23
Nov 08

Mit der 50-Seiten-Regel mehr Lesen

Schon vor einer Weile habe ich in einem von mir verfolgten Lifehack-Blog, Put Things Off, darüber gelesen, wie Nick Cernis sich die Aufgabe stellte, ein Buch pro Woche zu lesen. In seinem sehr lesenswerten Artikel beschreibt er zunächst, wieso er dieses Ziel hat um anschließend fünf Tipps zu geben, wie eben jenes Ziel erreicht werden kann.

Ausschnitt des Bücherstapels
Bild 1 Ein kleiner Teil des zu bewältigenden Bücherstapels

Da mein zu-Lesen-Stapel groß und die Zahl der Bücher, die ich in den letzten Jahren las eher gering geblieben ist – obwohl ich das Lesen an sich wirklich liebe – inspirierte mich Cernis’ Artikel sehr. Besonders seinen Ansatz, immer mindestens 50 Seiten zu lesen, wenn man ein Buch zur Hand nimmt, verankerte sich in meinem Gedächtnis.

The 50 page rule is simple. It goes like this:

Whenever you pick up your book, read 50 pages or more.

Using this neat idea, you can comfortably read a 350 page book in a week by simply picking it up once a day! The concept encourages you to start reading only if you intend to relax and immerse yourself into a good chunk of your latest literary tipple.

Eines Abends dachte ich mir also: “Es kann nicht schaden, es einfach mal auszuprobieren.” Gepaart mit Seinfelds Ketten-Methode hat sich mein Buch-pro-Zeit-Verhältnis innerhalb der letzten Monate enorm verbessert.

Ich bin enorm begeistert darüber, wie durch die Tatsache, dass ich jeden Abend versuche “nur” 50 Seiten zu lesen um meine Kette nicht zu brechen, ich in den letzten Wochen tatsächlich etwa ein Buch pro Woche las. Dieses positive Gefühl rührt zum einen daher, dass ich tatsächlich sehe, dass mein Buchstapel “kleiner” wird und ich meine Zeit sinnvoller nutze. Und auf der anderen Seite lese ich an Stelle sinnfreier Unterhaltungsverblödung spannende und sehr inspirierende Geschichten.

Jetzt freue ich mich darüber mehr Dinge zu verstehen und weiß, dass sich das Universum sich für mich verschwört um mir weiterzuhelfen, wenn ich danach verlange meinen Traum zu verwirklichen ((Paulo Coelho The Alchemist “And, when you want something, all the universe conspires in helping you to achieve it.”)), außerdem gibt es viele Themen, über die es zu diskutieren lohnt (oder auch nicht ^-~) und die mir neue Einblicke in andere Welten liefern. Sehr zu empfehlende Gefühle! ^-^


14
Nov 08

Meine Lieblings-Podcasts IV: Deutsch im Fokus

Dieses Mal handelt es sich nicht um einen Podcast, welchen ich vorstellen möchte, sondern um gleich drei. Die Deutsche Welle hat in ihrer riesige Auswahl an Podcasts, die du dir auf folgender Übersichtsseite näher betrachten kannst, eine Rubrik, die es mir sehr angetan hat. Diese heißt Deutsch im Fokus.

Screenshot Deutsche Welle: Deutsch im Fokus
Bild 1 Drei kleine aber feine Podcasts der Deutschen Welle zur deutschen Sprache

Deutsch im Fokus besteht aus insgesamt drei Podcasts: Sprachbar, Stichwort und Deutsch im Alltag – Alltagsdeutsch. Diese sprechen natürlich all jene an, die Deutsch als Fremdsprache (DAF) lernen. Daher sind sie in der Rubrik Deutschkurse einsortiert. Alle drei Podcasts funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip: Zu einem bestimmten Thema (ein Sprichwort, ein Stichwort oder einer Phrase) wird beschrieben, erläutert und erklärt, was es sprachlich, kulturell oder anderweitig dazu zu wissen gibt. Woher kommt die Redewendung, welche regionalen Unterschiede gibt es, wo muss man aufpassen und natürlich – was bedeutet ein Wort in welchem Kontext.

In nur fünf bis fünfzehn Minuten pro Folge kann auch ein Muttersprachler noch einiges über seine Sprache lernen. Besonders interessant finde ich es, herauszufinden, woher eigentlich die ein oder andere Redewendung oder das aktuell thematisierte Wort stammt.

Diese drei Podcasts haben es geschafft, dass ich mich wieder intensiver mit dem Wie und Warum des Gebrauchs meiner Sprache beschäftige. Etwas, was nach der Schulzeit und dem darauf folgenden naturwissenschaftlichen Studium zu kurz gekommen wäre, wäre ich nicht auf die Podcasts der Deutschen Welle gestoßen. In leichte Häppchen serviert stärkt Deutsch im Fokus das Bewusstsein, welches ich meiner Muttersprache entgegenbringe. Die Folgen sensibilisieren mich auch für die Problematik der aussterbenden Wörter und verstümmelten Grammatik und lassen mich versuchen, bei der Verwendung des Deutschen, im Rahmen meiner Möglichkeiten, aus dem Vollen zu schöpfen.

