Q10 – konzentriert Schreiben leicht gemacht

26. January 2008 1 Kommentar

Schon vor einiger Zeit las ich in einem meiner Lieblingsblogs, Caschys-Blog, über den Editor Q10. Es hörte sich nützlich an, ein Editor der auf sämtlichen Schnick-Schnack verzichtet, nichts weiter ist, als eine einfarbige Fläche, die sich über den Bildschirm ausbreitet und dem Creativen die volle Fokussierung auf das Geschriebene ermöglicht.

Heruntergeladen war das kleine portable Programm schnell, entpackt ebenso und dann auch leider schon vergessen. Dies ist wohl ein kleiner Nachteil von portabler Software, welche sich nicht überall mit Links verewigt. Glücklicherweise verliert weder das Haus, noch der Computer etwas ^.~ so entdeckte ich Q10 heute in meinem Ordner für portable Programme wieder.

Screenshot Q10
Q10, Schreiben ohne Ablenkung

Beim Starten des Editors legte sich sogleich eine schwarzer Vorhang auf meinen Monitor. Welch’ Erinnerung an die alten DOS-Zeiten, in denen ich leidenschaftlich kleine Geschichten in dem DOS-Editor tippte: monospace, weiß auf schwarz, ohne viel Ablenkung. Die Erinnerung an damalige Zeiten verstärkte sich durch den Schreibmaschinenklang beim Tippen. Der Sound ist dabei sehr dezent.

Also habe ich ein wenig losgetippt, bis sich mir die Frage stellte, wie dieser Editor wohl bedient würde. Glücklicherweise verwendet er die üblichen Tastaturkürzel für die gängigen Dateioperationen. Eine Übersicht der Kürzel gibt es in der Hilfe (F1).

Sehr praktisch ist die Timer-Funktion. Mit der Tastenkombination Strg+T öffnet der Benutzer ein kleines Fenster, in dem er eine beliebige Minutenzahl oder aber ein vorgegebenes Intervall einstellen kann. Ist das Intervall vergangen, “piepst ein Wecker” und eine kleine grüne Einblendung auf der rechten Seite der Statusleiste setzt darüber in Kenntnis, dass die Zeit verstrichen ist. Als besonderes Feature wird desweiteren angezeigt, wie viele Wörter in der verstrichenen Zeit geschrieben wurden.

Das “Auftreten des Editors”, sowie weitere Einstellungen, kann man im Einstellungsfenster vornehmen. Dieses wird mit Strg+P aufgerufen. Es gibt dort u.A. die Möglichkeit, Tippgeräusche zu deaktivieren, Inhalte der Statusleiste festzulegen oder das Dokument automatisch speichern zu lassen.

In der Statusleiste, welche am unteren Ende des Dokumentes erscheint und mit Strg+B ausgeblendet werden kann, erscheint standardmäßig die Anzahl der Wörter, Seiten und Zeichen, sowie der Name der Datei und die aktuelle Uhrzeit. Wie z.B. die Seiten gezählt werden sollen, kann ebenfalls im Einstellungsfenster angegeben werden.

Möchte man schnell in seinem Text navigieren, ohne ständig zur Maus greifen zu müssen, kann man auf die bekannten verdächtigen zurück greifen:

Tastenkombination Aktion
Strg+Pfeil oben/unten Springt jeweils einen Absatz nach oben/unten
Strg Bild hoch/runter Springt an das erste/letze Zeichen des aktuellen Bildschirmausschnitts
Strg+Pos1 Springt an den Anfang des Dokuments
Strg+Ende Springt an das Ende des Dokuments
Umschalt+Strg+Pfeile Markiert nach links, rechts, oben unten ab Cursorposition in Wort-/Absatzschritten

Alles in Allem gefällt er mir sehr gut, dieser Editor. Definitiv im Sinne der Produktivitätssteigerung!

