30
Aug 06

Gedanken zum Real-Life-Spam

Ein Lächeln geht über mein Gesicht, ich höre das Klappern eines Briefkasten. Und dann, nicht nur eines, sondern gleich mehrere, dazu ein fröhliches Gepfeife – das Signal für mich: Die Post ist da! In freudiger Erwartung dackele ich also hinaus und sehe, ob sich auch in meiner kleine realen Freudich-Box etwas befindet.

In den meisten Fällen findet sich dort allerdings nur Real-Life-Spam, also Werbung. Wer kennt das nicht. Irgendwie hat dies in den letzten Monaten auch noch extrem zugenommen. Und neben der Papierverschwendung bietet eine Kollaboration aus verschiedenen Werbetreibenden nun auch einen extra wasserfesten Werbe-Pack, eingeschweißt in Plastik-Folie und mit bestechendem Fernsehprogramm der Post. Nun ja – jetzt muss ich mich ein paar Sekunden mehr damit beschäftigen, denn schließlich mag ich den Müll trennen.

Auf der anderen Seite gibt es dann allerdings doch Werbung, über die ich mich freue. Bin ja auch nur eine Frau ^-^“. Also muss ich das ganze Zeug sowieso in die Hand nehmen um eventuelle Werbeblättchen vom lokalen Einkaufsmarkt herauszusortieren. Dabei ist mir heute Morgen mal wieder die ähnlichkeit zwischen den Werbeblättchen und dem virtuellen Spam aufgefallen, denn wenn man bedenkt, wieviel Zeugs man bekommt, mit dem man so überhaupt nichts anfangen kann.

Schließlich habe ich weder ein Auto noch ein Haustier, besitze kein Haus und auch keine große Wohnung, so dass Heimwerker-Läden, so interessant sie sein können ^-^“, für mich keine interessanten Angebote erstellen können. Abgesehen davon, dass Angebote ja nicht immer bedeuten, dass es wirklich gut wäre, sich darauf einzulassen. Der Beutetrieb des Menschens wird teilweise schon wirklich gut ausgenutzt.

Im Gegensatz zu Email-Spam kann man die Werbeblättchen dann aber tatächlich auch sinnvoll nutzen ^.~. Als Sammelstelle für Biomüll zum Beispiel. Kartoffelschalen direkt im Werbeblatt sammeln hat bei mir Tradition – jetzt hoffe ich nur, dass die Druckfarbe der Blätter nicht so extrem schädlich ist *grübel* Gibt es dazu Studien? Viel besser noch lässt sich Werbung – vor allem für all jene, die keine Zeitung abonniert haben – sehr gut als Bastelunterlage verwenden, solange man nicht mit Kleister oder sehr feuchten Farben arbeitet. Hat also doch noch irgendwie was gutes. Denn meinen Tisch versauen mag ich nicht unbedingt und nicht alles ist abwaschbar.


28
Aug 06

Dinge, die ich gerne machen mag

Beinahe hätte ich sie vergessen, in meiner Melancholie, Dinge, die ich gerne machen mag, jetzt, morgen, irgendwann, bald. Glücklicherweise stand da ein kleiner Eintrag in meiner To-Do-Liste bei TaDaList der mich daran erinnert hat. Hoch lebe die GTD-Bewegung. Nun aber genug, hier die Dinge:

