10
Mai 08

Ein Stack für RocketDock

Screenshot Stacks Docklet
Das Stacks Docklet für RocketDock im Grid-Modus

Mein Dock-Clone der Wahl für Windows XP ist schon seit längerem RocketDock. Schnell, flexibel und mit guten Einstellungsmöglichkeiten. Der Hauptgrund allerdings: auf meinem System wesentlich stabiler als die Alternativen ObjectDock oder Yz’Dock. Vor kurzem bin ich, da ich noch mit einer alten Version unterwegs war und diese auf den aktuellen Stand bringen wollte, mal wieder auf der Projektseite gelandet und habe dort auch einen Ausflug in die Addons-Abteilung gemacht. Und was sahen meine Augen da? Das Stacks Docklet, ein Stack-Clone, der die unter Mac OsX 10.5 eingeführte neue Ordneraufklappansicht für das Dock simuliert. Grid und Stack, beides ist möglich! Da habe ich nicht lange überlegt und schnell heruntergeladen und ausprobiert.

Fan Modus
… und im Fächer-Modus

Die „Installation“ des Plugins ist sehr einfach: Stacks Docklet herunterladen und in das Verzeichnis Docklets im RocketDock Programmordner entpacken. Um das Docklet verwenden zu können muss RocketDock einmal neugestartet werden. Anschließend mit der rechten Maustaste auf das Dock klicken und über Element hinzufügen » Stack Docklet einen neuen auffächerbaren Ordner hinzufügen. Nachdem das neue Stack hinzugefügt wurde, erscheint im Dock ein nichtssagender Kasten, der scheinbar leblos sein dasein fristet. Keine Sorge, nur noch ein paar wenige Handgriffe müssen getätigt werden. Mit einem rechten Mausklick auf das Icon muss man sich nun die Symbol-Eigenschaften… anzeigen lassen. Dort werden nun Pfad, Icon, Sortierung der Ordner und gewünschtes Ausklapptverhalten eingestellt. Anschließend auf OK klicken und sich des neuen Stacks im Dock erfreuen ^-~

Ich bin von dieser neuen Möglichkeit, das Dock aufzuwerten, sehr begeistert, waren meine im Dock angesiedelten Ordner sowieso nur „Überordner“, welche nur weitere Unterordner enthielten. Stacks Docklet erspart mir somit einen kleinen Klick und sieht nebenbei schick aus. Wobei dafür auch ein kleines Tuning nötig war. Denn normalerweise werden die Ordner im Standard-Windows-Look angezeigt. Hier hilft mir das FileMenu-Tool, mit dem mit einem schnellen Klick im Kontextmenu Ordner-Icons verändert werden können.

Interessant für all jene, die nicht das RocketDock verwenden: Chris’n’Soft hat das Stacks Docklet genommen, und darauf aufgebaut den StandaloneStack kreiert. Dieser ermöglicht ein Stack-Verhalten für einen Ordner an beliebiger Stelle auf dem Desktops (oder der Schnellstarter-Leiste). Getestet habe ich es nicht – da es aber auf dem Stack Docklet aufbaut, nehme ich an, dass es ebenfalls keine Wünsche offen lässt.


08
Apr 08

Kabellose Optische Maus – Versuch Nr. 3

Irgendwie habe ich bisher kein wirklich gutes Händchen beim Kauf von optischen kabellosen Mäusen bewiesen. Sowohl die Maus von Logitech als auch jene von Typhoon waren, gelinde gesagt, ein Griff ins Klo. Als nun vor ein paar Tagen anfing die bei dem Computer mitgelieferte Maus den unvermeidlichen Kabelbruch-Tod zu sterben, und ich notgedrungen wieder zur Typhoon-Maus zurückwechselte, stand mein Entschluss relativ schnell fest: „Da muss eine neue Maus her!“ Ich weiß nicht was mit der Typhoon war, ob eingeschnappt, da sie ein Jahr unbenutzt dastand oder was auch immer, auf jeden Fall machte das Arbeiten mit ihr nur schlechte Laune.

Vor ein paar Tagen habe ich mich also in eines der Computergeschäfte meiner Wahl begeben, nachdem ich die letzten Tage schon mehrfach Bewertungen und diverse Tests studiert hatte. In wie fern ich es ein weiteres Mal mit einer kabellosen Maus probieren wollte, war mir noch nicht so ganz klar, diverse Pros und Kontras und natürlich auch die Sache mit dem Geld hatten mich eigentlich fast schon überzeugt, eine günstige und kabelgebundene Zwischenlösung zu suchen.

Beim Testgreifen, ~klicken und ~scrollen der Mäuse – sehr sehr wichtig für mich – stellte sich dann allerdings schnell heraus, dass die Favoriten aus dem Internet nicht wirklich in Frage kamen. Scrollräder, die viel zu leicht liefen und somit das Klicken auf eben jene quasi unmöglich machten, Seitentasten die ausgeleiert waren und viel zu kleine unbequeme Notebookmäuse flogen schnell aus der engeren Auswahl.