Rousseau und die geilen Pelztierchen

23. January 2008 Keine Kommentare
Cover Rousseau und die geilen Pelztierchen
Rousseau und die geilen Pelztierchen

Nein, Rousseau und die geilen Pelztierchen ist nichts für prüde Menschen, welchen es schon beim Gedanken an Pornographie rot in die Nase steigt – oder aber sie sind gerade die perfekte Zielgruppe.

Eins ist jedenfalls sicher, ein Sprachmuffel darf man nicht sein, denn ansonsten wird man sich schon sehr schnell über den geschwollenen Stil eines Großteil des Textes aufregen. Nicht umsonst wird der Autor, Andrew Crumey auf der Rückseite mit Umberto Eco und Christian Norfolk in einem Atemzug genannt. Wobei – an Eco kommt er bei mir nicht heran. Besser gefallen als Norfolks “Lemprière’s Wörterbuch” hat mir das Buch jedoch allemal!

Zwei Teile der Geschichte spielen in der heutigen Zeit, ein weiterer im Frankreich des späten 17ten Jahrhunderts – diese drei Geschichten, welche der Autor parallel erzählt, sind natürlich miteinander verknüpft. Auf welche Art und Weise erfährt der Leser selbstverständlich erst nach und nach ^·~

Grob geht es um eine geheimnisvolle Enzyklopädie, zwei Kopisten die flüchten müssen, nachdem sie einen geheimnisvollen Auftrag erhielten, zwei etwas ältere Geisteswissenschaftler, deren Leidenschaft die Bücher sind, wie Mr.Mee, einer der Gelehrten und quasi der Protagonist, die heutige Welt entdeckt und natürlich um die Liebe. Letzeres allerdings nicht ganz so, wie man sich dies vielleicht zuerst vorstellen mag. Das hört sich jetzt etwas trocken an, ist es aber nicht – im Gegenteil! Ich habe mich köstlich amüsiert!

Und damit kann ich guten Gewissens sagen, Andrew Crumey ist definitiv ein Autor (übrigens Physiker ^.~) den ich mir merken werde!!

KategorienBücher Tags: ,

Filler – schnelles online Flashgame

20. January 2008 Keine Kommentare

Ein Fan von kleinen schnellen Klickspielen, bevorzugt solchen, welche im Englischen in der Kategorie Puzzles einsortiert werden, war ich schon immer. Unter Linux hatte es mir dabei Eines besonders angetan: KBounce. Letztens bin ich (leider ^-^”) auf eine Seite gestoßen, auf der eine ähnliche und sehr reizvolle Version des Spieles gespielt werden kann.

Screenshot Filler
Filler ist klein und macht süchtig

Bei Filler geht es darum, mittels Kreisen die Fläche zu 66,7% zu füllen. Die Kreise entstehen, wenn man die linke Maustaste anklickt und hält. So lange man die Maustaste nicht loslässt, wächst der Kreis. Aber Vorsicht: Während der Ball im Entstehen ist, können die kleinen Flitzekugeln ihn zertören.

Achtsam muss man in der rechten oberen Ecke des Spielfeldes sein, denn manchmal verschwinden die kleinen Bälle vom unteren Rand und tauchen rechts oben mit voller Geschwindigkeit auf. Die Bälle gehorchen einer Schwerkraft und fallen nach unten. Sie sind ein wenig träge und man kann sie mit gezielt gesetzen neuen Kugeln in Bewegung setzten und damit die gemeinen Kügelchen wegschieben.

Pro Level erhält man eine größere Anzahl an Bällen, mehr Leben und eine längere Zeitspanne, in der die verlangte Ausfüllung erreicht werden muss

Bei der Suche nach einer Seite mit Infos über KBounce, bin ich auf einen KBounce-Klone für u.A. Windows gestoßen: IceBreaker. Muss ich unbedingt ausprobieren – oder besser nicht??! ^·~

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Reviewing the Kanji

19. January 2008 Keine Kommentare

Vor ein paar Tagen habe ich über das Buch “Die Kanji lernen und behalten” von J.W.Heisig/R.Rauther berichtet.