  • Japanisch lernen, schließlich steht der Powerkurs für Anfänger schon seit einem guten Jahr in meinem Schrank. Außerdem können die Podcasts Japanesepod101 und Learn Japanese ganz bestimmt helfen.
  • Wo sie doch schon mal in Bonn ist, mag ich sie auch gerne sehen: The Guggenheim Collection. Für Studenten auch nur 7 bzw. 8 Euro, je nachdem ob man auch noch die Sammlung im Kunstmuseum sehen mag. Regulär kostet es 12 bzw. 14 Euro.
  • Mir eine Sportart suchen. Dringend! Will ich. Muss dafür nur meine Angst überwinden und ignorieren, dass ich kein Geld für ordentliche Sportklamotten habe.
  • Die ganzen Podcasts hören, die ich mir herunterlade ^-^“. Zugegebenermaßen, bin ich schon ganz gut dabei. Nur noch einige hinken hinterher – aber ich habe auch bei einer großen Anzahl an Podcasts der öffentlich-rechtlichen Sender gesagt, dass ich es überlebe, wenn ich sie nicht höre.
  • Alle Artikel lesen, die ich mir ausgedruckt oder aufgehoben habe. So viele sind es gar nicht und gerade bei den ausgedruckten wäre es doch arge Verschwendung, wenn ich sie nicht lesen würde.
  • Yoga oder irgendetwas anderes Entspannendes würde ich gerne lernen. Bin mir zwar noch nicht so sicher was, aber etwas zum Ausgleich gegen den stressigen Altag wäre schon nicht schlecht.
  • Picknick mit dem Bär. Das habe ich schon lange vor und irgendwie habe ich es nie angepackt. Im Moment spielt auch das Wetter dagegen *grummel*. Doof
  • Keckse backen und Pralinen machen. Und zwar richtig lange und viele Sorten. Besonders inspirativ war gestern der Arte Themenabend Süße Versuchung. *schlecker* Und dafür ist das Wetter ja auf jeden Fall geeignet. Schade, dass ich keinen Backofen habe ^-^“
  • Und wo ich schon beim Essen bin: Ich mag ganz ganz viele leckere und ungewöhnliche Rezepte ausprobieren.
  • Ich mag mich gerne in einen Bus setzen und bis zur Endstation und wieder zurück fahren. Am besten in einen, der aus der Stadt rausfährt ^.^
  • Einen Nachmittag oder Abend mag ich mich gerne mal in den Ahrthermen entspannen und verwöhnen lassen ^-^
  • In einem Chor singen
  • Vom 19.-22. Oktober sind die Internationalen Spieletage in der Messe Essen. 8 Euro für Studenten, 11 Euro regulär. Ich will spielen!!
  • Da steht noch so ein Cocktailabend aus ^.~ *hicks*
  • Freunde besuchen – einmal quer durch Süddeutschland und zurück.
  • Gaaaanz viele Bücher lesen
  • Fotografieren
  • Endlich mal wieder Zeichnen, am Besten einen Kurs belegen oder so – gibt es hier so was wie eine Laien-Künstlergruppe für Leute ohne viel Talent und Geld ^-^“ ???

So, das war’s, more to come.


19
Aug 06

Gadgets for Girls

^.~ Ja, auch Frauen mögen technische Gadgets, das hat GadgetCandy absolut richtig erkannt. In diesem Blog gibt es das gutaussehende und/oder nützliche Gadgets + Glamour und Gosip-Faktoren oder einfach sexy ^-^“.

Screenshot GadgetCandy
Emergency Pocket Pants bei GadgetCandy

Und Infos über Emergency Pocket Pants – tolle Idee ^-^“ – oder andere Naughty Candies erfreuen uns Frauen definitiv. *rrrrrrhhh*

Gestoßen bin ich auf diese Seite über Fosfor Gadgets und habe mich auch gleich weitergeklickt und meinen Newsreader gefüttert. Z.B. mit Uber-Review, Productdose und FutureFeeder.

Kann mir das Zeug zwar definitiv nicht leisten – aber es ist ja immer schön, sich inspirieren zu lassen. Und in gewisser Art und Weise schaffe ich es dadurch meinen Stil weiterzuentwickeln, ohne real zu konsumieren. Außerdem bin ich irgendwie süchtig nach Design ^-^, erst Recht, wenn der Übergang zur Kreativität und dem Do It Yourself fließend ist.

Und da wäre es wieder – mein immer wiederkehrendes Bild: Alles ist fließend, ständige Übergänge, Verknüpfungen zwischen den unterschiedlichsten Bereichen. Das Eine kann nicht ohne das Andere leben. Nichts ist nur schwarz oder weiß. Dazwischen ist die Unendlichkeit. So ist es bei den Farben, so ist es bei den Zahlen, so ist die quantenmechanische Welt, Strings – Wellen – Überlagerungen … Harmonien, Disharmonien erschaffen Alles. Und Vieles wird anders, wenn man den Betrachtungswinkel ändert. Es gibt keine „eine Wahrheit“, alles ist immer und ständig abhängig von den betrachtenden Augen und ihrer Geschichte.