Da die Doppelklick-Macke, die damals (nicht nur) bei meiner Logitech-Maus aufgetaucht ist, nicht wirklich mein Vertrauen in diese Marke gestärkt hat (ich weiß, dass ist albern – aber das ungute Bauchgefühl ist nun einmal da), landete ich recht schnell bei zwei Trust-Mäusen, die zudem das unschlagbare Argument der Erschwinglichkeit hatten. Und dann dachte ich mir schließlich, ob ich mir für 10 Euro eine Übergangsmaus mit Kabel oder für 15 Euro ein weiteres Mal einer kabellosen Maus eine Chance gebe, da ist es sinnvoller einen neuen Versuch zu wagen.

Wireless Optical Mouse MI-4910D

So bin ich also mit der Wireless Optical Mouse MI-4910D von Trust nach Hause gekommen, und das obwohl das auf Grund eines dominierenden Rasters doch recht schwer zu laufen scheinende Scrollrädchen mich eigentlich nicht ganz so überzeugte. Nach den ersten Teststunden bin ich jedoch noch sehr begeistert von meinem Kauf. Zwar muss man für den Mittelklick noch etwas Kraft aufbringen – das klickt noch nicht ganz so weich wie Butter, wie es bei der häufig testgeklickten Version im Geschäft der Fall gewesen sein wird – aber ansonsten fasst sich die Maus sehr angenehm an und liegt gut in der Hand. Die Seitentasten lassen sich gut erreichen und ich hätte nie gedacht, wie schnell ich mich an das Scrollfeeling gewöhne und es nicht mehr missen mag. Positiv ist, dass obwohl das Mittelklicken Kraft braucht, das Scrollrad feststeht und nicht wegrollt – wie es bei anderen Mäusen der Fall war.

Mal sehen, was ich in einem halben Jahr so zu der Maus sage, bezüglich Klickverhalten, Batterielebensdauer (die laut Beschreibung besonders lang sein soll) und anderen Macken.


03
Apr 08

[Updated] Tastaturkürzel, welche ich nicht missen mag

oder „Die Ode an die Hotkeys“

Häufiger bin ich schon über Artikel, Beiträge, Spickzettel (Cheat Sheets) gestoßen, in denen die besten, tollsten, phänomenalsten und nützlichsten Hotkeys für Programm x-y-z vorgestellt wurden. In letzter Zeit häufiger bewusst geworden, wie froh ich doch bin diverse Kürzel zu haben, um meine „muss ich denn die Hand nun wirklich von der Tastatur wegbewegen?“-Faulheit genüge zu tun. Hier nun also meine Favoriten.

Allgemeine Tastaturkürzel

Unter allgemeinen Tastaturkürzeln verstehe ich all jene, die man System weit und zum Teil auch System übergreifend verwenden kann (Beim Mac häufig mit der Apfel- an stelle der Strg-Taste).

Kürzel Funktion
Alt+Shift Falls mehr als ein Tastaturlayout aktiviert ist, bewirkt diese Kombination das Wechseln zwischen den verschiedenen Einstellungen (WinXP)
Alt+Tab bzw. Alt++Tab Wechseln zwischen offenen Fenstern (Standard in verschiedenen Betriebssystemen, u.A. WinXP, Ubuntu, Scientific Linux)
Strg+ Pfeiltasten Anstatt nur einen Buchstaben weiterzugehen, springt der Cursor damit ein „Wort“ weiter. Unter Unix-basierten Systemen funktioniert dies auch mit den Pfeiltasten nach oben und unten, wobei immer ein Absatz gesprungen wird.

(nicht nur) Firefox Tastaturkürzel

Warum hier „nicht nur“ davor steht? Weil manche dieser Tastaturbelegungen auch in anderen Programmen, die Reiter verwenden benutzt werden können.

Kürzel Funktion
Strg+Tab bzw.

Strg++Tab

Wechseln zwischen Tabs vorwärts bzw. rückwärts in Fokus-Reihenfolge (Einstellungen lassen sich z.B. mit der Erweiterung TabMixPlus anpassen)
Strg+Bild⇑ bzw.

