Wärme und anderes

Trägheit. Wohl das passende Adjektiv zu meiner momentanen Situation. Und doch ist es falsch.
Ich erinnere mich an einen Satz Über ihnen war der Himmel noch blau – er kam mir in den Sinn. Irgendwann in den letzten Tagen. Über mir ist der Himmel noch blau, doch rund herum köchelt und wabert es, blitz und donnert es. Die Stimmung ist bedrohlich. Nicht real aber in mir. Nur über mir bleibt dieses kleine Fleckchen Hoffnung, dieses kleine Fleckchen Geborgenheit.
Könnte ich, würde ich weinen, würde ich kotzen, würde ich Dinge tun, die ich bereuen würde. Aber ich kann nicht, ich bleibe Träge. Wahrscheinlich ist es gut so, auch wenn es dadurch immer verschollen bleibt.
Unter dem Stein liegt eine Quelle. Doch sie bleibt unentdeckt und es ist gut.
Wende ich mich wieder dem Leben zu, dem ich mich so gerne wiedersetzen würde. Weil ich mit dem, was ich mache unglücklich bin. Und jetzt schreibe ich hier wieder in der Gewissheit, dass es egal ist, drum schreibe ich. *trauriglächelt*
Naja, so haben sie wenigstens etwas, wenn …
Es sind falsche Gedanken. Ich kann nicht … doch ich mache etwas dagegen. Verzweifeltes ablenken. Ein bißchen surfen oder lesen. Ja, lesen werde ich. Das schöne Kinderbuch, was mir mein Schatz geliehen hat. Ein bißchen davon schweben und vielleicht wird der Himmel etwas blauer, vielleicht kann ich die düsteren Schatten vertreiben.
Sie dreht sich um und geht. Der Vorhang schließt sich.

fin

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