Und irgendwann, wenn ich vielleicht mal ein bißchen Geld verdiene, mag ich mir Design-Bücher und -Zeitschriften kaufen. Das Web ist zwar schön und gut und inspirierend. Aber es ist auch schön, nicht die ganze Zeit vorm Computer sitzen zu müssen und etwas in der Hand zu haben.


15
Aug 06

Raus aus dem Internet?

Vor ein paar Monaten? Jahren? habe ich einmal einen relativ barschen Artikel geschrieben, der dazu aufrief, das Internet zu verlassen, den PC auszuschalten und ein wenig am realen Leben teilzunehmen. Beim Import meines Scrapbooks nach Flock bin ich darauf und auf die damaligen Kommentare darüber gestolpert.

Rückwirkend betrachtet schäme ich mich ein wenig (mehr) für die Art und Weise, wie ich diesen Artikel geschrieben habe. Vor allem, weil ich in ihm eindeutig den Leser anzusprechen schien, ihn in gewissem Maße vor den Kopf stieß. Diesen Artikel schrieb ich damals mit Leidenschaft, aus vollem Herzen und in gewisserweise aus der Frustration heraus, mal wieder meine Zeit mit dem Medium Internet verschwendet zu haben, anstatt am „wahren Leben“ teilzunehmen. Und ich schrieb ihn damals hauptsächlich für mich. Die Anschuldigungen, die ich erhob, konnte ich nur gegen mich erheben.

Inzwischen hat sich nicht viel, aber doch etwas an meinem Verhalten geändert. Zwar verbringe ich immer noch viel zu viel Zeit vor meinem Computer, flüchte vor der Realität und ertappe mich dabei, dass ich mich langweile, sinnlose Klickspiele spiele und das Gefühl Einsamkeit, vor dem ich zu flüchten versuche, eher verstärkt wird, doch habe ich das Gefühl, dass es einen weiteren Aspekt im Umgang mit dem Internet gibt, welcher langsam in meiner Betrachtungsweise Fuß fasst.

Ich bin ein Informationsjunkie, wenn ich könnte, würde ich sämtliches Wissen wie ein Schwamm aufsaugen. Durch eine neue Strukturierung meines Umgangs mit dem Wissen, welches ich über das Internet erhalten kann, habe ich es geschafft, dass das Gefühl der Überforderung und der Informationsüberlauf ein wenig abgenommen hat. Zwar habe ich ein vernünftiges Maß noch lange nicht erreicht, doch ich fühle mich so, als ob ich den richtigen Weg einschlagen würde.

Am Anfang stand die Selektion, so würde ich es ausdrücken. Und wenn ich mich doch immer wieder dabei ertappe, von der unendlichen Fülle an wirklich interessanten Informationen übermannt zu werden, habe ich es gelernt – schweren Herzens – mich von Newsfeeds, Podcasts, Links zu trennen, die nicht ganz so optimal auf meine Denkweise zugeschnitten sind.

So genial die Inhalte einer Seite oder eines Podcasts sein mögen, wenn der Newsfeed keinen guten Abstract enthält oder ich den Macher, die Macherin des Podcasts unsympathisch finde, macht es keinen Spaß, meine Zeit darauf zu verwenden, diesen Dinge meine Zeit zu schenken. Also liegen sie in meinem Newsreader oder Podcatcher, müllen meine Favoriten zu und in mir wächst das Gefühl der Unzufriedenheit und Überforderung mit jeder Erhöhung der „ungelesene Item“-Anzeige.

Vor nicht allzulanger Zeit war es für mich alles andere als logisch, mich als Konsequenz dieser Gefühle, einfach von dem entsprechenden Item zu trennen. Ganz groß leuchtete nämlich in solchen Fällen eine „Du verpasst etwas“-Leuchte in meinem Gehirn auf. Noch so eine hartnäckige Institution meines Geistes. Mir fällt es schwer, diese inneren Klötze von meinem Bein abzuschütteln, aber wie heißt es so schön ^.~ „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“. Also werde ich Schritt für Schritt lernen loszulassen und mich damit arrangieren, dass mein Gehirn nicht für ein allumfassendes Wissen ausgestattet ist.