Strg+Bild⇓

Wechselt zu dem links bzw. rechts benachbarten Tab (Einstellungen lassen sich z.B. mit der Erweiterung TabMixPlus anpassen)
Strg+W Schließt Tab
Strg++T Zuletzt geschlossenes Tab wieder öffnen
Strg+T Neues Tab öffnen
Strg+K Verschiebt den Focus auf das Suchmaschinen-Eingabefeld, mit Alt und den Pfeiltasten kann man anschließend durch die verschiedenen Suchmaschinen navigieren
Strg+L Verschiebt den Fokus auf die Adressleiste
Strg+D Aktuelle Seite Bookmarken (funktioniert auch wundervoll mit der del.icio.us Bookmarks Extension)
Leertaste bzw. +Leertaste Springt einmal Browserbereich unten oben bzw. oben (falls dies mit Bild⇑ bzw. Bild⇓ nicht geht)

Dann gibt es natürlich noch Erweiterungen, die die Arbeit mit Firefox und der Tastatur verbessern. In der Tabelle hatte ich ja bereits die del.icio.us Bookmarks Extension erwähnt. Drückt man nach dem Speichern eines Linkes die Tastaturkombination Alt+D oder öffnet die Eigenschaften über das Bookmarksmenu, kann man nun auch ein sogenanntes Keyword definieren. Gibt man dieses Keyword nun in die Addressleiste ein, springt der Browser automatisch zu der Seite, deren Link mit dem betreffenden Keyword belegt ist.

Eine weitere Erweiterung, welche ich nicht missen möchte, ist Greasemonkey mit dem Skript Google Reader Quick Links. Diese ermöglicht mir, nicht nur den fokussierten Beitrag im Reader in einem Tab im Hintergrund zu öffnen (drücke F F), sondern auch Links, welche im Beitrag existieren (F L hintereinander getippt markiert die ersten zehn Links des Artikels mit Zahlen von null bis neun, welche anschließen mit der Tastenkombination F <Zahl> in einem Hintergrund-Tab geöffnet werden). Zusammen mit den Standard-Google-Reader-Tastaturkürzeln, z.B. N für den nächsten, P für den vorhergehenden Newseintrag; +N zum Markieren des nächsten und +O zum Öffnen eines markierten Ordners (? für eine Übersicht drücken), ergibt sich so für mich eine wirklich nützliche Kombination, um Newsfeeds schnell abzuarbeiten.

Puh ^-^“ eigentlich könnte ich immer so weiter schreiben. Von Launchy, welches mir das Startmenu ersetzt und das ich mit Alt+Leertaste aufrufe, obwohl diese Wahl eigentlich nicht gut ist, da diese Tastaturbelegung normalerweise für das Fenstermenu gedacht ist (was enorm nützlich ist, wenn ein Fenster aus versehen außerhalb des Anzeigebereiches gelandet ist); über die Tastaturkürzel im WordPress „WYSIWYG“-Editor (Einfach mal das Hilfesymbol anklicken welches sich in der zweiten Symbolleiste befindet. Diese aktiviert man übrigens mit dem Symbol ganz rechts außen); bis hin zu all den tollen Möglichkeiten in Unix-basierten Betriebssystemen und nicht zu vergessen, die selbst gesetzten Hotkeys für den extrem schnellen Zugriff auf die Lieblingsprogramme – und immer so weiter. ^_~

Nachtrag: Passenderweise wurde beim Google Reader just vor ein paar Tagen die Hotkey-Belegung erweitert, so dass L inzwischen auch das Stichwort-Ändern-Fenster öffnet. Um dieses Problem zu beheben, gibt es eine neue Version des Google Reader Quick Links Script, welche erlaubt, die Tastaturkürzel beliebig zu ändern. Hierfür muss man auf der Google Reader Seite in das Benutzerscript-Befehle Menu (mit der rechten Maustaste auf das Äffchen klicken) und dort GRQL: Set the shortcut keys auswählen. Und keine Sorge, anstelle der Tastaturcodes kann auch einfach der betreffende Buchstabe eingegeben werden!


29
Jan 08

Programme schnell starten mittels Tastenkombi

Häufig verwendete Programme via Tastendruck unter Windows XP schneller starten, hierbei handelt es sich wahrscheinlich um kein großes Geheimnis, dennoch bin ich erst vor kurzem auf den Geschmack gekommen und mag es inzwischen nicht mehr missen.

Es geht ganz einfach. Zuerst das Eigenschaftenfenster der höchstwahrscheinlich schon im Startmenü oder auf dem Desktop vorhandene Verknüpfung zum Programm mittels rechtem Mausklick > Eigenschaften öffnen. Es erscheint dann ein Fenster wie jenes oben links im Screenshot.

Screenshot klein
Klicken für eine größere Ansicht: Screenshot Verknüpfungsmenü und Eigenschaftenfenster

Das Feld hinter Tastenkombination aktivieren (mit der Maus hineinklicken) und anschließend die gewünschte Tastaturkombination drücken. Diese erscheint in dem Eingabefeld, so dass man eine gute Kontrolle hat, welche Kombination letztendlich gespeichert wird.

