27
Sep 08

Ich bin glücklich!

Illustration

Ja, es gibt sie, diese Momente in denen man ich glücklich ist bin. Und umso schöner werden sie, wenn ich plötzlich mitten in allem Überschwang stehen bleibe und feststelle: “Wow – ich bin glücklich!”

Wenn Dich mal so ein Moment erwischen sollte, genieß ihn, lass ihn Dich umarmen und all die kleinen Dinge, die urplötzlich so groß werden weil sie in bunten Farben vor Deiner Nase herumhüpfen ^-^ Deine Stimmung noch weiter erhellen. Das Leben hat glücklicherweise so viele tolle Kleinigkeiten, die es lebenswert machen können!

So, und um noch einen kleinen Melismus loszuwerden (ich weiß, ich weiß, andere haben das auch schon gedacht, gesagt, geschrieben ^-^’’):

Glück kann man nicht erzwingen, man muss es zulassen.

In diesem Sinne, lasse ich doch einfach mal häufiger das Glück zu, welches auf meiner Nase sitzt. ^-^’’ Mosern und Meckern, schlecht gelaunt oder traurig sein ist auf Dauer schließlich ganz schön anstrengend. Und es gibt so viele Dinge, über die ich eigentlich glücklich bin, wenn ich ihnen endlich mal die verdiente Aufmerksamkeit schenke.


30
Aug 08

Don’t Panic – Eine Woche ohne Internet!

Seit zwei Tagen bin ich nun ohne Internet. Eine interessante Erfahrung. So stellte ich gleich zu Anfang fest, wie sehr ich heutzutage davon abhängig bin, online zu sein. Viele Dinge schlage ich ganz selbstverständlich im Internet nach: Wie wird das Wetter? Wann fährt der Bus? Was koche ich heute? Was kommt gerade im Fernsehen? Diese und andere kleinen Alltagsfragen neige ich mit einem schnellen Blick in die Weiten des Netzes zu beantworten.

Da ich unter der Woche in meinem Büro des Internetzugangs habhaft bin, kann ich jedoch mit der ein oder anderen Vorkehrung mein Leben an die Gegebenheiten anpassen, bzw. Informationen und Ähnliches offline verfügbar machen. Eigentlich ist dies nichts besonderes, schließlich habe ich nicht anderes gemacht, als ich noch mit Modem unterwegs war – dennoch, man gewöhnt sich doch rasch an das, was man hat und stellt erst fest, wie sehr es mit dem eigenen Alltag verschränkt ist, wenn es einmal nicht verfügbar ist.

Hier zur Inspiration nun die verschiedenen Dinge, die ich durchgeführt habe, um auch ohne Internet ein wenig meiner Leidenschaft frönen zu können:

  • E-Mail: Meine Mails habe ich mit Hilfe eines Mailprogrammes offline verfügbar gemacht. Seit Google Mail bin ich dahingehend etwas schlampig geworden. Mit Thunderbird und dem Pop3-Zugang (oder auch IMAP, wobei man hierbei darauf achten muss, dass die Mails wirklich heruntergeladen werden) ist ein offline lesen und antworten (gesendet wird natürlich erst wieder, wenn der Rechner am Netz ist) ein Kinderspiel.
  • Newsfeeds: Die englische Version des Google Readers bietet glücklicherweise eine Verknüpfung mit dem Programli Google Gears an, diese ermöglicht es, die neuesten 2000 Einträge offline verfügbar zu machen. Alternativ hätte ich einfach auf einen Feedreader zurückgegriffen. Einen kleinen Nachteil gibt es bei meiner Methode allerdings schon: Offline gibt es keine Bilder!
  • Andere Artikel: Offline-Zeiten sind quasi die beste Möglichkeit, meine doch etwas lange ToRead-Liste gespeicherter Bookmarks anzugehen. Hierfür speichere ich die Seiten mit der Firefox-Erweiterung ScrapBook zum offline lesen. Bei dieser Prozedur man darauf achten, dass auch wirklich alle Seiten eines Artikels gespeichert werden ;).
  • Videos: Schon länger wollte ich das ein oder andere Video der „Reihe“  TED Talks, ansehen. Meistens fehlte mir dazu jedoch die Zeit oder Geduld. Für die Tage ohne Internet habe ich mir nun die betreffenden Videos mit der Firefox-Erweiterung Fast Video Download heruntergeladen. So kann ich sie mir gemütlich mit dem VLC Video Client ansehen, auch ohne mit dem Internet verbunden zu sein.
  • Bloggen: Auch ohne Internetverbindung mag ich gerne meine Blogideen aufschreiben können, ohne sie später großartig hin und her kopieren zu müssen. Dazu verwende ich dass Blogging Tool Windows Life Writer. Dieses hat auch den Vorteil, dass es den Stil des eigenen Blogs auslesen kann und somit beim Schreiben ein wenig „Heimatgefühle“ aufkommen lässt.
  • TV-Programm: Hier gibt es mehrere Programme, mit denen man das TV-Programm offline verfügbar machen kann. Meine aktuelle Wahl – wenn ich auch nicht 100%ig zufrieden damit bin – ist TeXXas. Das Wichtigste ist schließlich, dass es funktioniert. Und wenn ich wissen möchte, welche Sendung aktuell auf einem Sender läuft, frage ich einfach den Videotext.
  • Nachrichten & Wetter: Hier greife ich ganz oldschool auf Radio und Fernseher zurück. Gerade morgens gibt es im Radio halbstündlich Nachrichten mit Wettervorhersage. Und wenn es einmal dringen ist, schaue ich in den Videotext.
  • Kommunikation: Wenn es mal schnell gehen muss hilft hier klassisch: Telefon, SMS und sogar die Schneckenpost. Je nach Nutzerverhalten des Gegenübers kann ein Brief, der i.d.R. einen Tag unterwegs ist, um einiges Schneller gelesen werden als die Mail, die vorgeschrieben noch einen oder zwei Tage darauf warten muss, bis sie abgeschickt werden kann.

Was jedoch final für mich Internet und Informationsjunkie wichtig ist: Die gewonnene Offline-Zeit kann ich ruhig mal mit Alternativen zum vor dem Computer sitzen und im Internet herum hängen ausschmücken. Davon gibt es eine Menge und ich habe sie auch schon in dem ein oder anderen Artikel aufgelistet. Nur um auf Nummer sicher zu gehen, soll aber auch hier eine Liste mit Unternehmungen nicht fehlen:

  • Freunde treffen
  • Lesen
  • Wohnung verschönern (streichen, Möbel restaurieren,…)
  • Balkonien genießen
  • Basteln, Zeichnen, Malen,…
  • Videoabend
  • Grillen
  • Spazieren gehen
  • Photographieren
  • Wellnessabende mit Fußbad, Mani- und Pediküre, Gurkenmaske,…
  • Backup-CDs ausmisten
  • Alte Klamotten durchgehen und sich von Unnötigem trennen
  • Eine Sprache lernen ;)
  • Sport treiben
  • Neue Backrezepte ausprobieren (Da stehen schließlich noch so ein paar Kochbücher
  • Tourist in der eigenen Stadt spielen (Museen, Rundtouren, Dinge entdecken)
  • Restaurants, Geschäfte,… testen und Artikel für Qype schreiben
  • Blogdrafts endlich einmal ausformulieren (40 to go ^-^“)
  • Listen erstellen
  • Bewusst wahrnehmen, wie viel Zeit man plötzlich hat
  • und und und ^.^

Noch nicht genug? Beim Durchgehen meiner offline gespeicherten Newfeeds, stelle ich gerade fest, dass Dumb Little Man just vor drei Tagen das gleiche Thema aufgegriffen hat: „11 Productive Things To Do When You Can’t Access The Internet„.