Unter diesen Vorraussetzungen möchte ich das Internet natürlich ungerne missen. Denn Radio oder Fernseher sind mit ihrer eher dürftigen Auswahl nicht mein Zukunftsmedium und Zeitschriften – würde ich nicht lesen. Dafür stecke ich noch zu sehr im Geschwindigkeitsrausch der „neuen Technologien“ fest. Vielleicht lerne ich es irgendwann, mich so vollkommen zu entspannen und locker über mein Wissensdefizit hinweg zu sehen, dass ich mich stundenweise aus dieser mulitmedialen Welt ausklinken kann. Dass ich gemütlich ein Buch lesen kann, mit meinen Freunden klönen und in den Tag leben.

Eine Schocktherapie, wie ich sie damals von mir selbst verlangte wäre jedoch nicht das, was mich wirklich glücklich machen würde. Dafür liegt mir dieses Medium zu sehr am Herzen. Schließlich finde ich hier eine Menge Inspiration, ausgehend von den kreativen Köpfen dieser Welt, interessante Informationen und auch jede Menge Wissen. Dieses Medium schult meinen kritischen Umgang mit Informationen – mehr noch als das Fernsehen (ich mag es kaum glauben, dass ich das schreibe ^-^“) – und eröffnet mir eine so bunte und vielfälltige Welt an Interessen und Ideen. Natürlich gibt es diese auch im realen Leben, doch für mich liegen diese Dinge nicht einmal annähernd so offen vor meinen Füßen, wie im Netz. Unter Gleichgesinnten erzählen nun einmal die meisten viel eher von ihren exotischen Hobbies.

Nun denn. Es ist schon spät und langsam werde ich müde. Aber für ein, zwei Seiten werde ich noch ein wenig Energie aufbringen können. Also, raus aus dem Internet, schön eingekuschelt in die Decke und noch ein paar Seiten, ganz klassisch im Buch gelesen. ^.~


29
Jul 06

Die Phasen des Entliebens

Meine gestrige Erkenntnis – gilt natürlich uneingeschränkt nur für mich ^-^“

  1. Selbsthass: „Wie konnte ich nur so doof sein“
  2. Hass auf die betreffende Person: „Ich wünsche dieser Person, dass sie richtig übel auf die Nase fällt, leidet … für das, was sie mir angetan hat!“
  3. Analyse, Wut, Schmerz: „Natürlich ist nicht nur einer Schuld gewesen, aber dort und da hätte ich mir das nicht gefallen lassen dürfen.“
  4. Trauer: „Ich glaube, ich vermisse die Person, trotz dem ganzen Scheiß“
  5. Abschluss mit der Geschichte ???

Dazu kommt von Punkt 1-3 eine unheimliche Angst, der Person zu begegnen und der letzte Punkt liegt noch in der Zukunft. Doch ich bin guter Hoffnung, ihn erreichen zu können.

Erstaunlicherweise sind diese „Phasen des Entliebens“, wie ich diesen Artikel jetzt frei nach irgendwelchen Frauenzeitschriften genannt habe, eigentlich gar nicht auf das gemeine Entlieben bezogen, sondern auf Freundschaften. Glücklicherweise musste ich noch nie eine Beziehung beenden, die mir etwas tieferes bedeutete rückblickend betrachtet – damals hätte ich das sicherlich anders gesehen ^.~. Leider waren es Freundschaften, die sich zum Teil sehr schmerzhaft verabschiedeten oder verabschiedet wurden.

Mein großes Ziel ist es, irgendwann einmal darüber zu stehen, etwas daraus gelernt zu haben und ohne Groll oder Hass, ohne Wut auch die schönen Dinge in diesen Freundschaften zu sehen. Und natürlich, mich wieder neuen Freundschaften öffnen zu können – dies am Liebsten möglichst schnell ^-^‘, denn obwohl ich gerne alleine bin – Einsamkeit mag ich nicht.