Meine Lieblingspodcasts

Da dies die vierte Vorstellung ist, folgt nun schnell die Linkrunde zu den drei zuvor vorgestellten Podcasts:

Leider hat Kerner ja aufgehört diese Talksendung zu moderieren und somit existieren auch die lustigen Kochrunden nicht mehr mit ihm. Doch auch der Nachfolger kann zu beliebiger Zeit in der Kochrunde beobachtet werden: Lanz kocht. Da bei Kochen mit Kerner ja vor allem die Köche der Garant für lustige, interessante und lehrreiche Unterhaltung waren, und Lanz zumindest in den Folgen, die ich gesehen habe sehr darum bemüht war Kerners Stil zu kopieren – sollte der Spaßfaktor der Sendung auch weiterhin erhalten geblieben sein.


13
Nov 08

Eigene Interessen wiederentdecken

Beim Aufräumen meines Schreibtisches und dem damit einhergehenden Sortieren und Abheften diverser Papiere bin ich heute auf einen kleinen Zettel gestoßen, den ich schon vor einiger Zeit für meine Therapie erstellt hatte. Die Aufgabenstellung lautete: “Dinge, Interessen und Hobbys, die ich in letzter Zeit vernachlässigt habe”.

Zeichenutensilien
Bild 1 Zeichenutensilien

Diese Vernachlässigung kann relativ schnell auftauchen. Etwas Stress im Job, dazu die ständige Informationsflut und immer wieder kleinen Dinge, die man “mal eben” zu erledigen hat. Und dann kommt es bei mir häufiger vor, wenn im am Abend oder dem Wochenende zu Hause auf dem Sofa sitze, den Rechner abgeschaltet und den letzten Spühlberg beseitigt habe, dass ich keinen richtigen Plan mehr habe, was ich eigentlich machen möchte oder könnte. Oder aber ich fühle mich “einfach viel zu geschlaucht”.

Leichtes Spiel für die trügerische Entspannung des Fernsehers oder des Computers. Einfach mal “nichts tun” und sich “zu dröhnen lassen” mit – nicht selten sinnfreier – “Fast-Food-Unterhaltung”. Dabei habe ich schon häufig festgestellt, wie viel entspannender es ist, etwas ganz anderes zu machenaktiv zu sein – um wirklich vom Alltagsstress abzuschalten. Und hierbei ist mir eine Liste, wie die oben erwähnte, sehr hilfreich.

Wichtig ist, dass Dinge aufgeschrieben werden, an denen man schon zu einem früheren Zeitpunkt im Leben Spaß hatte; Dinge, welche dazu führten, dass die Zeit “wie im Fluge vergeht”. Bei dem Brainstorming zur Erstellung der Liste solltest Du genügend Zeit verwenden und definitiv in verschiedenste Richtungen denken – je mehr Punkte du am Ende auf deiner Liste hast, desto besser. Im folgenden als Beispiel ein paar Dinge meiner Liste:

Musikinstrumente
Bild 2 Musizieren?!

  • Tanzen
  • Wissen über: Florenz während der Renaissance
  • Zeichnen
  • Französisch
  • Englisch
  • Backen
  • Privpages.de erneuern
  • Singen

Praktisch ist es auch, wenn du ein Tagebuch oder ein Weblog besitzt. Dann kannst du einfach zurück blättern und schauen, womit du in der Vergangenheit deine Zeit verbracht hast. Und dann stellt sich bei mir die Inspiration meistens ganz von selbst ein. “Ich könnte doch noch …. oder aber das … ich wollte schon immer jenes wissen”. Und mit einem kleinen Kick gegen den inneren Schweinehund entscheide ich mich für den “scheinbar anstrengenderen Zeitvertreib”, der sich am Ende des Tages für mich meist als wesentlich erfüllender herausstellt.


03
Nov 08

Hobby-Idee: Papierkunst

Innerhalb der letzten Monate bin ich auf eine recht große Menge an wirklich außerordentlichen Papiermodellen gestoßen. Zum Ausdrucken, Ausschneiden und Nachbauen. Perfekt gegen schlechtes Wetter draußen und Langeweile drinnen. Ein wenig Geduld muss man für die meisten Modelle allerdings schon mitbringen. Für jemanden, der nicht gerne mit Kleber hantiert oder wie ich ein leichtes Defizit im Bereich der Feinmotorik aufweist, eine etwas größere Herausforderung. Erfolgreich gemeistert werden die Bemühungen jedoch mit nicht wenig spektakulären Kunstwerken belohnt, wie du aus Bild 1 und 2 sicherlich erahnen kannst ^-^.

Bild 1 zeigt einen Ausschnitt einer einhundert absolut heraussteckende Papiermodelle fasenden Sammlung, die im Blog CreativeCloseup präsentiert werden. In der Kollektion findet sich sowohl für den Motoradfan, den Tierliebhaber, den Roboter– oder Animefan etwas. Oder wie wäre es mit einer etwas anderen vegetarischen Variante des Truthahns? Der Autor hat zudem an weiterführende Literatur gedacht. Wenn du auf den Geschmack gekommen bist, findest du unterhalb der Bildershow einen kleinen Absatz mit interessanten Links zu weiteren Papercraft-Blogs und Anleitungen.

