20
Jun 08

Inspiration von(m) Selbst

Wann bist du das letzte Mal dein eigenes Geschriebenes durchgegangen, hast in alten Gedanken gekramt und damit vielleicht die ein oder andere Erinnerung herausgeholt?

Bei mir ist es etwas länger her, wobei – eigentlich ist dies gelogen – denn gerade vor ein paar Minuten habe ich ein wenig durch meinen Blog geblättert und war überrascht; überrascht von der Vielfalt, den Ideen, den Texten. Es war, als hätte ich vollkommen vergessen, dass ich all dies jemals geschrieben habe. Wobei, ich fürchte, die traurige Wahrheit ist, dass ich es vergessen habe.

Alte Gedanken, Neue Motivation

Ich gehöre zu dem Typ Mensch, der Dinge schreibt und sie dann zur Seite legt. Ich greife sie nicht wieder auf, tägliche, wöchentliche Reviews gehören bei mir nicht zum Standard. Eigentlich schade, denn so wirkt es im Moment, geht mir dadurch eine fantastische Möglichkeit verloren, positive Gefühle in mein Leben zu bringen.

Gerade für all jene, die wie ich mit einem etwas schwächer ausgeprägten Selbstbewustsein zu kämpfen haben, gibt es wahrscheinlich nichts besseres, als auf Entdeckungsreise in den eigenen Gedanken zu gehen, zu sehen, was man geschaffen hat. Was für ein großer Fundus an Ideen liegt mir dort zu Füßen.  In Momenten, in denen mir die Welt da draußen grau und ohne Motivation oder Inspiration daher kommt, in denen ich mich verloren fühle und nichts mit mir anzufangen weiß, sollte ich unbedingt darauf  zurückgreifen, mich daran laben.

Alex Shalman ging vor wenigen Tagen mit seinem Artikel „Use A Bragging Journal To Harvest Every Success“ in eine ähnliche Richtung und auch DumbLittleMan greift ein sogenanntes Bragging-Journal in dem Beitrag „10 Crafty Ways To Create Unshakable Confidence“ auf. Als ich diese Artikel las musste ich sehr daran denken, welch positiven Einfluss es auf mich hatte, eine “Dinge die ich am heutigen Tag geschafft habe”-Liste zu führen und dass ich unbedingt wieder damit anfangen sollte!

Und dieses Mal mit einer kleinen Verbesserung. Ich möchte nicht mehr nur einfach schreiben, zur Seite legen und vergessen. Ich möchte das, was ich geschaffen habe, benutzen um daran zu wachsen, um mich zu inspirieren, zu motivieren und alte Ideen wieder entdecken, die im Alltagstrott ganz nach hinten in die letzten Windungen meines Gehirnes verschwunden sind.

Noch Ein Paar Links

Und für ein wenig externe Inspiration, habe ich noch ein paar Artikel zum Thema „Wöchentlicher Rückblick und Aufarbeitung“ herausgekramt:


19
Jun 08

Blogparade – Tascheninhalt

Maya von eisitu hat zu einer Blogparade über Tascheninhalte aufgerufen. Da auch ich mich nicht davon freisprechen kann, häufig eine Tasche in irgendeiner Form mit mir herumzutragen, muss ich da natürlich mitmachen ^_~. Die Tasche, die ich in der Regel mit mir herumschleppe, ist meine heißgeliebte und daher schon etwas vertragene Tokidoki-Tasche.

Tascheninhalt
Bild1: Tascheninhalt ausgekippt

Wie man vielleicht schon auf den ersten Blick erkennen kann: Ganz so ordentlich bin ich im Einräumen meiner Tasche nicht, denn es finden sich meist irgendwo darin Dinge, die eigentlich in Mäppchen, das Portemonnaie oder den Mülleimer gehören. Nun der Reihe nach:

  1. Die Tasche, die geliebte – von Tokidoki rapu, rapu … ^-^ 
  2. Der Filofax-Timer, den ich viel zu selten benutze
  3. Mein Portemonnaie (dakine)
  4. Mein allerliebster Lieblings-Notitzblock von Clairefontaine, der leider leider bald vollgeschrieben ist
  5. Alte Kassenbons
  6. Tablettenzeugs (Aspirin und so)
  7. Stifte, die es nicht mehr in das “Mäppchen” geschafft haben
  8. Karten, die es nach Verwendung nicht in mein Portemonnaie geschafft haben, hier der Bibliotheksausweis, häufiger trifft man in den Untiefen der Taschen allerdings meine Mensa-Karte an
  9. Gummibänder, die ich brauche, damit der Stecker des Headsets nicht aus dem Handy herausrutscht und der Hörgenuss damit zur Totur wird
  10. Mein Klingelmonster (SE k610i)
  11. Taschentücher
  12. Bonbons (nicht mehr das drin, was drauf steht)
  13. Mein geliebtes MujiStifte-Etui mit Markern, Bleistiften und ähnlichem
  14. Das Headset für’s Handy, welches ich häufiger als mp3-Player als zum Telefonieren verwende
  15. Gut versteckt ein paar Hargummis

Was mir gerade noch auffällt: Nicht auf dem Bild ist mein Schlüssel, der bevorzugt unter allen Dingen in meiner Tasche verweilt.