Bei den Tastenkombinationen ist es wichtig, dass man keine bereits belegten Kombinationen verwendet. Ich habe es nach dem Try-And-Error Prinzip versucht und bin bisher konfliktfrei geblieben. Meine Tastaturkürzel fangen immer mit Alt+Strg+Umschalt an, zusätzlich ein weiterer Buchstabe der in Anlehnung an das zu öffnende Programm steht:

Im übrigen kann ich nur empfehlen, kleine Tools, die man nicht ständig braucht, z.B. eine virtuelle Desktop-Umgebung, die FTP-DropBox oder JediConcentrate, erst dann zu starten, wenn man sie benötigt! Das spart Arbeitsspeicher und nach dem Hochfahren des Rechners muss nicht ganz so viel gestartet werden. Kleinvieh macht eben auch Mist! ^.~

Für alle anderen Programme, die ich nicht ganz so häufig aufrufe, verwende ich dann den praktischen Programmstarter Launchy [Review]. Alt+Leertaste und den Programmnamen tippen, Enter, fertig ^-^ oder ein klick in mein RocketDock.


26
Jan 08

Q10 – konzentriert Schreiben leicht gemacht

Schon vor einiger Zeit las ich in einem meiner Lieblingsblogs, Caschys-Blog, über den Editor Q10. Es hörte sich nützlich an, ein Editor der auf sämtlichen Schnick-Schnack verzichtet, nichts weiter ist, als eine einfarbige Fläche, die sich über den Bildschirm ausbreitet und dem Creativen die volle Fokussierung auf das Geschriebene ermöglicht.

Heruntergeladen war das kleine portable Programm schnell, entpackt ebenso und dann auch leider schon vergessen. Dies ist wohl ein kleiner Nachteil von portabler Software, welche sich nicht überall mit Links verewigt. Glücklicherweise verliert weder das Haus, noch der Computer etwas ^.~ so entdeckte ich Q10 heute in meinem Ordner für portable Programme wieder.

Screenshot Q10
Q10, Schreiben ohne Ablenkung

Beim Starten des Editors legte sich sogleich eine schwarzer Vorhang auf meinen Monitor. Welch‘ Erinnerung an die alten DOS-Zeiten, in denen ich leidenschaftlich kleine Geschichten in dem DOS-Editor tippte: monospace, weiß auf schwarz, ohne viel Ablenkung. Die Erinnerung an damalige Zeiten verstärkte sich durch den Schreibmaschinenklang beim Tippen. Der Sound ist dabei sehr dezent.

Also habe ich ein wenig losgetippt, bis sich mir die Frage stellte, wie dieser Editor wohl bedient würde. Glücklicherweise verwendet er die üblichen Tastaturkürzel für die gängigen Dateioperationen. Eine Übersicht der Kürzel gibt es in der Hilfe (F1).

Sehr praktisch ist die Timer-Funktion. Mit der Tastenkombination Strg+T öffnet der Benutzer ein kleines Fenster, in dem er eine beliebige Minutenzahl oder aber ein vorgegebenes Intervall einstellen kann. Ist das Intervall vergangen, „piepst ein Wecker“ und eine kleine grüne Einblendung auf der rechten Seite der Statusleiste setzt darüber in Kenntnis, dass die Zeit verstrichen ist. Als besonderes Feature wird desweiteren angezeigt, wie viele Wörter in der verstrichenen Zeit geschrieben wurden.

Das „Auftreten des Editors“, sowie weitere Einstellungen, kann man im Einstellungsfenster vornehmen. Dieses wird mit Strg+P aufgerufen. Es gibt dort u.A. die Möglichkeit, Tippgeräusche zu deaktivieren, Inhalte der Statusleiste festzulegen oder das Dokument automatisch speichern zu lassen.

In der Statusleiste, welche am unteren Ende des Dokumentes erscheint und mit Strg+B ausgeblendet werden kann, erscheint standardmäßig die Anzahl der Wörter, Seiten und Zeichen, sowie der Name der Datei und die aktuelle Uhrzeit. Wie z.B. die Seiten gezählt werden sollen, kann ebenfalls im Einstellungsfenster angegeben werden.

Möchte man schnell in seinem Text navigieren, ohne ständig zur Maus greifen zu müssen, kann man auf die bekannten verdächtigen zurück greifen:

Tastenkombination Aktion
Strg+Pfeil oben/unten Springt jeweils einen Absatz nach oben/unten
Strg Bild hoch/runter Springt an das erste/letze Zeichen des aktuellen Bildschirmausschnitts
Strg+Pos1 Springt an den Anfang des Dokuments
Strg+Ende Springt an das Ende des Dokuments
Umschalt+Strg+Pfeile Markiert nach links, rechts, oben unten ab Cursorposition in Wort-/Absatzschritten

Alles in Allem gefällt er mir sehr gut, dieser Editor. Definitiv im Sinne der Produktivitätssteigerung!