Screenshot Reviewing the Kanji
Reviewing the Kanji ist eine kostenlose online Lernplattform für Fans der Heisig-Methode

Eine sehr gute Ergähnzung zu den Büchern und den selbst erstellten Lernkarten, bietet die Seite Reviewing the Kanji. Dort eröffnet sich, vom Autoren autorisiert, eine gute Möglichkeit zum Studium der Zeichen. Einen kostenlosen Account angelegt, kann man die gerade gelernten Kanjis in die virtuelle Lernkartei hinzufügen und diese mit Hilfe des 5-Stufen-Prinzips online durcharbeiten oder sich mit anderen Lernenden im Forum austauschen.

Bei jedem einzelnen Kanji kann das Mitglied seine eigene (optional öffentliche) Merkgeschichte eingeben, desweiteren werden die öffentlichen Merkgeschichten der anderen Mitglieder angezeigt. Eine gute Inspiration – zumindest wenn man der englischen Sprache mächtig ist.

Hierin besteht für den deutschen Schüler unter Umständen der einzige Nachteil, denn neben der Seite sind natürlich auch die dem Kanji zugeordneten Wörter auf Englisch. In den meisten Fällen ist dies zwar kein Problem, dennoch treten ab und zu Übersetzungsschwierigkeiten auf.

Klicke hier um das Bild zu vergrößern

Glücklicherweise ist das Problem irgendwann einmal auch einem Menschen aufgefallen, welcher sich mit dem Erstellen von Greasemonkey-Skripten auskennt. Daher existiert inzwischen ein Greasemonkey-Skript namens Kanji.Koohii: Substitute keywords, mit dem man die Schlüsselwörter mit einem simplen Klick auf das Wort verändern kann.

Die Verwendung des Greasemonkey-Skriptes ist sehr einfach. Voraussetzung ist, dass der Benutzer Firefox verwendet und die Greasemonkey-Erweiterung installiert hat. Anschließen kann das Greasemonkey-Skript direkt installiert werden. Befindet man sich nun im Studieren-Bereich (Study) der Webseite auf einer Kanji-Karte, genügt ein einmaliger Klick auf das Stichwort, die Eingabe des eigenen Schlüsselwortes und einmalige Bestätigung mit Enter, damit die Änderung wirksam bleibt, auch im Abfrage-Bereich (Review).

Es existieren auch weitere Greasemonkey-Skripte, wie man in Forenbeitrag Site enhancements by users (Greasemonkey scripts) nachlesen kann.

Ich bin sehr froh, diese Seite und das Greasemonkey-Script gefunden zu haben. Denn eine zusätzliche Wiederholung schadet meinem Lernerfolg definitiv nicht!

KategorienJapan(isch) Tags: , ,

Freier Zugang zum Focus-Archiv

16. January 2008 Keine Kommentare

Gerade im Geizkragen-Gemeindebrief gelesen und für erwähnenswert befunden:

Pünktlich zum 15-jährigen Jubiläum stellt das Nachrichtenmagazins “Focus” sein Archivmaterial kostenlos im Internet zur Verfügung.

Damit kann man, mit Ausnahme der aktuellsten Ausgaben, in Artikeln des Focus ab Ausgabe Nr.3 (13.01.1993) stöbern.

Screenshot Focus Archiv
Focus Archiv

Natürlich gibt es auch eine Suchfunktion, in der alle oder auch nur einzelne Rubriken durchsucht werden können. In der erweiterten Suche kann man die Ergebnisse zusätzlich auf einen bestimmten Zeitraum oder Autoren beschränken. Schön ist, dass die Suche in drei verschiedenen Darstellungen (Sortierungen) angesehen werden kann.

In wie fern es sich dabei um eine zeitlich begrenzte oder unbegrenzte Aktion handelt, konnte ich leider nicht herausfinden.