31
Mai 08

Einfach Mal Auslassen

Den Computer nach der Arbeit. Einen ganzen Abend genießen mit Lesen, Telefonieren, Unterhalten. Keinen Druck machen ob dem Informationsschwall, den man verpassen könnte oder den Mails. „Ich müsste mal wieder bloggen?!“ So ein Käse, ich blogge aus Spaß an der Freude wenn mir danach ist, also warum selbst unter Druck setzen?

Morgen, quasi heute ist auch noch ein Tag ^-^. Die Meldungen über Googles neues Favicon, die aktuellsten Softwareupdates, dem Versuch Firefox‘ demnächst einen Download-Weltrekord aufzustellen, tolle neue Web2.0 Applikationen, und und und laufen mir nicht weg.

Dafür gewinne ich einen wirklich schönen, produktiven (!) und entspannten Abend, der mich mal wieder daran erinnert, dass ich hartnäckiger den PC einfach mal aus lassen sollte. Denn auch wenn sie nur nebenbei läuft, das Ablenkungspotential ist groß.


18
Mai 08

Happy Birthday Dear Weblog *sing*

Am 18. Mai 2003 erblickte dieser kleine Blog das Licht der Welt. Sehr lange hatte ich damals skeptisch den Trend des Schreibens von Tagebüchern und Weblogs verfolgt und war nie ganz grün damit geworden, wollte dem Trend nicht hinterher rennen. Aber genau vor fünf Jahren wurde die Neugierde doch zu groß und ich entschied mich, die damals populäre Software Greymatter für meinen ersten Weblog zu verwenden. Und was dann folgte? Viel Text, mehr Links und natürlich der ein oder andere Designwechsel.

Weblog.Netzgeschaedigt Historie (Generated by Flickr Album Maker)

Zur Feier des Jubiläums hatte ich schon vor einigen Wochen alle noch irgendwie in Sicherungen existierenden alten Themes herausgekramt. Das eigentliche Vorhaben war, diese WP 2.5-fähig zu machen. In Anbetracht der Tatsache, dass ich meine Diplomarbeit allerdings erst vor zehn Tagen abgegeben habe, ist daraus nichts geworden. Wenn auch nicht in Live-Action, könnt ihr aber zumindest Screenshots der alten, selbst erstellten Designs in einem kleinen Weblog.Netzgeschaedigt-Flickr-Album betrachten ^.~

Inhaltlich hat sich über die Jahre natürlich viel getan. Die Einträge in den früheren Jahren waren eine Mischung aus unstrukturierten Linkdumps und typischen Tagebuch-Einträge mit schlechter Orthographie und mir heute etwas peinlichen Gefühlsausbrüchen. Alles etwas quer durcheinander gewürfelt und meist ohne viel Nachbearbeitungen veröffentlicht: Write&Post ^-^”. Nach mehreren mehrmonatigen Pausen und überdachten Ansprüchen hat sich dies etwas gewandelt – hoffe ich. ^.~

Wirklich populär war mein Blog übrigens nie, auch wenn es das ein oder andere Thema gab, welches etwas mehr Aufmerksamkeit auf sich zog. So z.B. meine Anleitungsversuche zu Trencaspammers, der Aufruf “Raus aus dem Internet“, oder “die Tanzende Lady“. Am häufigsten gelangen übrigens Besucher auf meine Seite, welche nach Servierten (die rheinhessische Version von Serviette), den Grow Games, Logikrätseln oder analogen Radiofrequenzen suchen. Ansonsten habe ich eine kleine, aber feine Leserschaft, bei der ich mich herzlichst für ihre Aufmerksamkeit und Geduld bedanken möchte!

Als Fazit zu fünf Jahre Bloggen kann ich nur sagen: Es macht mir immer noch sehr viel Spaß, ich habe eine Menge gelernt über die Jahre und lerne natürlich auch heute immer wieder Neues hinzu, meine Bookmarks müllen nicht zu und die Informationen gehen trotzdem nicht verloren und ich bin immernoch fasziniert davon, wie sich die Welt da draußen (”Blogosphere”) und hier drinnen über die Jahre verändert. Ich kann es also nur weiterempfehlen ^-^” und ein Testblog ist heutzutage ja auch wirklich schnell angelegt, ob bei wordpress.com, blogger.com oder bei einem der zig anderen Bloghoster (hier zehn aus Deutschland im Test)!


22
Apr 08

Ausgegrabene Albträume

Wow. Ich blätterte auf der Suche nach einem Link durch alte Blogeinträge und fand dort folgende Beschreibungen doch sehr extremer Albträume – ich erinnere mich noch lebhaft an die Panik, die sie mir während des Erlebens verschafften. Was mich sehr erstaunt, ist das doch recht positive Gefühl der Erkenntnis, welche sie mir heute vermitteln. Kennt ihr dieses Gefühl?

