So etwas würde ich mir an unserem Institut wünschen. Einen Ruhe-Raum, in dem man nach dem Mittagessen eine halbe Stunde lang Stille genießen kann. Ohne Rechner-Rauschen oder Kommunikation. Einfach ein relativ karg eingerichteter Ort, nicht grell aber auch nicht düster. Vielleicht eins, zwei Pflanzen und ein kleiner Zimmerbrunnen. Kissen auf dem Boden zum Sitzen, ein paar Sessel oder Hocker. (Da muss ich ja glatt an den Meditations~/Ruheraum bei der Expo 2000 denken)
Ich freue mich auf den Sommer, denn dann kann ich mich nach dem Mittagessen unter einene Baum setzten und mich somit wenigstens den Rechner-Klängen entziehen, die mich mitlerweile richtig kirre machen können. Und vielleicht finde ich irgendwo bei uns (vielleicht hinter der Anatomie?) ein Plätzchen, welches nicht all zu sehr dem Stadt-Lärm ausgesetzt ist. Oder noch besser mich auf einen kleinen Spaziergang in den Botanischen Garten begeben.
Vielleicht sollte ich mir auch einfach für die Uni einen kleinen Zen-Garten basteln. Dazu vielleicht noch ein Bonsai und Wassergeräusche auf dem mp3-Player sowie ein kleines “Bitte nicht stören”-Schildchen auf dem Monitor… warum eigentlich nicht. Ein bißchen Ruhe für zwischendurch ist schließlich produktionssteigernd.
“… eigentlich gerne mal gönnen?”, fragt der Autor von Wohlfühlen. Sehr gute Frage und hier ein paar Antworten:
Eine professionelle Ganz-Körper-Massage
Einmal zur Fusspflege
Einmal zur Maniküre
Einmal zur Kosmetikerin und Rundum-Wohlfühprogramm für’s Gesicht
Ein 4-Gänge-Menu oder so mit meinem Bär ohne Hetze oder andere nervende Gäste (Das gibt’s zum Diplom!)
Einen persönlichen Motivations- und Fitnesstrainer inklusive einer privaten Fitnessanlage ohne andere Menschen
Ein richtig gutes Grafiktablett
Einen Mac
Einen langen Nachmittag in der Stadtbibliothek, auf meinen Socken und mit einem Kissen, damit ich mich vor das jeweilige Bücherregal gemütlich hinsetzten kann
Ein richtig langes Bad nehmen mit Kerzen und Duftöl
Hmm … *sfz* Das hört sich gut an. Und das ein oder andere werde ich sicherlich irgendwann einmal umsetzten.
Bis dahin werden mir die günstigen Varianten meine Stunden versüßen:
Gesichtsmaske von dm
Nach dem Duschen in einem bedufteten Raum genüsslich und ausführlich eincremen
Sich vom Bären den Nacken massieren lassen
Bei einem leckeren Cappuchino und entspannender Musik ein schönes Buch lesen
Am Rhein in der Sonne spazieren gehen
Leckeres Essen kochen
Einen gemütlichen Abend mit Freunden verbringen
Eine Traumreise unternehmen
Mir eine schöne Zukunft vorstellen
Eine ganz besonderere Herausforderung, wo ich mir doch so selten etwas gönne ist vor allem Dieses:
Auf mich achten
Auch mal nette Worte für mich übrig haben
Meine Leistungen anerkennen
Auch mal Fünfe gerade sein lassen
Das Streben nach Perfektion aus dem Auge verlieren
Einen ganzen Vor- oder Nachmittag in der Bibliothek verbracht. Und das ohne eine Vorstellung, welche Bücher man gerne hätte. Einfach durch die Regale stöbern, sich dabei Zeit lassend, immer mal wieder reingreifen und reinlesen um Neues zu entdecken. In die hintersten Ecken gehen und die Sachbücherbestände durchsehen (Das lohnt sich vor allem in der Bonner Hauptbücherei, denn auch bei den Sachbüchern versteckt sich der ein oder andere “Roman” und eine Menge wirklich schöner Bücher).
Während es regnet unter den Bäumen einer Allee Schutz suchen, dabei vollkommen trocken bleiben und einen unvergleichbaren Eindruck aufsaugen:
Blick in die Hainstraße – Endenich Richtung Lengsdorf
Das Rauschen des Regens, das Plätschern des durch die Blätter durchtropfenden Nasses, die vom Wind bewegten Blätter, der duft der Natur.
Blick auf den Kreuzberg
Zugegebenermaßen ist die Saison dafür bald vorbei, da die Bäume einfach nicht mehr genügend Blattwerk “zur Verfügung stellen” ;). Super Stelle in Bonn dafür: Endenich – Hainstraße – ganz am Ende der Allee.
Ganz früh morgens aufgestanden und der Welt beim Erwachen zusehen und vor allem zuhören. Gerade im Herbst ist dies wunderbar – vor allem, wenn man an einem Fluß wohnt. Wie die Nebel aus dem Wasser aufsteigen und an einem schönen Tag ganz langsam von der Sonne durchbrochen werden. Wie die Welt erst unter diesem Schleier liegt, dumpf und still, um später in gleißendes Licht getaucht zu werden. Genialer Ort für solche Beobachtungen ist das Mittelrheintal. Eine Zugfahrt um diese Zeit kann ich sehr empfehlen. Weiterer Ort: Bingen – Burg Klopp (alternativ ein Platz im Gymnasium ^.~). Von dort hat man einen wunderbaren Blick ins Binger Loch und den Mittelrheintal. Von der erhöhten Position wirkt das Schauspiel der Aufsteigenden Nebel um ein Vielfaches besser als anders. Hat mir damals doch so einige müde Stunden versüßt ^-^”.
Wow, bei solche warmen Wetter und Glühfüßen kann ich ein kühles Fußbad absolut empfehlen. Sehr praktisch, auch während ich am Schreibtisch sitze, kann ich meine Quadratlatschen in einen Behälter mit kühlem Wasser stecken. Und von oben weht eine leichte Priese Wind in mein Zimmer – oder auch nicht *hüstel*. Und nach einer Weile lege ich dann eine Lernpause ein und verwöhne meine Füße ein bißchen. Um dann, voll erfrischt, wieder weiter machen zu können. Sehr angenehm und für mich auch irgendwie motivierend ^-^”.
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