20
Jun 08

Inspiration von(m) Selbst

Wann bist du das letzte Mal dein eigenes Geschriebenes durchgegangen, hast in alten Gedanken gekramt und damit vielleicht die ein oder andere Erinnerung herausgeholt?

Bei mir ist es etwas länger her, wobei – eigentlich ist dies gelogen – denn gerade vor ein paar Minuten habe ich ein wenig durch meinen Blog geblättert und war überrascht; überrascht von der Vielfalt, den Ideen, den Texten. Es war, als hätte ich vollkommen vergessen, dass ich all dies jemals geschrieben habe. Wobei, ich fürchte, die traurige Wahrheit ist, dass ich es vergessen habe.

Alte Gedanken, Neue Motivation

Ich gehöre zu dem Typ Mensch, der Dinge schreibt und sie dann zur Seite legt. Ich greife sie nicht wieder auf, tägliche, wöchentliche Reviews gehören bei mir nicht zum Standard. Eigentlich schade, denn so wirkt es im Moment, geht mir dadurch eine fantastische Möglichkeit verloren, positive Gefühle in mein Leben zu bringen.

Gerade für all jene, die wie ich mit einem etwas schwächer ausgeprägten Selbstbewustsein zu kämpfen haben, gibt es wahrscheinlich nichts besseres, als auf Entdeckungsreise in den eigenen Gedanken zu gehen, zu sehen, was man geschaffen hat. Was für ein großer Fundus an Ideen liegt mir dort zu Füßen.  In Momenten, in denen mir die Welt da draußen grau und ohne Motivation oder Inspiration daher kommt, in denen ich mich verloren fühle und nichts mit mir anzufangen weiß, sollte ich unbedingt darauf  zurückgreifen, mich daran laben.

Alex Shalman ging vor wenigen Tagen mit seinem Artikel „Use A Bragging Journal To Harvest Every Success“ in eine ähnliche Richtung und auch DumbLittleMan greift ein sogenanntes Bragging-Journal in dem Beitrag „10 Crafty Ways To Create Unshakable Confidence“ auf. Als ich diese Artikel las musste ich sehr daran denken, welch positiven Einfluss es auf mich hatte, eine “Dinge die ich am heutigen Tag geschafft habe”-Liste zu führen und dass ich unbedingt wieder damit anfangen sollte!

Und dieses Mal mit einer kleinen Verbesserung. Ich möchte nicht mehr nur einfach schreiben, zur Seite legen und vergessen. Ich möchte das, was ich geschaffen habe, benutzen um daran zu wachsen, um mich zu inspirieren, zu motivieren und alte Ideen wieder entdecken, die im Alltagstrott ganz nach hinten in die letzten Windungen meines Gehirnes verschwunden sind.

Noch Ein Paar Links

Und für ein wenig externe Inspiration, habe ich noch ein paar Artikel zum Thema „Wöchentlicher Rückblick und Aufarbeitung“ herausgekramt:


31
Mai 08

Einfach Mal Auslassen

Den Computer nach der Arbeit. Einen ganzen Abend genießen mit Lesen, Telefonieren, Unterhalten. Keinen Druck machen ob dem Informationsschwall, den man verpassen könnte oder den Mails. „Ich müsste mal wieder bloggen?!“ So ein Käse, ich blogge aus Spaß an der Freude wenn mir danach ist, also warum selbst unter Druck setzen?

Morgen, quasi heute ist auch noch ein Tag ^-^. Die Meldungen über Googles neues Favicon, die aktuellsten Softwareupdates, dem Versuch Firefox‘ demnächst einen Download-Weltrekord aufzustellen, tolle neue Web2.0 Applikationen, und und und laufen mir nicht weg.

Dafür gewinne ich einen wirklich schönen, produktiven (!) und entspannten Abend, der mich mal wieder daran erinnert, dass ich hartnäckiger den PC einfach mal aus lassen sollte. Denn auch wenn sie nur nebenbei läuft, das Ablenkungspotential ist groß.


