den Jahren (sieben an der Zahl) mein Blog nicht mehr der Mittelpunkt meines Schaffens.

Zen
Worauf konzentrierst du dich?

Und so passiert es, dass die Zeit vergeht und die Aufmerksamkeit auf ein anderes Medium, auf viele andere Medien gerichtet ist und der fast schon überflüssige Blog hinten über fällt. Ich nehme an, dass dies ein ganz normaler Prozess ist. Jedes Kind kennt es schließlich, dass die neuesten Spielzeuge die interessantesten sind ^.~.

Glücklicherweise gehörte ich auch früher schon zu den Kindern, die ihre alten Spielzeuge nie vollends vergessen haben und so hatte ich auch immer Ideen für mein kleines Weblog im Hinterkopf. Immerhin ändert sich mit jeder neuen Kommunikationsplattform, mit jedem neuen Online-Tool ein klein wenig meine Sichtweise auf das Medium Blog.

Ich mag diese Perspektivenwechsel. Doch um diese sehen und erfahren zu können, muss und möchte ich hinsehen, lesen, zuhören, lernen. Dies braucht Aufmerksamkeit und Zeit. Rare Güter in der heutigen Zeit. Ich gönnte und gönne mir diesen Luxus.

Bei all dem Input brauche ich zudem die Zeit, dass Erfahrene zu verarbeiten und meine Schlüsse daraus zu ziehen, Informationen zu vernetzen und (hoffentlich) Wissen zu generieren. Nicht jeder dieser Schritte oder der Endprodukte ist für die Öffentlichkeit reif, bestimmt und/oder von Nutzen. Darum die Stille, eine Stille der Konzentration – nicht die der Aufgabe ^.~


20
Mrz 10

Auswertung Blogparade: Schneeskulptur

Spontan habe ich am 3. Januar dazu aufgerufen, mir doch eure Schneemänner zu zeigen. Vielleicht war dies etwas zu spontan und unüberlegt, denn die Resonanz ist leider etwas gering ausgefallen. Dies ist mit der Grund, weswegen ich die Auswertung so lange vor mir herschob, wofür ich mich von ganzem Herzen entschuldigen möchte. Da es mir mit jeder Woche, die ins Land streicht, peinlicher wird nehme ich den Arschtritts Pierros dankend an und nutze die dadurch gewonnene Energie die Auswertung endlich vorzunehmen.

Nun aber zu den Beiträgen. Insgesamt habe ich in den Kommentaren und bei meinen Trackbacks 3 Schneekunstwerke ausmachen können: Lindas sitzende Schneefrau, Maras Schneemann der anderen Art und Pierros Luise. Alle so kreativ wie ich erhoffte, selbst ohne viel Schnee ^.~, aber schaut sie euch besser selbst an:

Klees Schneefrau Maras Schneemann Pierros Luise
Bild: Lindas, Maras und Pierros Schneekunstwerke
(Klick auf das Bild bringt dich zum Originalbeitrag)

Auslosung

Die Auslosung habe ich ganz klassisch mit einem Beutel und drei kleinen Zetteln durchgeführt. Meine bessere Hälfte spielte Glücksfeerich und zog folgende Gewinne:

“Little Book of Snowflakes” Pierro
einmonatiger Premium-Zugang bei DeviantArt Linda
30×45cm Poster Mara

Herzlichen Glückwunsch euch dreien! Und ansonsten hoffe ich, dass dies die letzten Schneebilder sind, die wir vorerst zu Gesicht bekommen ^-^’’ Der sich endlich herausgetraute Frühling darf gerne bleiben!


26
Apr 09

Blogparade: Firefox-Add-Ons

Zeichnung: Firefox-Tan
Firefox-Tan

Da ich experimentierfreudig bin und meine beiden Rechner nur eine bestimmte Menge an Firefox-Add-Ons vertragen ohne mein System zu sehr auszubremsen, gibt es eine gewisse Fluktuation im Bereich meiner installierten Firefox-Erweiterungen. Dies hat mich dazu bewogen, trotz all der Artikel, die ich bereits über Erweiterungen geschrieben habe, bei der Blogparade “Was sind die besten Firefox-Addons?” des Tipps-Archivs mitzumachen.

Die Fragestellung der Blogparade lautet:

Welches sind die besten Firefox Erweiterungen? Welche Firefox Addons setzt ihr ein und was bewirken sie?

Hier folgen nun also meine Auflistung der Erweiterungen, welche mir am Besten gefallen, alle weiteren, die ich installiert habe und – als Zusatz – eine Liste der Erweiterungen, die sofort wieder in meiner Firefox-Installation landen würden, wenn ich die Systemkapazitäten hätte ^-^’’.