Irgendwie muss ich in diesem Kontext an eine sehr bemerkenswerte Zeile denken,

Breakdowns are a Natural Part of Progress,

welche ich letztens in einem Blogeintrag von The Executive Assistant’s Toolbox gelesen habe. Manchmal kommt ein inneres Gefühl der Zufriedenheit wirklich aus den seltsamsten Quellen.

Traum Nummer 1

Im ersten wollte mich jemand umbringen, ich bin gerannt und gerannt und gerannt. Schauplatz war die Straße in der ich aufgewachsen bin. Dort gibt es eine Stelle, an der keine Häuser stehen, dort ist der Fluss sehr nahe und eine relativ steile Böschung – auf der anderen Seite der Straße steht über die ganze Länge eine etwa 3-4 Meter hohe Mauer, die den Weinberg-Schlamm abhalten soll. Der, der mich umbringen wollte, lenkte die ganze Zeit mit einem Bus auf mich. Und dann war da ein Polizist, der jedoch ziemlich hilflos war.

Also bin ich gerannt, die Straße hoch bis in den nächsten Stadtteil, dort am Ende der Mauer wohnte meine Exbeste Freundin. Ich wusste, dass der Mensch wieder kommen würde. Direkt nebenan war plötzlich eine Polizeistation und ein leerstehendes Haus. Man sagt mir, dort sei ich sicher. Und dann beobachtete ich skeptisch das Treiben. Das Haus der ehemaligen Freundin. Dort schien eine Party gefeiert zu werden, Busse voller cooler Menschen strömten hinein. Und dann die Polizei und um die Ecke der Straße kam mein Verfolger.

Und die Polizei griff zu, und nahm den Falschen fest. So habe ich das Haus verlassen um ihnen verständlich zu machen, dass den Menschen, den sie dort in der Zange haben, ein Freund ist und nicht der Verfolger. Dieser kam dann allerdings um die Ecke, und wieder wollte ich rennen. Die Polizei war nutzlos… und ich begriff, dass es mir nicht helfen würde, wenn ich rannte. Also habe ich mich auf ihn drauf geschmissen und gewartet, dass irgendein Beamter kommt um ihm Handschellen anzulegen.

Traum Nummer 2

Wir wohnen im Dachgeschoss eines etwas älteren Hauses. Um dort hinzukommen muss man diverse Stockwerke in einem Treppenhaus hinter sich lassen. Allerdings handelt es sich nicht um ein normales Treppenhaus. Jedes Stockwerk birgt andere Schwieirigkeiten. Man ist arm, und so existieren keine Treppenstufen, sondern Konstruktionen aus Holz.

Immer muss man vorsichtig sein, dass man die richtige Latte betritt, damit nicht alles zusammenbricht. Manche Übergänge – Stufen kann man das nicht nennen – bestehen aus Pappe oder nur aus Stegen, die in Halb-Meter-Abständen im nichts schweben. Ich bin nicht schlank, nicht sportlich. Jedes Hinaufsteigen zu unserer Wohnung ist eine Tortur für mich. Die anderen können es nicht nachvollziehen.

Dann bekommen wir Besuch. Cousine und Cousin aus Leipzig und ihre Tochter. Ganz anders, als ich sie in Erinnerung habe. So blond und… Wir gehen die ersten Stockwerke zu unserer Wohnung, die plötzlich über einem Kaufhaus liegt. Allerdings ist dieses mehr oder weniger ausgestorben. Leerliegende Geschäfte. Dennoch gehe ich mit meiner Großcousine einkaufen. Sie steht in einem Geschäft und probiert wundervolle Klamotten an. Solche, von denen ich nur Träumen konnte, hineinzupassen.

Sie bleibt dort. Eine Freundin wartet nämlich schon auf sie, damit sie sich nicht mit uns abgegen muss. Ich mache mich auf den Weg nach oben, der noch beschwerlicher ist, als sonst. Ich nehme dann eine falsche Abzweigung und lande unter dem Dach einer Kirche. Ich rutsche aus und lande auf einer „Treppe“ aus Holzplatten, es ist mehr eine Schräge, die schuppenartig zusammengesetzt ist. Ich rutsche, lande auf einer Plattform hoch über dem Kirchenraum von dem kein Weg zurückführt, bis auf die Schuppentreppe, doch die kann ich nicht mehr hinaufklettern. Als ich sie betrete bricht sie unter mir zusammen und ich falle zurück auf die Plattform.

Danach beginne ich zu schreien, und schreie…

Und dann kommen zwei Leute eine steinerne Treppe hinauf, die draußen vorbei führt. Die Plattform ist offen. Ein Hubschrauber – Ich werde über den Stacheldraht gehoben, der die Treppe zur Plattform hin abgrenzt.