Eine nicht unbeträchtliche Auswahl an Anleitungen findest du ebenso bei Canon Paper Craft. Besonders angetan hat es mir da eine der Maneki Nekos. Auch eine nette Idee ist das Schachspiel aus Papier. Das bringt mich auf eine etwas andere Geschenkidee zu Weihnachten. Solch kleine Bastelleien eignen sich bestimmt hervorragend als Gutschein-Ersatz, oder als pfiffige Dreingabe für ein Geldgeschenk. Wieso den 20€-Schein als Zugabe für den iPod oder das lang ersehnte Mac-Book nicht an eben jenem befestigen. Anleitungen für Papier-Apple Produkte findest du z.B. bei The Apple Collection oder bei KB3D.

Etwas abstraktere Wesen, eine Art eckiger Kistenmonster, kann man z.B. bei Readymesh.com oder Cubecraft downloaden. Readymesh ist zusätzlich der Platz für außergewöhnliche, selbst zu bastelnde Pinhole-Kameras. Jene mit Kindern zusammenzubauen und anschließend zu erfahren, wie das mit dem Photographieren in ganz einfach funktioniert ist sicherlich ein Erlebnis!

Für mehr Inspiration und Anleitungen solltest du unbedingt bei PaperInside vorbeischauen. Gerade, wenn du gerne eine Miniversion eines Vehicels aus Star Trek, Wing Commander oder anderen Serien, einen kleinen Nemo oder die Hello Kitty Katze hättest. Und dann gibt es natürlich noch den ein oder anderen Blog, der interessante und kuriose Modelle präsentiert, z.B. Papierstadt, PaperForest, PaperCraft World, PaperKraft oder Papercraft Paradise.

Möchtest du lieber etwas Eigenes gestalten? Dann solltest du dir den Creator von Paper Critters ansehen. Damit baust du dir ohne viel Umstände dein eigenes Papiermaskottchen. Du kannst aus verschiedenen Korpusse auswählen und das Ding entweder mit Stempeln oder Freihand-Kunst verzieren.

Da ich gerade beim Arbeiten mit Papier bin, liegt das Erstellen von Pop-Up-Karten schon nahe. Etwas mehr als einen Monat vor Weihnachten ist doch quasi der perfekte Zeitpunkt mit der Produktion von Weihnachtskarten der besonderen Art zu beginnen. Grundlagen und mehr oder weniger einfache Modelle für den Start hat Robert Sabuda online gestellt. Eine bebilderte “Schritt für Schritt”-Anleitung seiner Baum- und Engelskarte wurden zudem auf WikiHow veröffentlicht.

Etwas ausgefallenere und aufwendigere Papierschnitt- und ~faltkunst hast du bestimmt schon das ein oder andere Mal gesehen. Falls nicht, musst du unbedingt einen Blick in die Galerie von Peter Callesen werfen. Sehr faszinierend, was dieser Mensch mit Papier erschaffen hat.


31
Okt 08

Hobby-Idee: Light Painting

Du bist auf der Suche nach einem neuen, nicht ganz so gewöhnlichen Hobby?

Jetzt, wo es wieder so früh dunkel wird, wäre quasi die beste Zeit, einmal Light Painting auszuprobieren. Für die Kunst mit dem Licht benötigst du eigentlich nicht viel:

  1. Eine transportable Lichtquelle, die du nach Belieben ein- und ausschalten
  2. und eine Kamera mit Stativ (oder einem anderen festen Untergrund), deren Belichtungszeit beliebig variiert werden kann.
  3. (Je nachdem, ob du Selbstauslöser magst oder nicht noch einen Photographen, der das Knöpfchen drückt.)
Bild 1The Mr Light Saga – Mr Light is light painting“ by Gnackgnackgnack (Flickr)

Eine kurze Anleitung, wie du Light Painting erlernen kannst, wurde auf Abduzeedo veröffentlicht. In jenem Beitrag findest Du auch einige sehr schöne Beispiele dieser Kunstform. Weitere Bilder wurden im Artikel “Awesome Light Graffiti Pictures” gesammelt.

Etwas ausführlicher erklärt Andrew Woodhouse sein Light Painting an Hand eines Beispielphotos, wobei er digitale Nachbearbeitung berücksichtigt.

Mit Licht spielt auch Tatiana Slepukhin, allerdings auf eine etwas andere Weise, welche jedoch nicht weniger beeindruckend ist, und berichtet darüber in ihrem Blog Night Photography and Adventures that Accompany the Process. Auch sie hat ein nützliches Tutorial online gestellt.

Weitere Inspiration findest du bei Flickr, wo sich natürlich auch verschiedenste Gruppen zum Thema zusammen gefunden haben. ^-~ Oder du beobachtest den Light Painting Prozess in einem der zahlreichen Videos, z.B. bei YouTube.

Im Übrigen: Falls du kein Stativ zur Hand hast, tut es bestimmt auch eine Mauer oder ein Stapel Bücher. Oder aber Du versuchst es mit einem selbstgemachten Flaschen-Stativ.