Meine Top 5 Firefox-Erweiterungen

  • Tab Mix Plus
    Ohne diese Erweiterung geht bei mir gar nichts. Tab Mix Plus bietet sehr umfangreiche und mächtige Anpassungsmöglichkeiten u.a. des Tab- und Tableisten-Verhaltens. Ob es das automatische Öffnen von Favoriten oder Adressleisteneingaben in einem neuen (Hintergrund-) Tab oder das Klickverhalten auf Tabs ist – diese Erweiterung ermöglicht es mir, das Füchsen ganz an meine Wünsche anzupassen.
  • Delicious Bookmarks
    Was gibt es schöneres, als seine Favoriten immer bei sich zu haben, egal auf welchem Rechner man sich befindet? Für mich ist dies definitiv die Erweiterung, welche ich benötige um mich auf einem Rechner heimisch zu fühlen. Egal ob auf der Arbeit, bei meinem Freund oder auf Heimatbesuch – meine Favoritenleiste sieht nach ein paar Klicks überall gleich aus. Mit den Delicious Bookmarks kann ich schnell auf meine Links zugreifen, neue speichern und werde benachrichtigt, wenn mir Links aus meinem Netzwerk zugesendet wurden.
  • Ubiquity
    Meine neueste Liebe ist Ubiquity. Diese Erweiterung bringt eine umfangreiche und beliebig erweiterbare Kommandozeile mit der man innerhalb der gerade besuchten Seite z.B. schnell ein Wort nachschlagen, einen Tweet (inkl. is.gd-URL-Verkürzung) absetzen oder eine  Karte mit einer ausgewählten Adresse anzeigen lassen.
  • Download Statusbar
    Diese praktische Erweiterung hilft, laufende und gelaufene Downloads übersichtlich und ohne das sie stören im Auge zu behalten. Entweder als Leiste am unteren Rand des Fensters oder im Kompaktmodus als Statusleistenicon.
  • Greasemonkey
    Und noch eine Erweiterung ohne die ich ungerne surfen möchte. Mittels Greasmonkey-Scripten können Seiten manipuliert oder deren Funktion erweitert werden. So kann ich damit z.B. die Kanji-Lernseite basierend auf Heisigs System, Kanji.Koohii, an meine Bedürfnisse und die Karteikarten an meine Sprache anpassen oder den Google Reader mit neuen Shortcuts bestücken.

Weitere installierte Add-Ons

Vielleicht wunderst du dich, wo meine ganzen Web-Developer-Add-Ons hingekommen sind. Diese habe ich in ein eigens dafür angelegtes Profil verfrachtet, so dass sie den Fuchs im Alltag nicht ganz so sehr aufplustern. Sie gehören allerdings definitiv zu der jetzt folgenden Liste, in der die Erweiterungen aufgelistet werden, welche ich sofort in meinem Profil hinzufügen würde, wenn der Rechner es zu lassen würde.

Erweiterungen, die ich gerne noch installieren würde

  • Cooliris (fka. PicLens) – aus Galiern eine praktische Slideshow erstellt bekommen (Review)
  • Firebug – Diverse Webentwickler-Tools
  • HTML Validator – Einfaches Überprüfen der Validität einer Webseite über ein Statusicon
  • IE-TabTab mit Internet Explorer Engine öffnen
  • Linkification – Textlinks in anklickbare Links verwandeln
  • Organize Status Bar – Die Statusbar aufräumen
  • ScreenGrabScreenshots von Webseiten erstellen (Review)
  • TableTools – beliebige Tabellen sortieren
  • Web Developer Diverse Webentwickler-Tools in einer praktischen Toolbar vereint

Das war’s dann mal für’s Erste ^-^’’. Wenn du bei der Blogparade mitmachen möchtest hast du noch bis zum 31. Mai April Zeit. Zusätzlich wird unter allen Bloggern die mitgemacht haben und dies mit einer Mail an info[.at.]tipps-archiv|de bestätigt haben (Blogurl,Artikelurl) sieben Preise zu gewinnen:

1 x GDATA Interent Security 2009
2 x USB-Stick aus dem Hause Sandisc mit 8 GByte
1 x USB-Stick Transcend mit 2 GByte
1 x Bannerplatz 125×125 50.000 Einblendungen
1 x Bannerplatz 125×125 40.000 Einblendungen
1 x Bannerplatz 125×125 30.000 Einblendungen

Falls du bei der Verlosung mitmachst wünsche ich dir viel Glück – ansonsten viel Freude beim Entdecken der ein oder anderen Erweiterung, die du vielleicht noch nicht kanntest.