02
Apr 08

Aus „genervt sein“ Motivation gewinnen

Wutausbruch
Bleistiftskizze nach G.L.Bernini: Anima damnata

Ist doch mal eine etwas andere Herangehensweise. Wieso im „schlecht gelaunt“-Modus hängen bleiben und sich ständig weiter selbst nerven wenn man aus den Ursprungsproblemen Motivation schaffen kann?

Zumindest ist es mir gerade so gegangen. Bei meinem Newsfeed-Check in der Mittagspause überfiel sie mich mal wieder, die „Warum muss das denn sein“-Stimmung, welche meistens gepaart mit Unzufriedenheit und Meckerlaune dazu führt, dass es mir nicht besser geht. Gut ist es dann, wenn ich mich in solchen Moment dabei erwische und anschließend aus dem Negativen etwas Positives entsteht.

Der Gedanke dahinter ist eigentlich relativ simpel. Anstatt nur passiv vor dem Problem (oder der Mücke) zu sitzen, sich zu mokieren, zu lamentieren und heiße Luft zu produzieren ^_~ aufstehen und selbst aktiv werden – oder aber einsehen, dass das Gegrummel nur Mittel zum Zweck ist, irgendwann muss schließlich jedes Kesselchen mal Dampf ablassen!

Im Falle des Überdrucks eigenen sich übrigens richtig gut:

  • Putztouren (damit und einem Schmutzradierer *hüstel* bekommt man den übelsten Dreck ab!)
  • Kabbeln mit dem Partner (Kitzelattacke!)
  • Schatten- oder Kissenboxen
  • Sport (alternativ ganz kurz mit absoluter Leistung sprinten)
  • Schreien (ich gebe zu, häufig etwas schwierig umzusetzten)
  • Kritzeln (z.B. ein Blatt Papier so schnell wie möglich mit einem Stift komplett farbig gestalten – unda bei kommt es nicht auf Schönheit an)

Natürlich hat da jeder seine eigenen Vorlieben und auch bei mir wirkt Methode xy manchmal super und an anderen Tagen gar nicht ^_^. Ich seh‘ das ganz locker und finde, man muss das wohl oder übel heuristisch angehen – Pauschallösungen gibt es bei solchen Dingen nun einmal nicht.

Jetzt weiche ich allerdings ein wenig vom Thema ab, komme ich also zurück zur Motivation: Mich motivierte es damals sehr, als mir plötzlich auffiel, dass es so viel sinnvoller – in dreifacher Weise – für mich ist, den Frust in Lust umzuwandeln:

  1. Sich nicht über Dinge ärgern bringt Entspannung und Gelassenheit.
  2. Sich mit den Ärgernissen auseinander zu setzten bringt häufig neues Wissen oder aber Befriedung dadurch, dass eine Aufgabe erledigt wurde.
  3. Wie häufig beschwere ich mich, dass ich für Dinge, die ich lernen möchte, keine Anwendung habe. Gerade bei Ärgernissen rund um Internet bietet sich hier eine quasi unendlich große Spielwiese voller Aufgaben!

Klingt für mich logisch und überzeugend. Und so werde ich mein kleines Ärgernis nutzen, um demnächst mein Wissen zu erweitern und anschließend das Problem zu beheben. Und bis dahin besteht keine Notwendigkeit mehr, sich darüber aufzuregen, womit die Energie für wichtigere Dinge gespart wäre.

Mein kleines Ärgernis war es übrigens, dass die Feedburner Anhänge in manchen Newsfeeds ein Vielfaches des eigentlichen Inhaltes einnehmen. Daraus kam die Motivation und die Aufgabe für „nach der Diplomarbeit“: Schreibe ein Greasemonkey-Script, dass solche Zusatzinformationen (alle zwischen <hr> und <div>) ausblendet.